Dresden – Sachsen Fernsehen https://www.sachsen-fernsehen.de Das lokale Nachrichtenportal für Sachsen Tue, 03 Nov 2026 09:19:05 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=7.1.4 Fünf Festnahmen bei Razzien gegen Kollektiv Zwickau https://www.sachsen-fernsehen.de/fuenf-festnahmen-bei-razzien-gegen-kollektiv-zwickau-2320236/ Tue, 03 Nov 2026 09:19:05 +0000 https://www.sachsen-fernsehen.de/?p=2320236

Dresden - Die Staatsanwaltschaft Dresden und das Landeskriminalamt Sachsen ermitteln gegen zwölf Personen im Alter zwischen 18 und 36 Jahren wegen des Verdachts der Bildung krimineller Vereinigungen. Im Mittelpunkt steht die politische Gruppe „Kollektiv Zwickau“, deren Mitglieder sich nach bisherigen Erkenntnissen der Ermittler im Jahr 2022 zusammengeschlossen haben sollen. Bei einem groß angelegten Polizeieinsatz am Dienstag, dem 3. November 2026, wurden fünf Beschuldigte festgenommen. Auch in Leipzig fanden Durchsuchungen statt.

Ermittlungen gegen zwölf Beschuldigte

Nach Angaben der Staatsanwaltschaft Dresden und des Polizeilichen Terrorismus- und Extremismus-Abwehrzentrums (PTAZ) des Landeskriminalamts Sachsen soll sich die Gruppe im Jahr 2022 in Zwickau gegründet haben. Die Ermittlungsbehörden beschreiben das „Kollektiv Zwickau“ als politische, kommunistische Gruppierung, die sich gegen rechtsradikale und menschenfeindliche Strukturen richten wollte.

Den Beschuldigten wird vorgeworfen, sich über mehrere Jahre hinweg zur Begehung von Straftaten verabredet zu haben. Dazu sollen insbesondere Körperverletzungsdelikte gegen politisch Andersdenkende sowie Sachbeschädigungen gehört haben.

Ob und in welchem Umfang die einzelnen Beschuldigten an konkreten Straftaten beteiligt gewesen sein sollen, geht aus der gemeinsamen Medieninformation nicht hervor.

Durchsuchungen auch in Leipzig und Dresden

Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Dresden erließ das Amtsgericht Dresden Haftbefehle gegen vier Beschuldigte im Alter von zweimal 22, 33 und 36 Jahren. Zudem ordnete das Gericht zahlreiche Wohnungsdurchsuchungen an.

Die Ermittler durchsuchten Objekte in Zwickau, Dresden, Leipzig, Saalfeld, Bremen und Hamburg. Damit erstreckte sich der Polizeieinsatz auf mehrere Bundesländer.

Die Maßnahmen wurden vom Landeskriminalamt Sachsen durchgeführt. In Thüringen, Hamburg und Bremen unterstützten Beamte der jeweiligen Landeskriminalämter die Durchsuchungen.

Welche Wohnungen und Objekte in Leipzig konkret betroffen waren, teilten die Ermittlungsbehörden nicht mit.

Fünfter Beschuldigter nach Angriff festgenommen

Vier der fünf Festnahmen erfolgten auf Grundlage bereits bestehender Haftbefehle. Die Beschuldigten wurden im Zuge des Polizeieinsatzes festgenommen.

Ein weiterer Mann im Alter von 20 Jahren wurde vorläufig festgenommen. Nach Angaben der Ermittlungsbehörden soll er während einer Durchsuchung einen Polizeibeamten tätlich angegriffen haben. Die vorläufige Festnahme erfolgte auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Dresden.

Alle fünf Festgenommenen sollen noch am Dienstag dem zuständigen Ermittlungsrichter am Amtsgericht Dresden vorgeführt werden. Dort soll über das weitere Vorgehen entschieden werden.

Ermittlungen und Durchsuchungen dauern an

Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung der gemeinsamen Medieninformation waren die Durchsuchungsmaßnahmen noch nicht abgeschlossen. Angaben zu möglichen Beweismitteln oder sichergestellten Gegenständen machten Staatsanwaltschaft und Landeskriminalamt zunächst nicht.

Die Ermittlungen richten sich insgesamt gegen zwölf Beschuldigte. Welche weiteren strafrechtlichen Vorwürfe neben dem Verdacht der Bildung krimineller Vereinigungen geprüft werden, wurde nicht näher erläutert.

Für sämtliche Beschuldigte gilt die Unschuldsvermutung. Ob es zu einer Anklage kommt, ist derzeit offen.

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2.238 neue Auszubildende im Handwerk Ostsachsens https://www.sachsen-fernsehen.de/2-238-neue-auszubildende-im-handwerk-ostsachsens-2319657/ Mon, 02 Nov 2026 13:55:53 +0000 https://www.sachsen-fernsehen.de/?p=2319657

Dresden - Die Handwerksbetriebe in Ostsachsen setzen weiterhin auf die Ausbildung junger Fachkräfte. Trotz der angespannten wirtschaftlichen Lage haben in diesem Jahr 2.238 Frauen und Männer eine Ausbildung im Handwerk begonnen. Das geht aus aktuellen Zahlen der Handwerkskammer Dresden hervor. Damit liegt die Zahl der neuen Ausbildungsverträge nur leicht unter dem Vorjahresniveau.

