Jugendschutz – Fakten und Wissenswertes zum Thema

In vielen Ländern der Welt gibt es Gesetze und Regelungen zum Jugendschutz – so auch in Deutschland. Über eine lange Zeit haben sie sich entwickelt, die Gesetze gelten in ganz verschiedenen Bereichen. Welche Regelungen gibt es? Und wie steht es um den Jugendschutz in anderen Ländern Europas und in den USA? Ein Überblick über interessante Fakten und Wissenswertes.

Der Sinn des Jugendschutzes und ein kurzer geschichtlicher Hintergrund

Der Jugendschutz ist ein Phänomen, welches in der gesamthistorischen Betrachtung der letzten Jahrhunderte und Jahrtausende vergleichsweise neu ist. Umso spannender ist es, zunächst einmal einen Blick auf seine Entwicklung und den Sinn hinter den Regelungen zu werfen.

Der Sinn des Jugendschutzes

Das Ziel des Jugendschutzes ist es grundsätzlich, verschiedene Gefahren von Kindern und Jugendlichen fernzuhalten. Davon sind in den allermeisten Fällen Faktoren und Aktivitäten betroffen, die im Erwachsenenleben normal und gesellschaftlich anerkannt sind. Die Regelungen sollen Probleme in der Entwicklung des Kindes bzw. Jugendlichen vermeiden, die zum aktuellen oder zu einem späteren Zeitpunkt negative Konsequenzen haben.

Die entsprechenden Risiken sind psychischer oder körperlicher Natur. Ziel ist es, ein gesundes Erwachsenwerden zu ermöglichen. Mit der stetigen Entwicklung der modernen Welt kommen verschiedene neue Gefahren hinzu, die in Gesetzen Berücksichtigung finden müssen.

Historische Entwicklung

Die historische Entwicklung des Jugendschutzes begann im industriellen Zeitalter. Damals waren die gängigen und alltäglichen Gefahren noch andere: Die Idee für die Gesetze fußte darauf, dass Kinder und Jugendliche durch hartes Arbeiten in Fabriken körperliche Schädigungen erlitten.

Solche Zustände sind heutzutage kaum noch vorstellbar, zumindest in Deutschland sowie in vielen anderen Rechtsstaaten. In manchen Ländern der Welt ist Kinderarbeit jedoch nach wie vor ein alltägliches Problem.

Das Ergebnis der Erkenntnisse im mittleren 19. Jahrhundert waren die ersten Regelungen zum Schutz der Jugend. In Preußen wurde im Jahr 1839 das Verbot der Kinderarbeit beschlossen.

Ziel war es damals allerdings nicht vordergründig, eine gesunde Entwicklung junger Menschen zu ihrem eigenen Wohl zu gewährleisten. Vielmehr sollten sie zu einem Zeitpunkt, zu dem sie für die Armee infrage kamen, für diesen Dienst noch gesund und fit genug sein.

Das Jugendschutzgesetz der Bundesrepublik wiederum findet seine Basis im Jahr 1951, im Folgejahr trat es in Kraft. Damals trug es den Namen „Gesetz zum Schutze der Jugend in der Öffentlichkeit“. Im Jahr 2002 entstand eine Neufassung des Gesetzes, aus der das heutige Jugendschutzgesetz resultiert.

Im Jahr 2008 gab es eine Erweiterung des Gesetzes, die sich vor allem um jugendgefährdende Medien drehte. 2009 wurde dann der Paragraph des JuSchG geändert, der sich mit dem Rauchen und Trinken in der Öffentlichkeit beschäftigt.

Diese Umstände sind ein Beleg dafür, dass sich das Jugendschutzgesetz immer wieder im Wandel befindet. Durch neue Regelungen soll es verbessert und an eine sich verändernde Welt angepasst werden, um stets den für die aktuelle Zeit besten Jugendschutz gewährleisten zu können. Neben diesem Gesetz gibt es für die Gewährleistung des Jugendschutzes in der Bundesrepublik zudem unter anderem:

  • das Jugendarbeitsschutzgesetz
  • sowie den Jugendmedienschutz-Staatsvertrag.

Ersteres regelt die Arbeitsbedingungen für Jugendliche. Letzteres wiederum wurde zuletzt im Jahr 2020 überarbeitet.

