Junge Südafrikaner gehen „Europwärts“

Sechs Monate im Ausland leben und arbeiten. Diese Chance haben sechs junge Südafrikaner in Dresden durch das Projekt „Europawärts“ bekommen.+++

Afrika und Europa Hand in Hand. Sechs junge Südafrikaner aus den Townships rund um Johannesburg haben sich auf dieses Abenteuer eingelassen. Über den südafrikanischen Freiwilligendienst „Europawärts“ engagieren sie sich ein halbes Jahr in Deutschland. 

In Dresden unterstützen sie Schulen und Jugendprojekte in ihrer Arbeit. Vor allem die Prävention von HIV und Aids ist ihnen wichtig.

Interview im Video mit Sbusiso Ntlatleng, Teilnehmer Europawärts-Projekt: Ich werde für die Aidshilfe arbeiten. Außerdem bin ich ausgebildeter HIV-Berater. Meine Fähigkeiten werden mir bei meiner Arbeit helfen. Ich will herausfinden, was sie anders machen, als wir.

Interview im Video mit Julia Segonote Kedibone, Teilnehmerin Europawärts-Projekt: Ich habe bereits für Love Life gearbeitet, eine Organisation in Südafrika, die über Aids und HIV aufklärt. Und wir bringen den Spaß ins Lernen.

Interview im Video mit Scott Burnett, Programmleiter bei LoveLife: Bei Love Life wollen wir das Potenzial und die Führungsqualitäten freisetzen, die in allen jungen Menschen stecken.

Das Projekt Europawärts will die klassische Hilfsrichtung von Norden nach Süden umdrehen und damit einen neuen Raum für Verständigung und globales Lernen schaffen. Und so hieß es im Januar Abschied nehmen von zu Hause.

Interview im Video mit Sbusiso Ntlatleng, Teilnehmer Europawärts-Projekt: In Südafrika haben wir nicht so alte Gebäude. In Dresden gibt es Gebäude, die sind über tausend Jahre alt. Darauf freue ich mich. Und auf das Essen in Deutschland, das Wetter, die Leute und die Kultur. Ein bisschen Sorgen mache ich mir wegen dem Essen. Aber das sehe ich, wenn ich dort bin.

Interview im Video mit Julia Segonote Kedibone, Teilnehmerin Europawärts-Projekt: Ich glaube die meisten Deutschen sind Vegetarier. Ich kann ohne Fleisch leben. Aber der Gedanke daran, kein Fleisch zu essen….

Interview im Video mit Dr. Edda Holl, Sprachlehrerin am Goethe-Institut Johannesburg

Doch bisher klappt alles gut. Die Sechs haben sich bei ihren Gastfamilien eingelebt und sammeln viele neue die Erfahrungen in Dresden.