Leipzig – Sachsen Fernsehen https://www.sachsen-fernsehen.de Das lokale Nachrichtenportal für Sachsen Tue, 03 Nov 2026 09:19:05 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=7.1.4 Fünf Festnahmen bei Razzien gegen Kollektiv Zwickau https://www.sachsen-fernsehen.de/fuenf-festnahmen-bei-razzien-gegen-kollektiv-zwickau-2320236/ Tue, 03 Nov 2026 09:19:05 +0000 https://www.sachsen-fernsehen.de/?p=2320236

Dresden - Die Staatsanwaltschaft Dresden und das Landeskriminalamt Sachsen ermitteln gegen zwölf Personen im Alter zwischen 18 und 36 Jahren wegen des Verdachts der Bildung krimineller Vereinigungen. Im Mittelpunkt steht die politische Gruppe „Kollektiv Zwickau“, deren Mitglieder sich nach bisherigen Erkenntnissen der Ermittler im Jahr 2022 zusammengeschlossen haben sollen. Bei einem groß angelegten Polizeieinsatz am Dienstag, dem 3. November 2026, wurden fünf Beschuldigte festgenommen. Auch in Leipzig fanden Durchsuchungen statt.

Ermittlungen gegen zwölf Beschuldigte

Nach Angaben der Staatsanwaltschaft Dresden und des Polizeilichen Terrorismus- und Extremismus-Abwehrzentrums (PTAZ) des Landeskriminalamts Sachsen soll sich die Gruppe im Jahr 2022 in Zwickau gegründet haben. Die Ermittlungsbehörden beschreiben das „Kollektiv Zwickau“ als politische, kommunistische Gruppierung, die sich gegen rechtsradikale und menschenfeindliche Strukturen richten wollte.

Den Beschuldigten wird vorgeworfen, sich über mehrere Jahre hinweg zur Begehung von Straftaten verabredet zu haben. Dazu sollen insbesondere Körperverletzungsdelikte gegen politisch Andersdenkende sowie Sachbeschädigungen gehört haben.

Ob und in welchem Umfang die einzelnen Beschuldigten an konkreten Straftaten beteiligt gewesen sein sollen, geht aus der gemeinsamen Medieninformation nicht hervor.

Durchsuchungen auch in Leipzig und Dresden

Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Dresden erließ das Amtsgericht Dresden Haftbefehle gegen vier Beschuldigte im Alter von zweimal 22, 33 und 36 Jahren. Zudem ordnete das Gericht zahlreiche Wohnungsdurchsuchungen an.

Die Ermittler durchsuchten Objekte in Zwickau, Dresden, Leipzig, Saalfeld, Bremen und Hamburg. Damit erstreckte sich der Polizeieinsatz auf mehrere Bundesländer.

Die Maßnahmen wurden vom Landeskriminalamt Sachsen durchgeführt. In Thüringen, Hamburg und Bremen unterstützten Beamte der jeweiligen Landeskriminalämter die Durchsuchungen.

Welche Wohnungen und Objekte in Leipzig konkret betroffen waren, teilten die Ermittlungsbehörden nicht mit.

Fünfter Beschuldigter nach Angriff festgenommen

Vier der fünf Festnahmen erfolgten auf Grundlage bereits bestehender Haftbefehle. Die Beschuldigten wurden im Zuge des Polizeieinsatzes festgenommen.

Ein weiterer Mann im Alter von 20 Jahren wurde vorläufig festgenommen. Nach Angaben der Ermittlungsbehörden soll er während einer Durchsuchung einen Polizeibeamten tätlich angegriffen haben. Die vorläufige Festnahme erfolgte auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Dresden.

Alle fünf Festgenommenen sollen noch am Dienstag dem zuständigen Ermittlungsrichter am Amtsgericht Dresden vorgeführt werden. Dort soll über das weitere Vorgehen entschieden werden.

Ermittlungen und Durchsuchungen dauern an

Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung der gemeinsamen Medieninformation waren die Durchsuchungsmaßnahmen noch nicht abgeschlossen. Angaben zu möglichen Beweismitteln oder sichergestellten Gegenständen machten Staatsanwaltschaft und Landeskriminalamt zunächst nicht.

Die Ermittlungen richten sich insgesamt gegen zwölf Beschuldigte. Welche weiteren strafrechtlichen Vorwürfe neben dem Verdacht der Bildung krimineller Vereinigungen geprüft werden, wurde nicht näher erläutert.

Für sämtliche Beschuldigte gilt die Unschuldsvermutung. Ob es zu einer Anklage kommt, ist derzeit offen.