Ausbildungszahlen bleiben nahezu stabil

Zum Stichtag 31. Oktober 2026 wurden im Kammerbezirk Dresden insgesamt 2.238 neue Ausbildungsverträge registriert. Darunter sind 504 Frauen und 1.734 Männer.

Im vergangenen Jahr hatten 2.282 Menschen eine Ausbildung im Handwerk begonnen. Damit wurden in diesem Jahr 44 Ausbildungsverträge weniger abgeschlossen. Das entspricht einem Rückgang von rund 1,9 Prozent.

Die Zahlen umfassen die Landkreise Meißen, Bautzen, Görlitz und Sächsische Schweiz-Osterzgebirge sowie die Landeshauptstadt Dresden.

Handwerksbetriebe investieren in Fachkräftenachwuchs

Die Handwerkskammer Dresden bewertet die Entwicklung angesichts der schwierigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen positiv.

„Diese Zahlen unterstreichen einmal mehr, das Handwerk ist der Ausbilder der Nation und übernimmt Verantwortung. Auch wenn die Konjunktur schwächelt, bilden die Handwerksbetriebe weiter aus“, erklärt Andreas Brzezinski, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Dresden.

Die Unternehmen würden damit auch langfristig ihre Personalplanung sichern. „Die Betriebe wissen: Wer morgen Fachkräfte braucht, muss sich schon heute um den Nachwuchs kümmern“, so Brzezinski.

Mehr als 900 erfolgreiche Abschlussprüfungen

Neben den neuen Ausbildungsverträgen verweist die Handwerkskammer auf die Ergebnisse der diesjährigen Sommerprüfungen.

Insgesamt 912 Frauen und Männer haben ihre Gesellen- und Abschlussprüfungen erfolgreich bestanden. Sie stehen dem Arbeitsmarkt damit als ausgebildete Fachkräfte zur Verfügung.

Die Handwerkskammer betont die Bedeutung dieser Absolventen für die regionale Wirtschaft und die Fachkräftesicherung in den Betrieben.

Kfz-Mechatroniker bleibt besonders gefragt

Das Handwerk in Ostsachsen bietet Ausbildungsmöglichkeiten in mehr als 80 verschiedenen Berufen. Die Bandbreite reicht von technischen und industriell geprägten Tätigkeiten bis zu klassischen Handwerksberufen.

Besonders viele neue Ausbildungsverträge wurden 2026 im Bereich Kraftfahrzeugmechatronik abgeschlossen. Mit 335 Verträgen liegt dieser Beruf an der Spitze der Ausbildungsstatistik.

Es folgen Anlagenmechaniker für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik mit 187 neuen Verträgen und Elektroniker mit 186 Verträgen.

Auch Friseure (106), Tischler (100), Maler und Lackierer (98), Dachdecker (89) sowie Fachverkäufer im Lebensmittelhandwerk (85) gehören zu den beliebtesten Ausbildungsberufen der Region.

Ausbildung als Grundlage für die Zukunft

Die aktuellen Zahlen zeigen, dass die Ausbildung im Handwerk trotz wirtschaftlicher Herausforderungen weiterhin eine wichtige Rolle in Ostsachsen spielt.

Mit mehr als 2.200 neuen Ausbildungsverträgen und über 900 erfolgreichen Abschlussprüfungen im Sommer bleibt das regionale Handwerk ein bedeutender Ausbildungsbereich.

Für die Betriebe ist die Nachwuchsförderung dabei auch eine Möglichkeit, den künftigen Bedarf an qualifizierten Fachkräften zu decken.

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Zwei Polizeieinsätze am Dresdner Hauptbahnhof https://www.sachsen-fernsehen.de/zwei-polizeieinsaetze-am-dresdner-hauptbahnhof-2319540/ Mon, 02 Nov 2026 10:23:42 +0000 https://www.sachsen-fernsehen.de/?p=2319540

Dresden - Am Dresdner Hauptbahnhof ist die Bundespolizei am Samstag, dem 31. Oktober 2026, zu zwei Einsätzen wegen Bedrohungen ausgerückt. In einem Fall bedrohte ein Mann eine Person mit einem Brotmesser. Wenige Stunden später kam es in einem Geschäft zu einem weiteren Vorfall, bei dem ein Mann auch gegenüber den Einsatzkräften aggressiv auftrat.

43-Jähriger bedroht Person mit Brotmesser

Der erste Einsatz ereignete sich am Samstagmittag im Dresdner Hauptbahnhof. Nach Angaben der Bundespolizei bedrohte ein 43-jähriger Deutscher eine andere Person mit einem Brotmesser. Der Sicherheitsdienst der Deutschen Bahn alarmierte daraufhin die Einsatzkräfte.

