Jugendhilfe – Dresdner Urgestein bedroht

Der Jugendtreff “Oase“, in Dresden-Trachau, muss auf Grund der Kürzungen im Jugendhilfebereich immer mehr Abstriche machen. Die Öffnungszeiten wurden schon gekürzt, Fereienfreizeiten sind nicht mehr möglich. Heute Abend wird im Jugendhilfeausschuss über die finanzielle Planung für 2012 diskutiert. +++

Die Existenz eines Dresdner Urgesteins ist bedroht. Der Jugendtreff „Oase“ in Dresden-Trachau, in der ersten Etage des Theaterhaus Rudi.

Bereits seit 20 Jahren gibt es die Einrichtung für Kinder und Jugendliche im Stadtteil. Träger der Einrichtung sind die erwachsen gewordenen Besucher von früher.

Die „Oase“ wird zu rund 90 Prozent durch das Jugendamt gefördert, alles andere versucht der Treff selbst aufzubringen. Jetzt allerdings muss in dem Jugendclub ums Überleben gekämpft werden, denn aus dem großen Fördertopf der Jugendhilfe kommt nur wenig in der Einrichtung an. Das spiegelt sich vor allem in den Kürzungen bei den Personalstellen wieder. 

Interview mit Evamaria Wujanz, Sozialarbeiterin „Oase“ (im Video)

Auch 2013 sollen die Personalstellen weiter gekürzt werden. Die „Oase“ hat deswegen bereits jetzt eine Stunde weniger geöffnet und die Öffnungszeiten müssen weiter reduziert werden, denn die Vor- und Nacharbeit von Projekten muss ebenso von den Sozialarbeitern noch geleistet werden. Auch Ferienfahrten oder Wochenendausflüge sind nicht mehr möglich.

Für die Jugendlichen, die den Treff fast täglich besuchen, wäre die weitere Reduzierung der Öffnungszeiten, oder gar die Schließung, ein Schlag ins Gesicht. 

Interview mit Lisa Ranczinger, Besucherin „Oase“ (im Video)

In der Diskussion um mehr Förderung beziehen sich einige Mitglieder des Jugenhilfeausschusses auf den geltenden, aber veralteten, Jugendhilfeplan der Stadt Dresden, der erst erneuert werden müsse. 

Interview mit Patrick Schreiber (CDU), Mitglied im Jugenhilfeausschuss (im Video)

Wie die nahe Zukunft, also das Jahr 2012, für die Jugendhilfe in Dresden und somit auch für die „Oase“ in Dresden-Trachau aussehen wird, wird am Donnerstag Abend im Jugendhilfeausschuss diskutiert.

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