Kalkung soll Waldschäden aus 200 Jahren heilen

Sachsen- In den Mittelgebirgslagen Sachsens beginnt die Kalkung von ausgewählten Waldflächen. Damit wird der übermäßigen Versauerung von Waldböden entgegengewirkt. Das teilte Sachsens Umweltminister Wolfram Günther mit. Um die Säureverbindungen im Boden zu neutralisieren, werden natürliche, basisch wirkende Gesteinsmehle verwendet.

Seit rund 35 Jahren werden in Sachsen Waldböden, die besonders belastet sind, gekalkt. Ursache für das gestörte Ökosystem seien 200 Jahre menschlich verursachte Schadstoffeinträge, so der Grünen-Politiker. Erhebungen zum Bodenzustand zeigten, dass die Waldböden in Sachsen tiefreichend versauert sind. Ursache seien die Schwefel- und Stickstoffverbindungen, die mit dem sauren Regen in die Böden eingetragen und gespeichert wurden.