Kanadisch-indianischer Künstler zu Gast im GRASSI Museum für Völkerkunde

David Seven Deers erzählt in seinem Buch „Heelahs Traum“ und andere indianische Schöpfungsgeschichten.

“Heelah, die Räbin, träumt Nacht für Nacht von einer wunderbaren Welt: Kinder rennen lachend durchs hohe Gras, tollen im hellen Licht der Sonne und versammeln sich abends ums wärmende Feuer…” Am 28. Mai, 15 Uhr ist der kanadische Künstler David Seven Deers im GRASSI Museum für Völkerkunde zu Gast. David Seven Deers vom Volk der Skwah-Stó-lo-Halkomelem erzählt in seinem neuen Buch für Kinder, Jugendliche und Junggebliebene wie das Licht in die Welt kam. Er stellt innerhalb der Veranstaltungsreihe „Kinder im Museum“ sein Buch und Geschichten der Rabenfrau Heelah vor.

David Seven Deers indianische Schöpfungsgeschichte basiert auf den traditionellen Erzählungen seines Volkes, den Coast-Salish. Und so kann man erfahren, wie es dazu kam, dass der Wal im Wasser und der Adler hoch in den Bergen lebt. Und warum sich der Rabe nie genau entscheiden konnte, wo er sich am wohlsten fühlt.

David Seven Deers wurde 1957 in Vancouver geboren. Er besuchte ab 1974 die Vancouver School of Art. 1978 reiste er erstmals nach Europa. Heute arbeitet er als Bildhauer und Schriftsteller. In Kanada, den USA und in Westeuropa ist er ein bekannter Vertreter indianischer Kunst, der seinen eigenen modernen Stil entwickelt hat. 1995 war er in Hamburg und München eingeladen, an den jeweiligen Völkerkundemuseen Totempfähle zu schaffen.
Seit 2002 Deers mit seiner Frau Susanna und ihren Kindern auf der eigenhändig von ihnen aufgebauten Ranch „Shaheylah“, die sehr abgelegen, etwa 600km östlich von Vancouver nahe der US Grenze auf 1200m Höhe, in der Wildnis der kanadischen Berge liegt.

Karten: 6/3 Euro; Kinder bis 16 Jahre 2 Euro (Karte gilt auch für die Dauerausstellung)
Kartenvorbestellung unter: Telefon 0341/9731-900 oder mvl-grassimuseum@ses.museum