Jugendclub bangt um Existenz

Sie sind die Zukunft der Stadt, doch sie haben es nicht leicht – die jungen Chemnitzer.

Immer wieder sind ihre Jugendclubs auf den Streichlisten der Stadtverwaltung zu finden, erst vergangene Woche musste der Kinder- und Jugendtreff Mittelbach schließen. Grund: laut Stadt zu wenig Besucher.

Nun muss ein weiterer Jugendclub um seine Existenz bangen, René Thierfelder hat ihn besucht.

Wenn es Abend im Yorckgebiet wird, dann füllt er sich langsam: der Kinder- und Jugendtreff der Sportjugend Chemnitz. Etwas versteckt neben dem Trainingsgelände der TSV Ifa Chemnitz an der Fürstenstraße gelegen, verbringen hier täglich 15 bis 20 Kinder und Jugendliche ihre Freizeit.

Interview: Peter Strasser – Sportjugend Chemnitz

Doch damit könnte bald Schluss sein, denn der Jugendclub bangt um seinen Fortbestand. Die Sportjugend als Abteilung des Stadtsportbundes kann den Treff aus eigener Kraft nicht mehr finanzieren. Es fehlt ein fünfstelliger Betrag. Eine geplante 20-prozentige Mittelkürzung der Stadt bei der direkten Sportförderung wirkt sich dabei negativ aus.

Interview: Peter Strasser – Sportjugend Chemnitz

Die jungen Besucher waren geschockt von der Nachricht, dass der einzige Jugendtreff im Stadtteil bald geschlossen sein könnte. Vor zwei Jahren stand der Club schon einmal vor dem Aus, die Schließung wurde im letzten Moment verhindert.

René Besucher

Seit mehr als 14 Jahren gibt es den Kinder- und Jugendtreff der Sportjugend im Yorckgebiet. Hier werden viele Freizeitaktivitäten organisiert. Besonders beliebt bei den Besuchern sind die Sommercamps.

René Besucher

Die Sportjugend Chemnitz betreibt noch einen weiteren Jugendclub im Heckertgebiet an der Helbersdorfer Straße. Dennoch will man nichts unversucht lassen, den Treff im Yorckgebiet zu erhalten.

Interview: Peter Strasser – Sportjugend Chemnitz

Die Kinder und Jugendlichen hoffen auf eine Rettung in letzter Minute, sonst bleibt kurz vor Weihnachten in ihrem Club die Tür geschlossen.