Kampf den leeren Klassenzimmern – Statistik zum Schulausfall in Sachsen oft falsch!

Die Zahlen sind erschreckend. Immer öfter fallen Unterrichtsstunden an Sachsens Schulen aus. Die Statistik des Kultusministeriums zu diesem Thema stellt die Landtagsfraktion DIE LINKE allerdings nicht zufrieden. Die Partei hat deshalb selber nachgefragt. +++

Die Landtagsfraktion hat sachsenweit Eltern, Schüler und Lehrer angefragt, Schulausfall von drei zufällig ausgewählten Wochen zu melden. In erster Linie meldeten sich die Schüler zurück und schilderten ihre Unterrichtsausfälle – die Zahlen sind dabei sehr unterschiedlich. So fielen an einer Schule lediglich drei Stunden in den drei Wochen aus, woanders waren es 27 – das ist fast eine ganze Schulwoche.

Als Gründe für die Ausfälle sieht die Landtagsfraktion DIE LINKE den Lehrermangel und den hohen Altersdurchschnitt des Schulpersonals. Dadurch ergeben sich Lücken im vermittelten Unterrichtsstoff. Auch die Schulen hoffen auf eine Verbesserung der Situation, die sich endlich ein Handeln der Politik wünschen würden.

Drei sächsische Schulen erhielten nun einen Preis als Dankeschön für die Teilnahme an der Umfrage. Mit den Ergebnissen möchte DIE LINKE auf die Diskrepanz zwischen realen Unterrichtsausfällen und der Statistik des Kultusministeriums aufmerksam machen. Die sächsische Linksfraktion steht mit ihrer Umfrage nicht alleine da. Der Landesschülerrat will im November ebenfalls eine Umfrage über den realen Unterrichtsausfall an sächsischen Schulen durchführen. Denn so wird vielleicht erreicht, dass Bilder von leeren Klassenzimmern langfristig seltener zu sehen sein werden.