Kartendaten in Dresden-Pieschen ausgespäht

Unbekannte haben in einer Filiale an der Großenhainer Straße einen Geldautomaten manipuliert. Mit den abgeschöpften Daten hoben sie später etwa 100.000 Euro von den Konten der Geschädigten ab. +++

Unbekannte haben in der Filiale eines Kreditinstitutes an der Großenhainer Straße einen Geldautomaten manipuliert. Mit den abgeschöpften Daten hoben sie später etwa 100.000 Euro von den Konten der Geschädigten ab. 

Ermittlungen der Dresdner Kriminalpolizei zufolge hatten die Täter den Automaten mit einem Kartenlesegerät ausgestattet. Weiterhin brachten sie an der Decke der Filiale eine Videokamera an. So waren sie an die Kartendaten und die dazugehörigen PIN-Nummern der Kunden gelangt. Nach bisherigen Erkenntnissen sind mindestens 130 Kartendaten ausgespäht worden. Die Manipulation des Geldautomaten blieb bis zum 26. September unentdeckt. 

Mit den abgeschöpften Datensätzen erstellten die Täter im Nachgang Duplikate der EC-Karten. Mit Hilfe derer sind in den vergangenen Tagen etwa 100.000 Euro von den Konten der Geschädigten abgehoben worden. Die Duplikate kamen in Argentinien zum Einsatz.

Die Dresdner Kriminalpolizei hat die Ermittlungen aufgenommen. In diesem Zusammenhang sicherten die Kriminalisten Spuren am Tatort, welche momentan ausgewertet werden. Konkrete Hinweise auf die Täter liegen bislang noch nicht vor. Vor dem Hintergrund der Spezifik dieser Kriminalitätsform ist nicht auszuschließen, dass es noch weitere „Skimmingfälle“ in Dresden gegeben hat. Die Ermittlungen dauern an.

Die Dresdner Polizei rät: 

 Decken Sie während der PIN-Eingabe das Tastaturfeld mit der Hand oder einem Gegenstand als Sichtschutz ab! Nutzen Sie keinen Geldausgabeautomaten, an dem Ihnen etwas ungewöhnlich erscheint!  Verdächtige Verblendungen, abstehende oder lockere Teile sollten Sie misstrauisch machen!Bei Verdacht auf Manipulation sollten Sie umgehend die Polizei verständigen!Kontrollieren Sie regelmäßig Ihre Kontoauszüge und wenden Sie sich bei Auffälligkeiten sofort an Ihre Bank!

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