Einzelne Regelungen in verschiedenen Bereichen

Die Jugendschutzregelungen erstrecken sich anders als in der Anfangsphase, als es nur um ein Verbot von Kinderarbeit ging, mittlerweile auf viele weitere Bereiche. Dazu gehören unter anderem:

  • das Trinken von Alkohol,
  • das Rauchen von Zigaretten,
  • der Zugang zu bestimmten Locations
  • sowie das Thema Medien verschiedener Art.

Das Thema Alkohol

Beim Thema Alkohol gibt es für Jugendliche deutliche Einschränkungen. So dürfen Gewerbetreibende Bier, Wein, Schaumwein und ähnliche Getränke nach Paragraph 9 des Jugendschutzgesetzes nicht an Jugendliche unter 16 Jahren abgeben oder ausschenken.

Gleiches gilt für Drinks, die diese Getränke in einer Mischung enthalten, also zum Beispiel die sogenannten Alkopops (ein Mix aus Alkohol und verschiedenen Limonaden oder Fruchtsäften) sowie herkömmliches Radler. Gerade solche Getränke stellen für Jugendliche eine Gefahr dar, da sie es durch den süßen Geschmack schwerer machen, die Wirkung einzuschätzen – vor allem dann, wenn der Konsument noch nicht so viele Erfahrungen mit Alkohol hat.

Eine Ausnahme gilt für Jugendliche zwischen 14 und 16 Jahren, die in Begleitung der Eltern sind: Sie dürfen Bier, Wein oder Sekt in der Öffentlichkeit zu sich nehmen. Andere alkoholische Getränke dürfen gar nicht an Jugendliche unter 18 Jahren abgegeben werden. Dies bezieht sich auf Spirituosen sowie anderer hochprozentige Erzeugnisse. Die Regelung gilt für Gaststätten und Verkaufsstellen.

Nicht umsonst wird in Getränkemärkten oder an Tankstellen beim Verkauf an jüngere Menschen das Alter mit einem Blick auf deren Personalausweis kontrolliert. Zusätzlich dürfen Händler keinerlei alkoholische Getränke in öffentlich zugänglichen Automaten, die auch für Kinder oder Jugendliche nutzbar sind, verkaufen.

Es gibt gute Gründe für die Regelungen. Alkohol kann bei jugendlichen die körperliche und geistige Entwicklung beeinträchtigen und schädigen. Zudem besteht aufgrund des jungen Alters die Gefahr, durch einen zu hohen Konsum eine Alkoholvergiftung zu erleiden. Gleichzeitig kann ein Gewöhnungseffekt auftreten, der für spätere Jahre das Suchtrisiko erhöht.

Regelungen zum Thema Nikotin

Tabakwaren sowie Produkte, die Nikotin enthalten, dürfen grundsätzlich nicht an Jugendliche, also an Personen unter 18 Jahren, verkauft oder abgegeben werden. Zu solchen Erzeugnissen gehören Zigaretten, Zigarren, Shishas, Pfeifentabak und weitere Produkte. Dies gilt für sämtliche Verkaufswege. Zu diesen zählen:

  • Gaststätten,
  • andere Verkaufsstellen wie ein Kiosk, eine Tankstelle oder Supermarkt
  • sowie der Versandhandel.

Geregelt ist dies in Paragraph 10 des Jugendschutzgesetzes. Bei der konkreten Altersbeschränkung gab es im Jahr 2007 eine Änderung. Zu diesem Zeitpunkt wurde das Mindestalter für den Konsum von nikotinhaltigen Produkten von 16 auf 18 Jahre angehoben.

Übrigens gilt das Verbot gleichermaßen für Produkte wie E-Zigaretten, die kein Nikotin enthalten. Damit wurde das Gesetz an die Veränderungen des Marktes angepasst: Vor einiger Zeit waren solche Erzeugnisse bei Weitem nicht so verbreitet wie heute.

Jugendschutzregelungen für bestimmte Locations

Ein weiterer Aspekt ist die Beschränkung der Zugänglichkeit verschiedener Locations für Jugendliche. Zu diesen Orten zählen unter anderem:

  • Gaststätten,
  • Discotheken
  • sowie Spielhallen und Casinos.

