Justizminister dankt Friedensrichtern

Sebastian Gemkow (CDU) hat am Mittwoch in Leipzig die Tätigkeit langjähriger sächsischer Friedensrichterinnen und Friedensrichter gewürdigt. Derzeit gibt es in Sachsen 315 Friedensrichter, an die sich Bürger bei zivilrechtlichen Streitigkeiten wenden.+++

Das Interview mit Justizminister Sebastian Gemkow (CDU) sehen Sie im Video!

Justizminister Sebastian Gemkow: „Die Friedensrichter sind eine erste Anlaufstelle für die kleinen Nöte der Menschen und leisten dadurch einen wertvollen Beitrag für den Rechtsfrieden in unserem Freistaat. Viele von ihnen tun das schon seit mehr als zehn Jahren. Es war mir ein besonderes Anliegen, ihnen meine Wertschätzung mit der heutigen Dankveranstaltung persönlich zu zeigen.“

Friedensrichter versehen in den sächsischen Gemeinden das Amt der Schiedsstelle. Davon gibt es in Sachsen derzeit 315. Dorthin können sich die Bürger bei zivilrechtlichen Streitigkeiten wenden, um ein Schlichtungsverfahren anzustrengen. In den Schiedsstellen werden aber auch Sühneversuche nach bestimmten Straftaten wie beispielsweise Beleidigung und Hausfriedensbruch unternommen. Schließlich können die Friedensrichter oft auch Bürgeranliegen schon durch Erteilung einer kurzen Auskunft Rechnung tragen. Diese sogenannten „Tür-und-Angel-Fälle“ machen den Großteil der Tätigkeit in den gemeindlichen Schiedsstellen aus. Im Jahr 2014 waren sachsenweit insgesamt 2496 Tür-und-Angel-Fälle, 437 Anträge auf Schlichtungsverfahren und 73 Anträge auf Sühneversuche zu verzeichnen.

Der Einladung des Justizministers in das Amtsgericht Leipzig waren über 50 sächsische Friedensrichterinnen und Friedensrichter gefolgt.

Quelle: Pressemitteilung Sächsisches Staatsministerium der Justiz

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