Juso-Vorsitzender Kühnert lässt Zukunft um Parteivorsitz offen

Leipzig - Am Rande einer Podiumsdiskussion im Leipziger Kupfersaal ließ der Juso-Vorsitzende Kühnert seine persönliche Zukunft um eine Kandidatur für den Bundesvorsitzenden am Donnerstag offen. Spätestens im Dezember soll ein neuer Parteivorsitzender gefunden sein. 

Meckern reicht uns nicht! Unter diesem Motto trafen sich Vertreter der Sächsischen Jusos am Donnerstagabend zu einer Podiumsdiskussion im Kupfersaal. Prominenter Diskussionspartner: Der Vorsitzende der Bundesorganisation Kevin Kühnert. Welchen Einfluss junge Menschen auf die Politik nehmen können, sollte diskutiert werden.

Durch die turbulenten letzten Wochen in der SPD wurde aber vor Allem auch diskutiert, welchen Einfluss die Jungen denn in ihrer Partei haben können. Denn ganz nach dem Motto der Veranstaltung reicht das pure Meckern für Kevin Kühnert eben nicht mehr.

 

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Nach dem Abgang von Andrea Nahles, wird Kühnert selbst schon als zukünftiger Parteivorsitzender gehandelt. Mit Peer Steinbrück erteilte ein ehemaliger Kanzlerkandidat diesem Vorschlag jüngst eine Abfuhr. Kühnert selbst hält sich in dieser Frage noch bedeckt.

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Nach aktuellsten Umfragen liegt die SPD in Sachsen bei nur noch 7%. Die Angst vor einem Debakel zur Landtagswahl im September ist nicht geringer geworden. Durch die enormen Zugewinne der AfD im Freistaat sehen die Genossen die Gefahr, dass mit der CDU der derzeitige Koalitionspartner auf Landesebene einknicken könnte.

Die Landtagswahlen sind für den 01. September angesetzt. Ob für Kühnert persönlich meckern nicht mehr nur reicht, wird sich spätestens im Dezember bei der Wahl des oder der neuen SPD-Vorsitzenden zeigen.