Junge Informatikerinnen aus Dresden, Leipzig, Chemnitz und Berlin ausgezeichnet

Dresden - Das IT-Unternehmen Saxonia Systems AG hat am Montag in Dresden zum 9. Mal den Saxonia Woman Award verliehen. Die Preisträgerinnen sind vier leistungsstarke junge Frauen, die sich neben ihrem Studium auch für soziale und gesellschaftliche Belange engagieren und durch ihre Persönlichkeit eine Vorbildwirkung besitzen. Die Gewinnerin des Saxonia Woman Awards studiert an der TU Dresden.

© Tobias Koch

Den ersten Platz belegte Anja Reusch, die an der TU Dresden Informatik im Diplomstudium studiert. Lina Peters, Masterstudentin der Informatik an der HTWK Leipzig, wurde auf Platz 2 gewählt. Der 3. Platz wurde an zwei Studentinnen vergeben. Carolin Scholl absolvierte an der TU Chemnitz ein Masterstudium in der „Informatik für Geisteswissenschaften“, Karin Lampesberger schrieb ihre Masterarbeit zu einem Thema der Medieninformatik an der Beuth Hochschule Berlin.

Eine neunköpfige, vornehmlich mit erfolgreichen Frauen aus Wissenschaft und Wirtschaft besetzte Jury wählte die Preisträgerinnen aus und entschied spontan, den dritten Platz zweimal zu vergeben. „Die Entscheidung fiel uns sehr schwer“, erklärt Viola Klein stellvertretend für die Jurymitglieder. „Die jungen Frauen haben nicht nur hervorragende fachliche Arbeiten geschrieben, sondern überzeugen auch damit, dass sie sich in der Gesellschaft engagieren und über ihren Tellerrand blicken. Das macht sie zu starken Persönlichkeiten und zu einem Vorbild für andere.“
Der Saxonia Woman Award ist mit einer Skulptur des Dresdner Künstlers Ulrich Eißner in Form einer gusseisernen, „weiblichen Karriereleiter“ verbunden und mit 2000 Euro dotiert. Auch die Zweitplatzierte und die beiden Drittplatzierten können sich über ein Preisgeld von 1000 bzw. 500 Euro freuen. Außerdem sind alle vier Gewinnerinnen mit ihrem Professor / ihrer Professorin und jeweils einer Begleitperson eingeladen, am 16.11.2019 bei der HOPE-Gala Dresden dabei zu sein.

Mit dem Saxonia Woman Award möchte die Saxonia Systems AG Mädchen und Frauen ermutigen, sich für eine Ausbildung und eine Karriere in der Informatik-Branche zu entscheiden. Gleichzeitig will das Unternehmen dieses Anliegen in die Öffentlichkeit tragen. Auch wenn die Informatik derzeit noch eine Männerdomäne ist, sind die Berufsbilder der Branche nach Überzeugung der Saxonia Systems AG bei weitem keine Männersache – im Gegenteil. „Gut ausgebildete IT-Fachleute werden in jeder Branche gebraucht“, erklärt Viola Klein, Aufsichtsrätin der Saxonia Systems AG. „In allen Berufszweigen gibt es eine riesige Auswahl an abwechslungsreichen IT-Jobs. Oft sind auch Kompetenzen gefragt, die als typisch weiblich gelten, wie zum Beispiel Empathie und Kommunikationsstärke. Unser Unternehmen würde sehr gern mehr Frauen einstellen!“

Ehrengast bei der Preisverleihung und Schirmherrin des Saxonia Woman Awards war Elke Büdenbender, die Ehepartnerin des Bundespräsidenten Frank-Walter Steinmeier. Die Juristin zeigte sich beeindruckt von
den sowohl fachlich qualifizierten als auch gesellschaftlich engagierten Preisträgerinnen: „Der ‚Saxonia Woman Award‘ macht auf Erfolgsgeschichten aufmerksam. Die Preisträgerinnen sind überzeugende Rollenvorbilder, deren Geschichte wir alle mitnehmen und weitererzählen sollten!“ Elke Büdenbender engagiert sich seit Jahren für eine Berufswahl frei von Geschlechterklischees, insbesondere als Schirmherrin des „Klischeefrei e.V.“.