Junge Leute an die Angel – Neues Fischereigesetz lockert Fischereischeinpflicht

Der Freistaat Sachsen will jungen Leuten den Einstieg in den Angelsport erleichtern. Das Kabinett hat dazu den Entwurf für das geänderte Sächsische Fischereigesetz zur Anhörung frei gegeben.

Danach sind Lockerungen der Fischereischeinpflicht für Jugendliche bei Veranstaltungen der Anglerverbände vorgesehen, wenn diese von sachkundigen Vertretern der Anglerverbände angeleitet und beaufsichtigt werden. Ebenso soll die Fischereischeinpflicht für das Angeln an bewirtschafteten Anlagen entfallen. In beiden Fällen muss aber der tierschutzgerechte Umgang mit gefangenen Fischen sichergestellt werden. Dies gilt insbesondere für das Töten.

Neben den vorgesehenen Regelungen für die Fischereischeinpflicht werden mit dem Gesetz eine Reihe neuer EU-Bestimmungen umgesetzt. Die Verordnung (EG) 1100/2007 vom 18. September 2007 mit Maßnahmen zur Wiederauffüllung des Bestands des Europäischen Aals und die Verordnung (EG) 708/2007 vom 11. Juni 2007 über die Verwendung nicht heimischer und gebietsfremder Arten in der Aquakultur erfordern Regelungen in der Sächsischen Fischereiverordnung. Dafür schafft das Gesetz künftig die entsprechende Ermächtigung.

Gleichzeitig wurde die Definition sogenannter Kleinteiche präzisiert, für die das Gesetz keine Anwendung findet. Gewässer, an denen der Fischfang mit der Handangel ausgeübt wird, fallen künftig unabhängig von ihrer Größe unter das Fischereigesetz.

Nach der Verabschiedung haben nun Verbände und Kommunen Gelegenheit zur Stellungnahme. Bis zum September soll das Gesetz in den Landtag eingebracht werden.