Kampagne für mehr UV-Schutz bei Nachwuchssportlern

Dresden – In Deutschland gibt es jedes Jahr über 300 000 Hautkrebs – Neuerkrankungen. Dabei würden sich viele Fälle vermeiden lassen, würde man schon in der Kindheit und Jugend auf UV – Schutz achten, wie Mediziner:innen meinen. Dazu möchten die Deutsche Krebshilfe und der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) eine bundesweite Kampagne starten. Diese soll die Wichtigkeit von UV – Schutz im Sport verbreiten. 

© Chemnitz Fernsehen

Friederike Stölzel vom Präventionszentrum am Nationalen Centrum für Tumorerkrankungen Dresden (NCT) meint, sei die UV – Strahlung beim Sport eine bekannt. Jedoch unzureichend umgesetzt. Und das obwohl das Risiko bei Outdoor – Sport extrem hoch sei. Weiterhin sagt er, dass Nachwuchssportler sich etwa 1000 Stunden im Jahr in der Sonne aufhalten würden. Der Schweiß, welcher die Haut rot werden lies unterstütze das Ansteigen des Krebsrisikos.

In der Kampagne wird sich zunächst auf die 11 500 Kinder und Jugendlichen konzentriert, welche an die 43 Elite – Sportschulen in Deutschland zur Schule gehen. 

Als nächstes würde man alle Schule mit Sportprofilen einbeziehen. Und später auch Vereine und Verbände, sowie den Gesundheitssport.

Mit Hilfe von Videospots, Postern mit Verhaltensregeln oder Handbüchern mit Informationen soll das Thema an die Sportler und Trainer herangebracht werden. Die Tipps für den richtigen Sonnenschutz sollen sich in den Sportleralltag integrieren. Zu den Tipps zählen beispielsweise:

  • statt in der Mittagssonne am Morgen oder Nachmittag trainieren,
  • luftige Kleidung tragen,
  • Läufe und Radstrecken durch Wälder und
  • Schultern, Arme und Beine bedecken.

Wie Stölzel meint, würde es schon eine große Veränderung geben, wenn sich die eigne Einstellung, die direkte Sonne zu meiden, ändern würde. Vor allem im Freien seien Sport und Bewegung wichtig für die Krebsprävention, dabei darf der UV – Schutz aber nicht aus den Augen verloren werden. (mit dpa)