Als die Bundespolizisten vor Ort eintrafen, ließ der Mann das Messer zu Boden fallen. Die Beamten brachten den 43-Jährigen anschließend zur Dienststelle, um die erforderlichen polizeilichen Maßnahmen einzuleiten.

Der Sicherheitsdienst der Deutschen Bahn sprach gegen den Mann ein zweijähriges Hausverbot für den Dresdner Hauptbahnhof aus. Weitere Einzelheiten zu den Hintergründen der Bedrohung teilte die Bundespolizei nicht mit.

Zweiter Einsatz am Samstagabend in einem Geschäft

Am Samstagabend wurde die Bundespolizei erneut zum Hauptbahnhof gerufen. Diesmal hatte ein 63-jähriger Deutscher in einer Einkaufsfiliale mehrere Angestellte bedroht und beleidigt.

Auch nach dem Eintreffen der Beamten beruhigte sich die Situation nicht. Laut Bundespolizei verhielt sich der Mann weiterhin aggressiv und sprach Drohungen gegen die Einsatzkräfte aus.

Als die Polizisten ihn festnehmen wollten, leistete der 63-Jährige erheblichen Widerstand.

Diebesgut aus mehreren Geschäften entdeckt

Bei der anschließenden Kontrolle stellten die Bundespolizisten außerdem Diebesgut fest, das aus mehreren Geschäften des Dresdner Hauptbahnhofs stammte.

Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wurde der 63-Jährige wieder entlassen. Die Bundespolizei leitete gegen ihn ein Ermittlungsverfahren wegen Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte und Diebstahls ein.

Damit musste die Bundespolizei am 31. Oktober innerhalb weniger Stunden zweimal wegen Bedrohungen am Dresdner Hauptbahnhof einschreiten. Während der erste Vorfall mit einem zweijährigen Hausverbot endete, laufen im zweiten Fall strafrechtliche Ermittlungen.

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Pfefferspray-Verdacht bei Halloween-Party – zehn Menschen verletzt https://www.sachsen-fernsehen.de/pfefferspray-bei-halloween-party-zehn-menschen-verletzt-2319411/ Sun, 01 Nov 2026 09:40:27 +0000 https://www.sachsen-fernsehen.de/?p=2319411

Dresden- Bei einer Halloween-Party in Dresden sind zehn Menschen mutmaßlich durch Pfefferspray verletzt worden.

Wie die Feuerwehr mitteilte, klagten die Betroffenen in der Nacht über Reizungen der Augen. Sie wurden ambulant behandelt. Weil anfänglich unklar war, wie viele Menschen verletzt wurden, rückten Feuerwehr und Rettungsdienst mit einem großen Aufgebot von 42 Kräften an. Die Polizei hat Ermittlungen zu dem Vorfall aufgenommen. (dpa)

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Autos, Action und Glitzertattoos https://www.sachsen-fernsehen.de/autos-action-und-glitzertattoos-2318133/ Sun, 01 Nov 2026 07:00:41 +0000 https://www.sachsen-fernsehen.de/?p=2318133

Zum zehnten Happy Sunday lädt die Gläserne Manufaktur am Sonntag, 8. November 2026, Groß und Klein zu einem Familientag ein. Von 10 bis 17 Uhr erwartet Besucherinnen und Besucher ein Programm mit Fahrzeugen zum Anfassen, Einblicken in den Automobilbau und verschiedenen Mitmachangeboten.

Auf dem Programm stehen unter anderem Kurzführungen durch die Fertigung, die rund 30 Minuten dauern und auf Deutsch sowie Englisch angeboten werden. Außerdem gibt es Probefahrten mit aktuellen ID.-Modellen sowie Beratung und eine Fahrzeugausstellung. Ergänzt wird das Programm durch eine Disco Area mit Musik und Tanz sowie kulinarische Angebote des Restaurantpartners SPEISEWERK.

Auch für die jüngsten Besucher gibt es einiges zu entdecken. Kinder können ihren eigenen ID.3 bauen, sich im Kreativbereich beim Basteln ausprobieren oder die Stylingbar mit Schminken und Glitzertattoos besuchen.

Happy Sunday im Überblick

Datum: Sonntag, 8. November 2026
Uhrzeit: 10 bis 17 Uhr
Ort: Gläserne Manufaktur Dresden
Eintritt: 4,50 Euro, ermäßigt 3 Euro (Tickets sind auch online erhältlich)
Veranstaltung: Familienprogramm mit Führungen, Probefahrten und Kinderaktionen

Wer am 8. November keine Zeit hat, kann die Gläserne Manufaktur auch regulär besuchen. Von Montag bis Freitag ist sie 10 bis 18 Uhr für Besucher geöffnet. Angeboten werden unter anderem Kurzführungen, eine Premium-Tour, ein Mach-Mit-Erlebnis sowie Probefahrten mit aktuellen E-Modellen der Marke Volkswagen.

Weitere Informationen dazu gibt es hier.

