Kanzlerkandidat spricht zu Chemnitzern

Am Donnerstagabend hat Peer Steinbrück, Kanzlerkandidat der SPD vor knapp 400 Chemnitzern auf dem Chemnitzer Neumarkt eine Wahlansprache gehalten.

Zunächst ergriff jedoch Martin Dulig, SPD Landesvorsitzender am Neumarkt das Wort.

In seiner Rede kamen Mindestlöhne, soziale Gerechtigkeit und vor allem Bildung als Chance für alle Kinder ebenso glaubhaft wie Energiewende und wirtschaftliche Vernunft rüber.

Ihm folgten die beiden Direktkandidaten Simone Raatz für den Landkreis Mittelsachsen und Detlef Müller für Chemnitz.

Während sich Raatz offen für eine Frauenquote aussprach, forcierte Müller sozialen Wohnraum für alle Generationen.

Der mit 25 Jahren wohl jüngste SPD-Kandidat, der für das Vogtland ins Rennen geht, Benjamin Zabel konnte dann bei den anwesenden Zuhörern mit guter Bildung punkten.

Mit ihm im Duell trat mit Simone Violka, eine weitere Direktkandidatin der Region auf, die sich unter anderem für Nachhaltigkeit auch bei Finanzierungen einsetzt.

Nach knapp einer Stunde wurden sie dann endlich beantwortet, die Fragen, die die Chemnitzer zuvor an den SPD Kanzlerkandidaten richten konnten.

Mit seinen Antworten traf Peer Steinbrück den Nerv der Zuhörer, keine steife Kampfansage, keine rhetorischen Floskeln und der Blick dabei immer in die Masse gerichtet.

Gerechtigkeit und wir… das waren die Worte, welche am Abend immer wieder zu hören waren und die anscheinend nicht nur bei den Chemnitzer Wählern ankamen.

Interview: Martin Dulig – sächsischer Landesvorsitzender der SPD

Dass nicht alle Zuhörer bei der Stippvisite von Steinbrück sofort auf Tour kamen, ist nachvollziehbar.

Einige haben noch offene Fragen und für alle sind es bis zur Bundestagswahl am 22. September nur noch 30 Tage.

Der Aufruf von Steinbrück das Wahlrecht zu nutzen und nicht zu verschenken, der war deutlich und kam bei allen an.

SACHSEN FERNSEHEN hat sie nach ihrem Eindruck vom Auftritt des SPD Spitzenkandidaten befragt.