Nach Bombenfund in der Neustadt – Experten beobachten Gebiet weiter

Dresden - Bei Bauarbeiten an der Scheunenhofstraße ist Donnerstagmorgen ein verdächtiger metallischer Gegenstand aufgetaucht. Es handelte sich dabei um eine fünf Zentner schwere Fliegerbombe amerikanischer Bauart. Der Sprengsatz war laut Kampfmittelbeseitigungsdienst ungefährlich. Dennoch behalten die Experten das Gelände im Auge.

 

Zu einem Großeinsatz sind Kampfmittelbeseitigungsdienst und Polizei am Vormittag in die Neustadt ausgerückt. Eine Fliegerbombe wurde bei Baggerarbeiten an der Scheunenhofstraße Höhe Schönbrunnstraße freigelegt. Baggerfahrer René Thonig hatte den über 70 Jahre alten Sprengsatz gegen kurz vor 10 Uhr ans Tageslicht befördert.

Die Arbeiten an der Scheunenhofstraße Höhe Schönbrunnstraße wurden sofort abgebrochen. Während die Polizei das Areal absperrte, rückten Experten des Kampfmittelbeseitigungsdienstes an. Bereits am Mittag konnten die Spezialisten Entwarnung geben. Der Zünder der Bombe fehlte. So konnte das Geschoss ohne Evakuierungsmaßnahmen abtransportiert werden.

© Roland Halkasch

Einem Hinweis aus der Bevölkerung folgend, hatte Sprengmeister Jörg Lange das Gelände aber auch danach noch genau im Auge. Demnach solle sich auf dem Gelände ein weiteres Relikt aus Kriegszeiten befinden. Polizei und Sprengmeister nehmen den Hinweis der 84-jährigen Zeitzeugin ernst. Nachdem der Sprengmeister das Gelände freigibt, sollen die Bauarbeiten fortgesetzt werden.

Bombenfunde bei Bauprojekten in Dresden gehören geradezu zum Alltag. Immer wieder stoßen Bauarbeiter auf Teile von Sprengsätzen. Dass die Zünder bereits entfernt wurden, sei laut dem Sprengmeister nicht unüblich. Die Geschosse wurden nach dem Zweiten Weltkrieg häufig unschädlich gemacht und dann in der Erde liegen gelassen.

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