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Mit dem „ICE der DDR“ von Dresden nach Sylt https://www.sachsen-fernsehen.de/mit-dem-ice-der-ddr-von-dresden-nach-sylt-2319063/ Sat, 31 Oct 2026 15:44:46 +0000 https://www.sachsen-fernsehen.de/?p=2319063

Dresden- Einsteigen bitte! Mit viel Charme und DDR-Feeling ist am Freitag ein historischer Zug von Dresden über Hamburg in Richtung Sylt gestartet.

Am Samstag führt die Reise weiter nach Sylt und anschließend zurück nach Hamburg. Die Passagiere reisen in einem restaurierten Schnellverkehrstriebwagen, kurz SVT Görlitz. Er galt einst als internationaler Prestigezug der Deutschen Reichsbahn in der DDR.

Mit einem lauten Hupen rollte der Zug am Freitag um 8.22 Uhr in Dresden los – begleitet von begeisterten Zuschauern am Bahnsteig. Am Nachmittag erreichte die historische Bahn Hamburg, wo eine Übernachtung vorgesehen war. Am Samstag sollte die Fahrt weiter nach Sylt gehen. Die Ankunft auf der Nordseeinsel war für 12.32 Uhr geplant. Dort haben die Fahrgäste Gelegenheit, die Insel zu erkunden und frische Nordseeluft zu schnuppern. Die Rückfahrt in Richtung Hamburg war für 14.59 Uhr geplant.

Aufwendiges Projekt von Bahn-Enthusiasten

Der historische Zug stammt aus dem Jahr 1968 und wurde mehr als fünf Jahre lang aufwendig restauriert. Die Kosten lagen bei rund sieben Millionen Euro. Hinter dem Projekt stehen Bahn-Enthusiasten, die sich 2019 in der gemeinnützigen GmbH SVT Görlitz zusammengeschlossen haben. Das teilte Mario Lieb von der Gesellschaft mit.

Gebaut wurde der Zug im Waggonbau Görlitz. Er erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von 160 Kilometern pro Stunde und war einst für den internationalen Fernverkehr vorgesehen.

Künftig soll der historische Triebwagen regelmäßig bei Sonderfahrten unterwegs sein. Unter dem Motto „Willkommen an Bord – wo Geschichte Fahrt aufnimmt!“ stehen in diesem Winter weitere Reisen durch Deutschland auf dem Programm. Bereits Mitte November ist eine Fahrt von Dresden nach Usedom geplant. (dpa)

 

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Dresdner Neustadt: Zukunft der Kiezlichter unklar https://www.sachsen-fernsehen.de/dresdner-neustadt-zukunft-der-kiezlichter-unklar-2318424/ Fri, 30 Oct 2026 13:34:09 +0000 https://www.sachsen-fernsehen.de/?p=2318424

Dresden - Weniger Beschwerden an mehreren bekannten Konfliktorten, zahlreiche Gespräche und Unterstützung in schwierigen Situationen: Die Stadt Dresden zieht eine positive Bilanz der diesjährigen Freiluftsaison in der Äußeren Neustadt. Das Dialogteam der Kiezlichter war erneut im Viertel unterwegs, um zwischen Feiernden, Anwohnern und Gewerbetreibenden zu vermitteln. Trotz der positiven Einschätzungen ist unklar, ob das Projekt auch in den kommenden Jahren fortgeführt werden kann.

Rund 2.200 Gespräche in einer Saison

Zum Abschluss der Freiluftsaison luden Bürgermeisterin Eva Jähnigen, Stadtbezirksamtsleiter André Barth sowie Vertreter von Polizei und Gemeindlichem Vollzugsdienst (GVD) am Freitag, dem 30. Oktober 2026, auf den Scheune-Vorplatz ein. Bei einer gemeinsamen Grillveranstaltung bestand die Möglichkeit, miteinander ins Gespräch zu kommen und die vergangenen Monate auszuwerten.

Das Dialogteam der Kiezlichter führte in diesem Jahr rund 2.200 Einzel- und Gruppengespräche. Damit hat sich die Zahl der Kontakte gegenüber dem Vorjahr nahezu verdoppelt.

„Wir schauen auf eine fantastische Saison zurück“, erklärte Alessandro Finke, Koordinator des Konfliktmanagements. Das Team habe viel positives Feedback erhalten. Dabei sei immer wieder betont worden, wie wichtig die Arbeit für das Sicherheitsgefühl im Viertel sei.

Etwa die Hälfte der Gespräche führte das Team mit Menschen, die überwiegend zum Feiern in die Neustadt kamen. Die übrigen Kontakte betrafen Anwohner und Gewerbetreibende.

Lärm, Müll und Wildpinkeln bleiben Themen

Neben dem allgemeinen Austausch beschäftigten sich die Kiezlichter mit konkreten Störungen im öffentlichen Raum.

Insgesamt sprach das Team Menschen 233 Mal wegen lauter Musik aus mobilen Lautsprechern an. Hinzu kamen 200 Ansprachen wegen achtlos weggeworfenen Mülls und 64 wegen Wildpinkelns.

