Kaffeekultur aus Brasilien – dem größten Kaffeeland der Welt

Mit Brazil werden ursprünglich Kaffees bezeichnen, die aus Brasilien kommen. Schwieriger ist es, ausgehend von dem Namen Rückschlüsse auf den Geschmack und die Eigenschaften der Kaffeebohnen zu treffen. Es gibt nämlich sehr große Qualitätsunterschiede zwischen den Kaffeebohnen.

Was ist Kaffee Brazil?

Der Kaffee kommt aus Brasilien und wächst zumeist auf einer Höhe von 200 bis 1000 m über dem Meeresspiegel. Bis heute ist Brasilien der größte Kaffeeproduzent, den es auf der Welt gibt. In 17 von 26 Bundesstaaten werden Kaffeebohnen angebaut. Demnach stammen 98 % der Brasil Cafés aus Sao Paulo, Espirito Santo, Parana und Minas Gerais. 50 % der gesamten Produktion kommen allein aus der Region Parana, die im Süden von Brasilien gelegen ist. Brasil Santos ist ein sehr feiner Kaffee. Hier gibt es weitere Informationen zu diesem außergewöhnlichen Kaffee und seinem Aromaprofil.

Die Pflanzen werden von den Familien hoch in den Bergen von Brasilien angebaut und dann sorgfältig in Handarbeit veredelt. Der Kaffee hat einen sehr geringen Fruchtsäurenanteil. Er schmeckt sehr schokoladig, sogar ähnlich wie Nougat. Das Aroma wird auch als süß beschrieben und besonders mild. Die Bohnen werden trocken aufbereitet und profitieren von den klimatischen Bedingungen in den hohen Bergen von Brasilien auf 700 bis 1350 m Anbauhöhe.

Wo wachsen die Kaffeepflanzen in Brasilien?

Die Pflanzen wachsen in unterschiedlichen Höhenlagen, das gilt für die Robusta- wie auch für die Arabica-Bohnen. 80 % nimmt der Anteil der Arabicas ein. Bis heute gehören die folgenden Sorten zu den bekanntesten aus Brasilien: Brazil Santos, Brazil Lagoa, Brazil Canilon und Brazil Bourbon. Viele brasilianische Kaffeesorten bestehen aus Mischungen, das ist vor allen Dingen bei der Espressomischung der Fall.

Grundsätzlich haben alle diese Sorten einen eher milden Geschmack gemeinsam und einen geringen Anteil an Säuren. Der Koffeingehalt fällt etwas höher aus. Für die konkrete Geschmacksrichtung und die einzelnen Nuancen sind die Anbaugebiete in Brasilien verantwortlich. Wachsen die Kaffeepflanzen eher im Norden von Brasilien in der Nähe der Küste, nehmen Sie das kräftige Aroma des Meerwassers in sich auf. Im Südosten bauen die Kaffeebauern eher die Bourbon Sorten nach alten Traditionen an, sie gehen wiederum mit einem eher würzigen, aber milden Geschmack einher.

Brasilien ist das Kaffeeland und hat damit eine lange Tradition und Geschichte. Bis heute legen viele Kaffeebauern auf ihren Farmen Wert auf Tradition und die althergebrachte in Produktionsverfahren. Daraus entstehen heute hochwertige Kaffees. Die Bauern pflücken die reifen Kaffeekirschen mit der Hand und lassen sie unter der Sonne Brasiliens trocknen. Die Röstung erfolgt schonend in der Trommel, damit die Öle und die natürlichen Aromen unbedingt erhalten bleiben.

Es gibt natürlich auch Kaffeesorten von Brasilien, die aus der Massenproduktion stammen und auf großen Plantagen wachsen. Hier gelten keine so hohen Standards im Anbau und in der Produktion. Die Verbraucher erkennen diesen Kaffee an der selben Ursprungsbezeichnung.

In diesem südamerikanischen Land werden seit mehr als 150 Jahren Kaffeepflanzen angebaut. Die Kaffeegeschichte hat fast romantisch 1727 begonnen. In diesem Jahr schenkte die Frau von dem Gouverneur von Französisch-Guayana einem Bewunderer bei einem Besuch auf den Plantagen ein paar Kaffeebohnen. In der damaligen Zeit war der Kaffee in Europa sehr beliebt und eines der exklusiven Getränke.

Natürlich wollten die Herrscher wie König Louis XV französische Kultur Kolonien kultivieren und den Kaffeeanbau dorthin bringen. Der bewundernde Gouverneurs verkostete nun diesen Kaffee und war von Anfang an begeistert. Er kehrte von seiner Mission schneller nach Hause nach Brasilien zurück und nahm die Kaffeebohnen mit. Dort baute er die ersten Kaffeepflanzen an. Die Basis für eine unglaubliche Kaffeegeschichte war gelegt. Bis heute haben viele das Gefühl, dass diese Tradition und Begeisterung in den unterschiedlichen Kaffeesorten mitgetragen wird.