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Prozess nach tödlicher Amokfahrt in Leipzig gestartet https://www.sachsen-fernsehen.de/prozess-nach-toedlicher-amokfahrt-in-leipzig-gestartet-2319561/ Mon, 02 Nov 2026 10:52:45 +0000 https://www.sachsen-fernsehen.de/?p=2319561

Es ist eine Tat, die Leipzig bis heute beschäftigt: Am 4. Mai 2026 raste ein Autofahrer durch die belebte Grimmaische Straße in der Leipziger Innenstadt. Zwei Menschen kamen ums Leben, mehrere weitere wurden verletzt. Ein halbes Jahr später hat nun am Montag, dem 2. November, der Prozess gegen den inzwischen 34-jährigen Jeffrey K. vor dem Landgericht Leipzig begonnen. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm unter anderem zweifachen Mord und versuchten Mord in 85 Fällen vor. Sein Verteidiger widerspricht der Anklage insbesondere bei der Bewertung des Tatmotivs.

Zwei Tote und mehrere Verletzte bei Amokfahrt

Am Nachmittag des 4. Mai 2026 fuhr Jeffrey K. mit seinem Auto vom Augustusplatz kommend mehrere Hundert Meter durch die Grimmaische Straße. Laut Staatsanwaltschaft erreichte das Fahrzeug dabei Geschwindigkeiten von bis zu 90 Kilometern pro Stunde. Während der weniger als eine Minute dauernden Fahrt wurden mehrere Passanten erfasst.

Eine 63-jährige Frau und ein 77-jähriger Mann starben. Sechs weitere Menschen im Alter zwischen 21 und 87 Jahren wurden verletzt. Ein 75-jähriger Mann und eine 84-jährige Frau erlitten schwere Verletzungen.

Der Fahrer brachte sein Fahrzeug schließlich selbst zum Stehen und ließ sich widerstandslos festnehmen. Die Tat sorgte weit über Leipzig hinaus für Bestürzung. Zahlreiche Menschen mussten nach dem Geschehen psychologisch betreut werden. Auch Monate später leiden Betroffene laut Anklage unter psychischen Folgen.

Staatsanwaltschaft wirft zweifachen Mord vor

Die Anklage gegen Jeffrey K. umfasst zwei Fälle von Mord sowie versuchten Mord in 85 Fällen. Hinzu kommen der Vorwurf eines schweren gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr in 91 Fällen und gefährlicher Körperverletzung in acht Fällen.

Nach Auffassung der Staatsanwaltschaft wollte der Angeklagte gezielt Menschen mit seinem Fahrzeug erfassen und töten. Die Ermittler sehen unter anderem die Mordmerkmale der Heimtücke, der niedrigen Beweggründe und der Verwendung eines gemeingefährlichen Mittels als erfüllt an.

Zum Auftakt des Verfahrens wurde zunächst die Anklage verlesen. Der Angeklagte selbst äußerte sich nicht öffentlich zu den Vorwürfen. Nach Angaben seines Verteidigers Dr. Malte Heise geschah dies auf dessen ausdrücklichen Rat.

Verteidigung widerspricht Annahme eines Rachemotivs

Im Mittelpunkt des Prozesses dürfte auch die Frage stehen, was den Angeklagten zu der Tat bewegt hat. Sein Verteidiger Dr. Malte Heise stellte zum Prozessauftakt eine eigene Erklärung für das Geschehen vor.

„Das Motiv ist nicht Rache“, erklärte Heise. Er sehe die Tat vielmehr vor dem Hintergrund einer nervlichen Überforderung, von Hilflosigkeit, Verzweiflung und Ausweglosigkeit.

Nach Darstellung des Verteidigers habe sich sein Mandant zum Tatzeitpunkt in einer persönlichen Ausnahmesituation befunden. Die daraus resultierende Handlung sei rechtlich anders zu bewerten, als es die Staatsanwaltschaft annehme.

Ob diese Darstellung durch die Beweisaufnahme gestützt wird, bleibt abzuwarten. Über die strafrechtliche Verantwortung des Angeklagten entscheidet das Gericht.

Verteidiger erhebt Vorwürfe zur psychiatrischen Behandlung

Eine weitere zentrale Frage betrifft den psychischen Zustand des Angeklagten. Wenige Tage vor der Tat hatte sich Jeffrey K. freiwillig in einer psychiatrischen Einrichtung aufgehalten. Die Klinik verließ er Ende April.

Nach früheren Angaben des Sächsischen Sozialministeriums bestanden damals keine medizinischen Gründe, den Mann gegen seinen Willen in der Einrichtung festzuhalten.

Sein Verteidiger erhob zum Prozessauftakt dennoch Vorwürfe im Zusammenhang mit der damaligen Behandlung.

„Und er hat Hilfe gesucht und es gab ein heftiges Versagen bei der Gewährung dieser Hilfe. Und dazu werden wir noch in der Hauptverhandlung kommen“, sagte Heise.

Worin dieses von der Verteidigung behauptete Versagen konkret bestanden haben soll und ob tatsächlich Versäumnisse vorlagen, ist bislang nicht geklärt. Die früheren Angaben des Sozialministeriums stellen keine aktuelle Reaktion auf die Vorwürfe des Verteidigers dar.