Darüber hinaus leisteten die Kiezlichter in 53 Fällen Begleitung oder Unterstützung. Besonders häufig richtete sich diese Hilfe an junge Frauen und Menschen in schwierigen Situationen.

In 14 Fällen alarmierte das Team einen Rettungswagen. Auch Erste Hilfe nach körperlichen Auseinandersetzungen gehörte zu den Aufgaben.

Zu den Einsatzschwerpunkten zählten die sogenannte „Schiefe Ecke“, der Martin-Luther-Platz und die Seifhennersdorfer Straße.

Nach Einschätzung der Kiezlichter haben ihre regelmäßige Präsenz und die Zusammenarbeit mit anderen Akteuren dazu beigetragen, Lärm und Vermüllung zu reduzieren. Im Alaunpark stellten größere Jugendgruppen das Team allerdings vor neue Herausforderungen.

Polizei meldet weniger Raubstraftaten am Albertplatz

Auch das Polizeirevier Dresden-Nord bewertet die Entwicklung in der Äußeren Neustadt insgesamt positiv. Nach Angaben der Polizei haben sich die Verbesserungen der vergangenen Jahre fortgesetzt.

Gleichzeitig bleibt das stark besuchte Viertel ein Einsatzschwerpunkt. Besonders an Wochenenden, bei Veranstaltungen und in den Nachtstunden kommt es weiterhin zu Konflikten.

Im Mittelpunkt der polizeilichen Arbeit standen vor allem Gewalt- und Rohheitsdelikte sowie Straftaten im Zusammenhang mit starkem Besucheraufkommen und Alkoholkonsum.

Der Albertplatz und seine unmittelbare Umgebung bildeten auch 2026 einen Schwerpunkt. Insbesondere Körperverletzungen und Raubstraftaten beschäftigten die Polizei.

Gegenüber 2025 gingen die Raubstraftaten dort nach Polizeiangaben merklich zurück.

Jürgen Kunath vom Polizeirevier Dresden-Nord führt die Entwicklung vor allem auf verstärkte Maßnahmen gegen Tatverdächtige sowie eine an die jeweilige Situation angepasste Polizeipräsenz zurück.

Die Polizei wolle die Lage weiterhin beobachten und ihre Maßnahmen bei Bedarf anpassen.

Weniger Beschwerden an der Schiefen Ecke

Auch der Gemeindliche Vollzugsdienst berichtet von positiven Entwicklungen an mehreren bekannten Konfliktorten.

An der „Schiefen Ecke“ gingen die Beschwerden über Ruhestörungen deutlich zurück. Zudem spielte das Sitzen auf der Fahrbahn nur noch eine geringe Rolle.

Im Rosengarten und unter der Albertbrücke wurden ebenfalls weniger Beschwerden und Verstöße festgestellt. Der Scheune-Vorplatz fiel durch seine vielfältige Nutzung kaum als Konfliktort auf.

Allerdings haben sich die örtlichen Schwerpunkte teilweise verlagert.

Am Martin-Luther-Platz registrierte der GVD zunehmend Beschwerden über Lärm. Darauf reagierten die Mitarbeiter mit verstärkter Präsenz und Hinweisen auf die geltenden Ruhezeiten.

Nach den Sommerferien rückte außerdem die Tannenstraße oberhalb des Alaunparks stärker in den Fokus. Dort wurden gezielte Kontrollen zum Jugend- und Lärmschutz durchgeführt, die nach Einschätzung des GVD zur Beruhigung beitrugen.

Für die Seifhennersdorfer Straße hob der Vollzugsdienst ausdrücklich den Beitrag der Kiezlichter hervor.

Finanzierung der Kiezlichter weiterhin offen

Trotz der positiven Bilanz steht die Zukunft des Dialogprojekts infrage. Im Haushalt der Stadt Dresden für die kommenden Jahre sind bislang keine Mittel für die Fortführung vorgesehen.

Bürgermeisterin Eva Jähnigen sprach sich ausdrücklich für den Erhalt aus.

„Die diesjährige Bilanz zeigt, dass die Maßnahmen wirken“, erklärte sie. Die Arbeit der Kiezlichter habe maßgeblich dazu beigetragen, die Situation sowohl für die Bewohner als auch für die Feiernden zu verbessern.

Jähnigen hofft deshalb, dass die Stadt die notwendigen finanziellen Mittel bereitstellen kann. Aus ihrer Sicht sollte sogar über eine Ausweitung des Projekts auf weitere Stadtteile nachgedacht werden.

Als möglichen Einsatzort nannte sie die Dresdner Altstadt, insbesondere den Postplatz.

Auch Stadtbezirksamtsleiter André Barth setzt auf eine Fortführung.

„Nach sechs erfolgreichen Jahren, die gezeigt haben, wie gut Prävention in der Neustadt wirkt, hoffen wir, dass sich der Dresdner Stadtrat dafür entscheidet, die Kiezlichter weiter zu finanzieren.“

Eine Entscheidung über die künftige Finanzierung steht damit noch aus.

