Jusos kritisieren sächsische Kultusministerin

Der Freistaat muss Lehramtsausbildung sowie Arbeitsbedingungen weiter verbessern, so kritisieren die sächsischen Jungsozialisten. +++

Anlässlich der Dialogtour von Kultusministerin Kurth (CDU) und dem heute vorgestellten Positionspapier der sächsischen Studierendenvertretungen zum Thema „Lehrer*in werden in Sachsen“ erklärt Tommy Jehmlich, Vorsitzender der Jusos Sachsen: „Der von Kultusministerin Kurth (CDU) aufgenommene Dialogfaden zur künftigen Anstellung als Lehrer*in in Sachsen ist sicherlich ein richtiger wie auch wichtiger Schritt, daher können wir nur an Frau Kurth appellieren, genau hinzuhören und die Sorgen sowie Nöte der Lehramtsstudierenden ernst zu nehmen. Das heute vorgestellte Positionspapier der sächsischen Studierendenvertretungen benennt klipp und klar, was am Studium und Referendariat weiterhin verbessert werden muss. Die Jusos Sachsen unterstützen die Forderungen nach einer weiteren Reform der Lehramtsausbildung hin zu einer an Schulstufen orientierten. Wir brauchen die Gleichberechtigung aller Schularten in Hinblick auf die Regelstudienzeit, welche 10 Semester betragen sollte. Zudem ist der Abbau von Zugangshürden und die weitere Öffnung des Studiums, bspw. durch die Möglichkeit Studium und Vorbereitungsdienst in Teilzeit zu studieren, dringend nötig. Kurth darf jetzt nicht nur mit warmen Worten die übereilte Reform der Reform in der Lehramtsausbildung schön reden, sondern muss aktiv für eine Weiterentwicklung sorgen. Auch dem Freistaat Sachsen würde es gut zu Gesicht stehen, endlich ein Lehrerbildungsgesetz zu verabschieden. Die Jusos Sachsen werden Druck machen, dass dieses Thema auch im kommenden Wahlkampf thematisiert wird und in der kommenden Legislatur umgesetzt wird!“