Karl Schmidt-Rottluff in den Kunstsammlungen Chemnitz

Der 1884 in Chemnitz geborene Karl Schmidt-Rottluff gilt als einer der bedeutensten deutschen Künstler des 20. Jahrhunderts.

In seiner Heimatstadt wird dem großen Expressionisten die bisher umfangreichste Ausstellung ihrer Art gewidmet. Bei der Eröffnung am Wochenende werden auch zum Teil nie gezeigte Werke zu sehen sein.

Leuchtende Farbflächen, die sich zu außergewöhnlichen Motiven formen – Karl Schmidt-Rottluff gehörte als Expressionist zur Speerspitze der deutschen Avandgarde des frühen 20. Jahrhunderts.

Den Umgang mit Farbe und deren Wirkungen bezeichnete er selbst als das Wesentliche seiner Malerei.

Die Kunstsammlungen Chemnitz zeigen ab Sonntag insgesamt 490 Werke des weltbekannten Künstlers im Museum am Theaterplatz. Dabei wird der gesamte Bestand der sich Besitz des Museums befindet sowie zahlreiche Leihgaben aus siebzig Schaffensjahren Karl Schmidt-Rottluffs präsentiert.

Interview: Dr. Ingrid Mössinger, Generaldirektorin Kunstsammlungen Chemnitz

Die berühmte Künstlergruppe „Brücke“ wurde 1905 in Dresden ins Leben gerufen. Neben Karl Schmidt-Rottluff hatten zuvor auch deren Mitglieder Ernst Ludwig Kirchner und Erich Heckel ihren Lebensmittelpunkt in Chemnitz.

Gemeinsam entwickelten die Künstler ein neues Kunstverständnis, das durch die Machtergreifung der Nationalsozialisten als „entartet“ defamiert wurde. Davon war auch Karl Schmidt-Rottluff betroffen, der ab 1941 unter einem Malverbot zu leiden hatte.

Aus der Not wandte er sich verstärkt der kunsthandwerklichen Seite seines Schaffens zu und gestaltete unter anderem Schmuck. In der Ausstellung sind zahlreiche solcher Arbeiten zu entdecken neben einer Vielzahl von Gemälden, Zeichnungen, Druckgrafiken und Skulpturen.

Der Besucher wird mit der Vielfalt der Ausdrucksmöglichkeiten Schmidt-Rottlufs regelrecht beeindruckt.

Interview: Dr. Ingrid Mössinger, Generaldirektorin Kunstsammlungen Chemnitz

Die umfangreiche Ausstellung zum Werk Karl Schmidt-Rottluffs, die sich über zwei Etagen erstreckt, ist noch bis zum 10. April in den Kunstsammlungen Chemnitz am Theaterplatz zu erleben.