Kanalnetz teilweise stark sanierungsbedürftig

Rund ein Drittel des Chemnitzer Abwasserkanalnetzes ist in einem mangelhaften Zustand.

Laut dem Entsorgungsbetrieb der Stadt Chemnitz (ESC) soll deshalb in den kommenden Jahren das unterirdische Rohrleitungssystem nach und nach saniert werden.

Viele der Chemnitzer Abwasserkanäle sind älter als 80 Jahre und zeigen starke Abnutzungserscheinungen.

Interview: Manfred Wüpper, Betriebsleiter ESC

Fünfzig Prozent des Chemnitzer Kanalnetzes wurde nach der Wende errichtet und ist noch in einem guten Zustand.

Für die andere Hälfte arbeiten der ESC als Verwalter, und die „eins einergie in sachsen“ als Betreiber der Abwasseranlagen derzeit einen Sanierungsplan aus.

In den kommenden Jahren sollen bis zu 20 Millionen Euro pro Jahr in entsprechende Maßnahmen fließen, insgesamt könnten es 200 bis 300 Millionen Euro sein.

Die Abwassergebühren werden deshalb mit Sicherheit steigen.

So wird für den Kubikmeter Schmutzwasser statt bisher 2,66 Euro bis zum Jahr 2022 geschätzt bis zu 3,87 Euro fällig.

Interview: Manfred Wüpper, Betriebsleiter ESC

Die Sanierungen des Kanalnetzes sollen eng mit dem Tierbauamt der Stadt Chemnitz abgestimmt werden.

Nicht jeder Straße, unter der eine marode Abwasserleitung liegt, droht deshalb eine Aufgrabung.

Interview: Manfred Wüpper, Betriebsleiter ESC

Derzeit laufen noch die letzten Planungen.

Im kommenden Jahr soll dann mit den Bauarbeiten an den dringendsten Abschnitten im Abwasserkanalnetz begonnen werden.

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