Paragraph 4 des Jugendschutzgesetzes besagt, dass Jugendlichen unter dem Alter von 16 Jahren ohne Beisein eines Erziehungsberechtigten, also meistens eines Elternteils, der Aufenthalt in Gaststätten von 24 Uhr bis 5 Uhr morgens verboten ist.

Bei Tanzveranstaltungen und Diskotheken ist der Zugang für unter 16-Jährige vollständig verboten - es sei denn, die Eltern sind dabei, was allerdings im Alltag eher unrealistisch ist, da sicherlich kaum ein Teenager mit seinem Vater oder seiner Mutter in die Disco gehen möchte.

Zwischen 16 und 18 Jahren müssen die Jugendlichen die Disco bzw. Veranstaltung um 24 Uhr verlassen. In der Realität erfordert dies strikte Kontrollen am Eingang sowie eine Anweisung zum Verlassen der Location für alle unter 18-Jährigen um 24 Uhr.

In Spielhallen und Casinos ist der Zugang für Jugendliche unter 18 Jahren grundsätzlich verboten. Gleiches gilt für Online-Glücksspiel. Diese Regelung soll vermeiden, dass die Teenager unverantwortlich mit ihrem Geld umgehen oder sich sogar an das Spielen gewöhnen, was im schlimmsten Fall zu einer Sucht führen kann. In Bayern und Baden-Württemberg ist der Zugang sogar erst ab einem Alter von 21 Jahren erlaubt.

Jugendschutzregelungen für verschiedene Medien

Der Jugendschutz spielt gleichermaßen bei verschiedenen Medien eine Rolle. Dies gilt unter anderem für:

  • Filme und Serien
  • Computerspiele
  • sowie Musik.

Solche Medien dürfen Kindern und Jugendlichen nur zugänglich gemacht werden, wenn sie für die entsprechende Altersklasse freigegeben sind. Das gilt sowohl für den Verkauf als auch für die öffentliche Vorführung, zum Beispiel in einem Kino. Anbieter haben außerdem die Pflicht, den Vertrieb über das Internet entsprechend zu regulieren. Die Altersbeschränkungen bestehen in Freigaben ab 0, 6, 12, 16 oder 18 Jahren.

Welche Medien für welche Altersklasse zugänglich sind, entscheiden die oberste Landesbehörde sowie die freiwillige Selbstkontrolle (FSK). Auf den Hüllen der Medienträger muss die Freigabe deutlich sichtbar gekennzeichnet sein. Paragraph 12 Abs. 2 des Jugendschutzgesetzes regelt sogar die Größe dieser Kennzeichnung.

Darüber hinaus gibt es eine Bundesbehörde, die Bundeszentrale für Kinder- und Jugendmedienschutz. Sie hat im Jahr 2021 mit einer Novelle des Jugendschutzgesetzes die Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien abgelöst.

Die Prüfstelle, die die Bundeszentrale für Kinder- und Jugendmedienschutz unterhält, entscheidet darüber, ob sie ein Medium auf die Liste der kinder- und jugendgefährdenden Medien setzt, die vielen Bürgern als Index bekannt ist.

Gründe für ein solches Vorgehen sind unter anderem Gewaltverherrlichung oder unsittliche Darstellungen. In der Konsequenz dürfen die Medien nicht mehr veröffentlicht bzw. vermarktet werden, da sie durch die entsprechenden Werbemaßnahmen bis zu einem gewissen Grad für Kinder und Jugendliche nach wie vor wahrnehmbar wären.

Das Ziel dieser Regelungen ist es vor allem, die psychosoziale Entwicklung von Kindern und Jugendlichen nicht zu gefährden. Zu einer durch die Medien ausgelösten Veränderung könnte zum Beispiel ein Abstumpfen gegenüber dem Thema Gewalt sowie eine Verrohung gehören.

Potenzielle Strafen bei Zuwiderhandlung

Wie in vielen anderen Gesetzen gibt es im Jugendschutzgesetz Strafen für Personen, die sich nicht an die Regelungen halten. Damit soll gewährleistet werden, dass das Gesetz von Gewerbetreibenden, die Jugendlichen einen Zugang zu den ihnen untersagten Substanzen, Locations oder Medien verschaffen könnten, eingehalten wird.