Kiezlichter bleiben bis Ende November unterwegs

Mit dem offiziellen Abschluss der Freiluftsaison endet die Arbeit der Kiezlichter noch nicht vollständig.

Bis Ende November ist das Team in kleiner Besetzung weiterhin von Sonntag bis Donnerstag zwischen 21 Uhr und 1 Uhr in der Neustadt unterwegs.

Damit sollen bekannte sensible Bereiche auch nach dem Ende der Hauptsaison im Blick behalten werden.

Zusätzlich gibt es eine neue Kooperation zwischen dem Stadtbezirksamt und dem Heimwegtelefon e. V.

Bis Ende 2026 steht Menschen, die sich auf dem nächtlichen Heimweg unsicher fühlen, eine telefonische Begleitung zur Verfügung. Ehrenamtliche bleiben dabei mit den Anrufenden im Gespräch, bis diese zu Hause angekommen sind.

Die Bilanz der Freiluftsaison zeigt nach Einschätzung von Stadtverwaltung, Polizei und Vollzugsdienst Verbesserungen an mehreren Orten der Äußeren Neustadt. Gleichzeitig bestehen weiterhin Herausforderungen durch Lärm, Straftaten und Nutzungskonflikte im öffentlichen Raum.

Ob die Kiezlichter ihre Arbeit langfristig fortsetzen können, hängt nun von der Entscheidung über die Finanzierung ab.

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Grundschule in Sachsen entwickelt Medienregeln https://www.sachsen-fernsehen.de/grundschule-in-sachsen-entwickelt-medienregeln-2318382/ Fri, 30 Oct 2026 11:57:16 +0000 https://www.sachsen-fernsehen.de/?p=2318382

Neukirch - Soziale Medien gehören für viele Kinder und Jugendliche längst zum Alltag. Doch eine intensive Nutzung kann mit gesundheitlichen Beschwerden einhergehen. An der Lessinggrundschule in Neukirch im Landkreis Bautzen haben deshalb Schüler, Eltern und Lehrkräfte gemeinsam Leitlinien für den Umgang mit digitalen Medien entwickelt. Das Projekt soll Kindern helfen, digitale Angebote bewusster, sicherer und gesundheitsbewusster zu nutzen.

Schüler und Eltern entwickeln gemeinsam Regeln

Anstatt ausschließlich Verbote vorzugeben, setzt die Lessinggrundschule auf gemeinsame Vereinbarungen. Kinder, Eltern und Lehrkräfte haben sich damit beschäftigt, welche Rolle digitale Medien im Alltag spielen und welche Regeln für einen verantwortungsvollen Umgang sinnvoll sind.

Das Ergebnis sind gedruckte Medienleitlinien, die jetzt in Neukirch vorgestellt wurden. Sie enthalten Regeln und Empfehlungen für die Mediennutzung und sollen im Schulalltag als gemeinsame Orientierung dienen.

„Kinder, Eltern und Lehrkräfte haben gemeinsam überlegt, was ihnen im Umgang mit digitalen Medien wichtig ist und was sie für einen guten Schulalltag brauchen“, erklärte Schulleiterin Cathrin Goldberg.

Unterstützt wurde das Projekt von der Techniker Krankenkasse (TK). Neben der Entwicklung der Leitlinien gehörten auch Weiterbildungen für die Lehrkräfte dazu.

Studie zeigt Zusammenhang zwischen Medienzeit und Beschwerden

Wie wichtig ein bewusster Umgang mit sozialen Medien sein kann, verdeutlicht eine aktuelle Untersuchung der Techniker Krankenkasse. Für den Social-Media-Report „Jugend zwischen Like und Limit“ wurden im April und Mai 2026 bundesweit 1.400 Jugendliche zwischen 12 und 17 Jahren online befragt.

Die Ergebnisse zeigen ein differenziertes Bild: 80 Prozent der Befragten geben an, dass ihnen soziale Medien gut oder eher guttun.

Gleichzeitig berichten Jugendliche mit besonders intensiver Nutzung deutlich häufiger von gesundheitlichen Beschwerden.

Besonders auffällig sind die Unterschiede bei der Stimmung. Von den Jugendlichen, die täglich mindestens vier Stunden soziale Medien nutzen, geben 49 Prozent an, häufig oder ständig schlechte Laune zu haben. Bei einer Nutzungsdauer von ein bis zwei Stunden täglich sind es dagegen 20 Prozent.

Auch Schlafprobleme und Kopfschmerzen treten laut der Befragung bei Jugendlichen mit längerer Social-Media-Nutzung häufiger auf.

Die Krankenkasse weist allerdings ausdrücklich darauf hin, dass sich aus den Ergebnissen kein ursächlicher Zusammenhang ableiten lässt. Die Untersuchung zeigt somit nicht, ob die intensive Mediennutzung die Beschwerden verursacht oder andere Faktoren eine Rolle spielen.

