Jurk begrüßt Mindestlohn

Der Bundesrat hat Lohnuntergrenzen für sechs weitere Branchen zugestimmt. In Sachsen haben allein in diesen Branchen rund 70.000 Menschen dadurch einen Anspruch auf Mindestlohn. Wirtschafts- und Arbeitsminister Thomas Jurk (SPD) meint, dass dies ein weiterer wichtiger Schritt auf dem Weg zum Mindestlohn ist.

„Auf dem Weg zu flächendeckenden Mindestlöhnen sind wir heute einen weiteren Schritt vorangekommen“, kommentierte Wirtschafts- und Arbeitsminister Thomas Jurk (SPD) die Zustimmung des Bundesrates, sechs weitere Branchen in das Arbeitnehmerentsendegesetz aufzunehmen.

Lohnuntergrenzen für folgende Branchen wurden beschlossen: Wach- und Sicherheitsgewerbe, Bergbauspezialarbeiten, Abfallwirtschaft, Großwäschereien, Aus- und Weiterbildungsbranche sowie Alten- und Krankenpflege. In Sachsen haben allein in diesen Branchen rund 70.000 Menschen dadurch einen Anspruch auf Mindestlohn.

„Das Plus im Portemonnaie kurbelt auch die Binnennachfrage an“, so Jurk weiter. Mit der gleichzeitig verabschiedeten Änderung des Mindestarbeitbedingungsgesetzes kann zudem in Branchen, in denen weniger als 50 Prozent der Beschäftigten an einen Tarifvertrag gebunden sind, ein Mindestarbeitslohn eingeführt werden.Auch für Unternehmen ist ein Mindestlohn von Vorteil. „Schon die Erfahrung auf dem Bau und bei den Gebäudereinigern hat gezeigt, dass Mindestlöhne viele vor Lohn- und Sozialdumping schützt,“ so Jurk.Er mahnte gleichzeitig auch eine Mindestlohnregelung für die Zeitarbeitsbranche an. „Die Diskussion um ‚gute Arbeit’ und Mindestlöhne ist mit den heutigen Gesetzen nicht zu Ende.“ Jurk bekräftigte die Forderung nach einem flächendeckenden Mindestlohn.

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