Anzeige Im Kalkwerk Lengefeld zurück ins Mittelalter

Lengefeld - Das Kalkwerk Lengefeld zählt zu den bedeutendsten technischen Denkmalen der alten Bindemittelindustrie in Europa. Der Abbruch von Kalkstein lässt sich bis ins 16. Jahrhundert zurückverfolgen und ist damit eines der historischesten Verfahren der Industriekultur. 

In Lengefeld ca. 30 Kilometer von Chemnitz entfernt befindet sich eines der historischsten Museumsstätten in Sachsen. Das Kalkwerk Lengefeld hat eine lange Tradition, die sich vom Mittelalter über die Frühe Neuzeit bis in die Gegenwart erstreckt. Heute ist der Ort ein technisches Denkmal und vermittelt eine lange Tradition der Kalkgewinnung und -verarbeitung. Das Kalkwerk kann auf eine bewegte Geschichte, sowohl als Bergwerk wie auch als Museumsstätte, blicken. Kalkstein wurde in der Lengefelder Lagerstätte bis Anfang des 20. Jahrhunderts unter schwerster körperlicher Anstrengung ausschließlich über Tage und deshalb nur saisonal von Frühjahr bis Herbst abgebaut und verarbeitet. Der Tagebruch ist Bestandteil des heutigen Fauna-Flora-Habitats. In den Sommermonaten Juni und Juli verwandelt sich die Bruchsohle in eine blühende Landschaft. Tausende wild wachsende Orchideen entfalten dann ihre Blütenpracht. Direkt angegliedert an das Denkmal ist das Unternehmen GEOMIN - Erzgebirgische Kalkwerke GmbH, ein Verarbeitungsbetrieb, der weiße Dolomitmarmor zu Mehlen und Feinsanden sowie Terrazzokörnungen verarbeitet.

Das seit 1978 restaurierte und heute für Öffentlichkeit zugängliche Kalkwerk kann aktuell nur nach vorheriger Anmeldung besichtigt werden.

Weitere Informationen finden Sie auf  industriekultur-in-sachsen.de

© Museum Kalkwerk Lengefeld
© Museum Kalkwerk Lengefeld