Justin Sonder verstorben

Chemnitz- Mit dem Tod des Ehrenbürgers und Auschwitzüberlebenden, Justin Sonder, hat die Stadt einen bedeutenden Bürger verloren.

Nur wenige Tage nach seinem 95. Geburtstag verstarb der Chemnitzer am Dienstagmittag in einer Pflegeeinrichtung. Obwohl Justin Sonder nie über die Ereignisse aus der NS-Zeit sprechen wollte, entschied er sich um. 30 Jahre lang ging er deshalb in Schulen, um über das Erlebte zu berichten und zu mahnen. Damit leistete Justin Sonder einen wichtigen Beitrag zur Mahn- und Erinnerungskultur.

Auf Grund seines Engagements wurde der gebürtige Chemnitzer im April 2017 von Barbara Ludwig zum Ehrenbürger ernannt. Auch zu wichtigen Ereignissen der Stadt, wie den Friedenstag, machte sich Justin Sonder stark für die jüdische Gemeinde. Obwohl mit dem Tod von Justin Sonder eine wichtige Person der Stadt, der jüdischen Gemeinde und der NS-Geschichte verloren ging, wird sein Engagement nicht verblassen.

Wer seine Anteilnahme ausdrücken möchte, kann dies im Kondolenzbuch tun. Dieses liegt aktuell im Chemnitzer Rathaus aus. Trotz seines hohen Alters versuchte Justin Sonder so viele Menschen wie möglich an seiner Vergangenheit teilhaben zu lassen. Aus diesem Grund traf er sich vor drei Jahren mit SACHSEN FERNSEHEN und sprach über die Geschehnisse während der NS-Zeit.

Hier finden Sie das komplette Interview mit Justin Sonder.