Medienkompetenz statt pauschaler Verbote

Für die beteiligten Fachleute reicht es deshalb nicht aus, digitale Medien grundsätzlich zu verbieten. Entscheidend sei vielmehr, dass Kinder lernen, ihre eigene Nutzung einzuschätzen und mögliche Risiken zu erkennen.

„Kinder wachsen mit sozialen Medien auf, und unsere Aufgabe ist es, sie dabei nicht allein zu lassen“, erklärte Patrick Schreiber, Präsident des Landesamtes für Schule und Bildung.

Das Projekt in Neukirch zeige, welches Potenzial entstehe, wenn Schulen die Möglichkeit erhielten, gemeinsam mit Kindern und Eltern Lösungen zu entwickeln.

In Sachsen ist die Nutzung privater Handys an Schulen bis einschließlich Klasse 8 untersagt. Die Medienleitlinien der Lessinggrundschule setzen darüber hinaus auf die Vermittlung von Medienkompetenz und einen bewussten Umgang mit digitalen Angeboten.

Kinder sollen eigene Grenzen erkennen lernen

Begleitet wurde das Schulprojekt von Florian Buschmann, Psychologe, Autor und Gründer der Präventionsinitiative „Offline Helden“. Gemeinsam mit der Sportwissenschaftlerin Anne-Sophie Reißig und der Schulsozialarbeiterin Maria Kirschner unterstützte er die Schule bei den Themen Mediennutzung, Stress und Gesundheitsförderung.

Buschmann betonte, dass Prävention besonders dann gelinge, wenn Kinder aktiv beteiligt und mit ihren Erfahrungen ernst genommen würden.

„Es geht nicht darum, digitale Medien pauschal schlechtzureden. Kinder sollen verstehen, was ihnen guttut, wo Grenzen liegen und wie sie sich Unterstützung holen können.“

Auch die Techniker Krankenkasse sieht in der gemeinsamen Entwicklung der Leitlinien einen wichtigen Ansatz.

„Kinder wissen oft selbst, dass digitale Medien nicht immer guttun. Sie brauchen jedoch Unterstützung, um ihr Medienverhalten zu steuern und gute Entscheidungen zu treffen“, erklärte TK-Landeschef Alexander Krauß.

Schule und Eltern als gemeinsame Ansprechpartner

Die Lessinggrundschule möchte mit den erarbeiteten Leitlinien eine verbindliche Grundlage für den künftigen Schulalltag schaffen. Dabei steht nicht allein die Zeit vor dem Bildschirm im Mittelpunkt, sondern auch die Frage, wie Kinder digitale Medien nutzen und welche Unterstützung sie dabei benötigen.

Das Projekt verfolgt damit einen Ansatz, der Schule und Eltern gleichermaßen einbezieht. Kinder sollen lernen, digitale Angebote eigenständig zu bewerten, Grenzen zu erkennen und bei Problemen Hilfe zu suchen.

Die Untersuchung der Techniker Krankenkasse verdeutlicht zugleich, warum dieses Thema auch außerhalb des Klassenzimmers relevant ist. Denn während soziale Medien von einer großen Mehrheit der befragten Jugendlichen positiv wahrgenommen werden, gehen längere Nutzungszeiten häufiger mit gesundheitlichen Beschwerden einher.

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Arbeitslosigkeit in Sachsen auf Zehnjahreshoch https://www.sachsen-fernsehen.de/arbeitslosigkeit-in-sachsen-auf-zehnjahreshoch-2318106/ Fri, 30 Oct 2026 09:02:42 +0000 https://www.sachsen-fernsehen.de/?p=2318106

Chemnitz - Die Zahl der Arbeitslosen in Sachsen ist im Oktober leicht gesunken. Dennoch erreicht die Arbeitslosigkeit für diesen Monat den höchsten Stand seit zehn Jahren. Das geht aus aktuellen Zahlen der Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit in Chemnitz hervor.

Rund 1.140 Arbeitslose weniger als im September

Im Oktober waren in Sachsen rund 152.400 Menschen arbeitslos gemeldet. Das sind etwa 1.140 weniger als im Vormonat September. Trotz dieses Rückgangs liegt die Zahl für einen Oktober so hoch wie seit zehn Jahren nicht mehr.

Die Arbeitslosenquote blieb unverändert bei 7,1 Prozent. Grundlage der aktuellen Statistik ist der Stichtag 13. Oktober.

Mehr als 8.500 Menschen finden neue Arbeit

Eine positive Entwicklung zeigt sich bei den Arbeitsaufnahmen. Nach Angaben der Regionaldirektion haben im Oktober mehr als 8.500 Menschen eine neue Beschäftigung gefunden.

„Angesichts der schwierigen wirtschaftlichen Lage ist es erfreulich, dass über 8.500 Menschen eine neue Arbeit gefunden haben“, erklärte Klaus-Peter Hansen, Chef der Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit.

Damit wurde bei den Arbeitsaufnahmen der höchste Oktoberwert seit fünf Jahren erreicht.