Auf eine ganze Reihe von Verstößen stehen Bußgelder, mit denen die entsprechenden Ordnungswidrigkeiten geahndet werden. Dazu gehört der Ausschank von Alkohol oder der Verkauf von Zigaretten bzw. nikotinhaltigen Produkten an Jugendliche, die hierfür noch nicht das nötige Mindestalter erreicht haben.

Gleiches gilt für Besitzer von Spielhallen, die Jugendlichen den Zugang ermöglichen oder Discothekenbetreiber, die die Altersvorschriften ignorieren. Genauer geregelt sind diese Aspekte in Paragraph 28 des Jugendschutzgesetzes.

Die Bußgelder können für die betroffenen Personen äußerst schmerzlich sein. Wenn zum Beispiel ein Discothekenbetreiber einem Jugendlichen, der hierfür noch nicht das nötige Alter erreicht hat, den Zugang gewährt, muss er mit einer Zahlung im mindestens unteren fünfstelligen Bereich rechnen.

Die Abgabe von Tabakwaren und Alkohol an Jugendliche zieht oftmals Bußgelder im drei- oder vierstelligen Bereich nach sich. In einigen Fällen können die Zahlungen ebenfalls eine fünfstellige Höhe erreichen. Dabei ist zu beachten, dass die Summe des Bußgeldes steigen kann, wenn ein Verstoß wiederholt begangen wird.

Für Medien, die auf dem Index sind, gelten noch strengere Regeln. Sie dürfen Jugendlichen wie bereits angeklungen auf keine Art und Weise zugänglich gemacht werden. Demjenigen, der hiergegen verstößt, droht eine Geldstrafe oder eine Freiheitsstrafe von bis zu einem Jahr.

Jugendschutz in anderen europäischen Ländern

Soweit zu den Regelungen in Deutschland. Wie schaut es aber in anderen Ländern aus? Zur Beantwortung dieser Frage lohnt sich zunächst ein Blick auf weitere europäische Staaten.

Beispiel England

Die Jugendschutzregeln in England gleichen in vielen Bereichen den Gesetzen in der Bundesrepublik. In Supermärkten oder anderen Verkaufsstellen darf grundsätzlich kein Alkohol an unter 18-Jährige ausgegeben werden. Wie in Deutschland gilt Gleiches seit dem Jahr 2007 für den Verkauf von Tabakwaren.

Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren dürfen sich nicht in Pubs oder ähnlichen Gaststätten, deren Hauptgeschäft im Ausschank von Alkohol besteht, aufhalten - es sei denn, sie sind in Begleitung einer volljährigen Person.

Gleiches gilt für Diskotheken. Allerdings kann es für den Zutritt aufgrund gewisser Ausschankregeln individuelle grundsätzliche Altersbeschränkungen geben, die für eine entsprechende Location ein Mindestalter von 18 oder sogar 21 Jahren voraussetzen.

Der Zugang zu Spielotheken, Casinos sowie dem Online-Glücksspiel ist ebenfalls erst ab 18 Jahren gestattet. Allerdings hat Großbritannien in diesem Bereich grundsätzlich eher strenge Regeln.

Da der Jugendschutz hierbei eine große Rolle spielt, gibt es zum Beispiel unter den britischen Online-Glücksspielanbietern Firmen, die zusätzliche eigene Regularien eingeführt haben, die über die Gesetze hinausgehen. Dazu gehört zum Beispiel Flutter. Für die Online-Glücksspiele des Unternehmens gelten ab dem Jahr 2022 besondere Regeln für Personen unter 25 Jahren.

Unter dieser Altersgrenze dürfen die Nutzer nur noch maximal 500 Pfund pro Monat einzahlen. Das Limit soll einen umfangreicheren Schutz vor einer potenziellen Glücksspielsucht gewährleisten, für die in diesem Alter laut dem Anbieter ein höheres Risiko besteht.

Beispiel Frankreich

Die Regeln in Frankreich sind vergleichbar mit den Gesetzen in Deutschland und England. Dort dürfen ebenfalls keine Tabakwaren an Jugendliche unter 18 Jahren abgegeben werden. Beschlossen wurde das Heraufsetzen der Altersgrenze von 16 auf 18 Jahre im Jahr 2009. Zudem gibt es in Frankreich eine ganze Reihe von grundsätzlichen Rauchverboten für die Öffentlichkeit, unter anderem in öffentlichen Gebäuden.

