Kapellenberg fehlen die Lebensmittelmärkte

Um die Nahversorgungslage im Chemnitzer Stadtteil Kapellenberg zu verbessern, hat die gemeinsame Stadtratsfraktion von CDU und FDP eigene Vorschläge eingebracht.

In dem Stadtteil hatten Ende des vergangenen Jahres sowohl der Getränkemarkt an der Goethestraße, als auch der Supermarkt an der Neefestraße schließen müssen. Der Einkaufsmarkt an der Parkstraße ist bereits seit Juni 2014 geschlossen. Damit ist die fussläufige Nahversorgung in dem Stadtteil deutlich eingeschränkt.

Die Fraktion von CDU und FDP drängt nun darauf, dass die Stadtverwaltung für die leerstehenden Objekte schnellstmöglich wieder Interessenten findet.

Zudem solle in Betracht gezogen werden, die verkehrsberuhigte Neefestraße in diesem Gebiet wieder an die Kappler Drehe anzuschließen. Damit soll der Betrieb von Einzelhandelsgeschäften für den Kapellenberg wieder attraktiver gemacht werden.

In einer Stellungnahme erteilt das Chemnitzer Baudezernat allerdings solchen Überlegungen eine Absage. So sei eine Anbindung der B169 an die alte Neefestraße nicht nur zu teuer, dieser Schritt würde auch zu einem belastenden Durchgangsverkehr für die Anwohner führen.

Bei der Wiederbelebung alter Marktstandorte favorisiert die Verwaltung das Gebäude an der Neefestraße 52. Hier könnte die Verkaufsfläche ohne größere bauliche Maßnahmen auf 1.000 m² vergrößert werden. Allerdings lägen derzeit noch keine ernsthaften Angebote für das Objekt vor.

Die anderen beiden Standorte an der Park- sowie der Goethestraße sind nach Ansicht des Baudezernates aufgrund ihrer Größe nicht für die Ansiedlung von Lebensmittelmärkten geeignet.