Arbeitsmarkt bleibt unter Druck

Die aktuellen Zahlen zeigen eine unterschiedliche Entwicklung auf dem sächsischen Arbeitsmarkt. Während die Arbeitslosenzahl gegenüber September leicht zurückgegangen ist und vergleichsweise viele Menschen eine neue Beschäftigung aufgenommen haben, bleibt die Gesamtzahl der Arbeitslosen auf einem für Oktober ungewöhnlich hohen Niveau.

Die Arbeitslosenquote von 7,1 Prozent verdeutlicht, dass sich die Lage auf dem sächsischen Arbeitsmarkt trotz des leichten monatlichen Rückgangs nicht grundlegend verändert hat.

Die veröffentlichten Zahlen beziehen sich auf den gesamten Freistaat Sachsen. Eine gesonderte Entwicklung für Leipzig geht aus den vorliegenden Angaben nicht hervor.

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Angriff auf Oktoberfest: Acht Tatverdächtige ermittelt https://www.sachsen-fernsehen.de/angriff-auf-oktoberfest-acht-tatverdaechtige-ermittelt-2317338/ Thu, 29 Oct 2026 11:25:30 +0000 https://www.sachsen-fernsehen.de/?p=2317338

Dresden - Nach einem gewaltsamen Übergriff am Rande eines Oktoberfestes in Dresden-Oberwartha haben Polizei und Staatsanwaltschaft acht Tatverdächtige ermittelt. Bei dem Angriff am 3. Oktober 2026 waren sechs Jugendliche und ein Erwachsener verletzt worden, teilweise schwer. Die Beschuldigten sollen ihre Opfer geschlagen und getreten haben. Die Ermittlungen wegen des Verdachts der gefährlichen Körperverletzung dauern an.

Gruppe soll Jugendliche und Erwachsenen angegriffen haben

Der Vorfall ereignete sich am 3. Oktober am Rande eines Oktoberfestes im Dresdner Stadtteil Oberwartha. Nach Angaben der Ermittlungsbehörden soll eine Gruppe von etwa 20 bis 30 Personen gewaltsam auf mehrere Menschen losgegangen sein.

Betroffen waren sechs Jugendliche im Alter zwischen 14 und 17 Jahren sowie ein Erwachsener. Die Angreifer sollen auf die Betroffenen eingeschlagen und eingetreten haben. Dabei erlitten mehrere Opfer erhebliche Verletzungen.

Besonders schwer wurde ein 15-Jähriger verletzt. Er erlitt durch den Angriff Frakturen der Augen- und Kiefernhöhle.

Bereits am 5. Oktober hatte die Polizeidirektion Dresden über die Gewalttat informiert.

Acht Männer im Alter zwischen 29 und 61 Jahren unter Verdacht

Im Zuge der gemeinsamen Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Dresden und der Polizeidirektion Dresden konnten inzwischen acht Tatverdächtige aus der mutmaßlichen Tätergruppe identifiziert werden.

Bei den Beschuldigten handelt es sich um deutsche Staatsbürger im Alter zwischen 29 und 61 Jahren. Welche Rolle die einzelnen Tatverdächtigen bei dem Angriff gespielt haben sollen, geht aus den bislang veröffentlichten Angaben nicht hervor.

Die Ermittler haben bereits rund ein Dutzend Zeugen vernommen. Weitere Vernehmungen sind geplant, um den Ablauf der Gewalttat und die Beteiligung der einzelnen Beschuldigten genauer zu rekonstruieren.

Ermittler prüfen Verdacht des schweren Landfriedensbruchs

Neben dem Verdacht der gefährlichen Körperverletzung prüfen Staatsanwaltschaft und Polizei auch, ob der Tatbestand des schweren Landfriedensbruchs erfüllt sein könnte.

Dieser kann unter anderem dann vorliegen, wenn aus einer Menschenmenge heraus gemeinschaftlich Gewalttaten begangen werden und dabei bestimmte erschwerende Umstände hinzukommen.

Ob die Voraussetzungen dafür im konkreten Fall gegeben sind, ist Gegenstand der laufenden Ermittlungen.

Hintergründe des Angriffs weiterhin unklar

Warum es am Rande des Oktoberfestes zu dem gewaltsamen Übergriff kam, ist bislang nicht abschließend geklärt. Die Ermittlungen sollen auch die Hintergründe der Tat aufklären.

Offen bleibt zudem, in welchem Umfang weitere Personen aus der ursprünglich 20 bis 30 Menschen umfassenden Gruppe an dem Angriff beteiligt gewesen sein könnten.

Die Staatsanwaltschaft Dresden und die Polizeidirektion Dresden setzen ihre Ermittlungen fort. Für die acht identifizierten Beschuldigten gilt die Unschuldsvermutung.

Polizei sucht weiterhin Zeugen

Die Kriminalpolizei bittet weiterhin um Hinweise von Personen, die den Angriff beobachtet haben oder Angaben zu den beteiligten Angreifern machen können.

Hinweise nimmt die Polizeidirektion Dresden entgegen.

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