Der Verkauf von Alkohol an Minderjährige ist verboten, allerdings dürfen Jugendliche über 16 Jahren im Beisein ihrer Eltern Bier oder Wein konsumieren. Die Regelungen gelten ebenfalls seit dem Jahr 2009. Auch das Spielen in Casinos ist erst ab 18 Jahren gestattet.

Andere europäische Länder

Andere Länder in Europa haben die Verschärfungen der Regelungen erst später eingeführt. So hatten Jugendliche zwischen 16 und 18 Jahren zum Beispiel in Belgien bis zum November des Jahres 2019 die Möglichkeit, Tabakwaren zu erwerben.

In Österreich gilt das Verkaufsverbot für Nikotinerzeugnisse an Minderjährige seit Januar 2019. Italien wiederum hat die Altersgrenze für den Alkoholerwerb- und Genuss angehoben. Dort darf an Personen unter 18 Jahren seit 2012 grundsätzlich kein Alkohol mehr verkauft oder ausgeschenkt werden.

Noch strenger handhabt es Litauen: Dort ist Alkohol erst für Menschen ab 20 Jahren zugänglich. Das Gesetz ist seit 2018 in Kraft und hat zusammen mit einigen weiteren Maßnahmen das Ziel, den starken Alkoholkonsum im Land zu bekämpfen. In Zypern und Malta wiederum ist der Verkauf und Ausschank an Personen unter 17 Jahren verboten – die Grenze wurde von 16 Jahren angehoben.

Die Beispiele zeigen, dass die Gesetzesänderungen, die in den letzten zwei Jahrzehnten in vielen europäischen Ländern beschlossen wurden, einen strengeren Jugendschutz garantieren sollen. Sowohl das Mindestalter für das Rauchen als auch die Altersgrenze für den Ausschank von Alkohol wurde in einigen Ländern angehoben.

Jugendschutz in den USA

Deutlich strengere Jugendschutzregeln als in vielen europäischen Ländern bestehen in den USA. Kaum ein anderes Land der Welt hat ähnlich hohe Altersgrenzen für verschiedene Vergnügungen.

Besuch eines Casinos

Das zeigt sich bei einem Blick auf das Thema Casino-Besuche. Grundsätzlich ist das Glücksspiel in vielen Bundesstaaten der USA abseits der staatlichen Lotterien verboten. Ausnahmen bieten:

  • Atlantic City (eine Stadt in New Jersey),
  • Tunica im Staat Mississippi,
  • der Bundesstaat Louisiana
  • sowie Nevada, wo das für seine Casinos, Hotels und Glamourwelt bekannte Las Vegas liegt.

In den Casinos ist das Spielen unter 21 Jahren verboten – das ist ein Gesetz, das in den gesamten USA gilt.

Alkohol und Tabakwaren

Der Konsum von Alkohol ist in den USA auf nationaler Ebene erst ab 21 Jahren erlaubt. Entsprechende Getränke dürfen an Personen unter dieser Altersgrenze weder verkauft noch ausgeschenkt werden.

In den gesamten USA wurde das Mindestalter für den Erwerb von Tabak-Waren und E-Zigaretten ähnlich wie in einigen europäischen Ländern ebenfalls angehoben, allerdings von 18 auf 21 Jahre. Die Veränderung trat im Jahr 2020 in Kraft. Zuvor galt die Regel schon in etwas weniger als der Hälfte der Bundesstaaten. Gerade E-Zigaretten haben einen großen Boom in den Staaten erlebt. Das Verbot kann unter anderem als eine Reaktion auf diese Umstände gesehen werden.

Fazit

Die Ursprünge des Jugendschutzes in Deutschland liegen im 19. Jahrhundert. Seit den 50er-Jahren des 20. Jahrhunderts wiederum gibt es umfassende gesetzliche Regelungen zu verschiedenen Bereichen. Diese werden immer wieder aktualisiert und den sich verändernden Gegebenheiten angepasst. In anderen europäischen Ländern wurden in den letzten Jahren die Altersgrenzen für den Erwerb und Konsum von Alkohol und Nikotin heraufgesetzt. In den USA wiederum sind diese Aktivitäten sowie der Besuch von Casinos aktuell erst ab 21 Jahren freigegeben.