Gutachten sieht keine verminderte Schuldfähigkeit

Nach der Tat war der Angeklagte zunächst in einer psychiatrischen Einrichtung untergebracht worden. Ein vorläufiges Gutachten eines forensisch-psychiatrischen Sachverständigen ergab nach Angaben der Staatsanwaltschaft jedoch keine Hinweise auf eine aufgehobene oder verminderte Schuldfähigkeit.

Inzwischen befindet sich der 34-Jährige in Untersuchungshaft.

Die Verteidigung geht davon aus, dass im Verlauf der Hauptverhandlung weitere Erkenntnisse gewonnen werden könnten. Heise erwartet, dass der Sachverständige seine bisherigen vorläufigen Ergebnisse anhand der Erkenntnisse aus dem Prozess erneut überprüfen wird.

Welche Bedeutung die psychiatrische Vorgeschichte für die juristische Bewertung der Tat hat, wird damit eine der wesentlichen Fragen des Verfahrens sein.

Prozess soll bis Juli 2027 verhandelt werden

Für das Verfahren vor dem Landgericht Leipzig sind zunächst 28 Verhandlungstage angesetzt. Die Termine reichen bis zum 7. Juli 2027. Nach Informationen des MDR sollen im Prozess mindestens 150 Zeugen gehört werden.

Neben zahlreichen Betroffenen nehmen auch neun Nebenkläger am Verfahren teil. Unter ihnen befinden sich Angehörige der beiden Todesopfer.

In den kommenden Monaten wird das Gericht insbesondere klären müssen, welches Motiv hinter der Tat stand, welche Rolle die psychische Verfassung des Angeklagten spielte und wie sein Handeln strafrechtlich zu bewerten ist.

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Merkel warnt vor Spaltungsversuchen von Populisten https://www.sachsen-fernsehen.de/merkel-warnt-vor-spaltungsversuchen-von-populisten-2319462/ Sun, 01 Nov 2026 18:38:31 +0000 https://www.sachsen-fernsehen.de/?p=2319462

Leipzig- Die frühere Bundeskanzlerin Angela Merkel warnt vor Spaltungsversuchen der Bevölkerung durch populistische Parteien. Das Versprechen eines Lebens in Freiheit stehe unter Druck, sagte Merkel im Leipziger Gewandhaus bei der Verleihung des Internationalen Mendelssohn-Preises.

Populistische Parteien versuchten, die Würde des Menschen aufzuteilen. «Da gibt es das Volk und dann gibt es die Eliten und dann gibt es die, die sind erst ganz kurz Staatsbürger und dann gibt es die, die sind schon ein bisschen länger Staatsbürger und man versucht abzuschichten, man versucht Hass zu schüren, man versucht zu unterscheiden und damit Neid hervorzurufen», sagte Merkel.

In Deutschland gehe alle Macht vom Volke aus - «aber das Volk sind alle deutschen Staatsbürger», betonte Merkel. «Und da wird nicht gefragt, bist du erst aus der DDR später dazugekommen, oder bist du vielleicht als Syrer erst vor drei Jahren dazugekommen. Alle deutschen Staatsbürger sind das Volk.»

Merkel wurde am Sonntag mit dem Mendelssohn-Preis 2026 in der Kategorie Europa geehrt. In der Kategorie Musik ging die undotierte Auszeichnung an den Klarinettisten, Dirigenten und Komponisten Jörg Widmann. (dpa)

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DOK Leipzig zeichnet Filme über Belarus und US-Proteste aus https://www.sachsen-fernsehen.de/dok-leipzig-zeichnet-filme-ueber-belarus-und-us-proteste-aus-2319453/ Sun, 01 Nov 2026 17:21:06 +0000 https://www.sachsen-fernsehen.de/?p=2319453

Leipzig- Die besten Dokumentarfilme und Animationsfilme sind beim Filmfestival DOK Leipzig mit Goldenen Tauben ausgezeichnet worden.

Im internationalen Wettbewerb der Dokumentarfilme gewann Andrei Kutsila für «Letters from the Silenced Country» die Goldene Taube Langfilm, wie das Festival mitteilte. Der Film spielt in Belarus und handelt vom privaten Briefwechsel politischer Gefangener. Der Preis ist mit 10.000 Euro dotiert.

Die mit 3.000 Euro dotierte Goldene Taube Kurzfilm ging an Oscar-Gewinnerin Laura Poitras («Citizenfour» über Edward Snowden) und Rachel Lauren Mueller für ihre Dokumentation «They're Here». In der Doku werden Bürgerinnen und Bürger in Minneapolis begleitet, die sich gegen die Razzien der Einwanderungsbehörde ICE wehren, so das Festival.

Die Silberne Taube Langfilm, mit 6.000 Euro dotiert, gewann Asmahan Bkerat für «Concrete Land» – ein Film über den Alltag einer palästinensischen Beduinenfamilie in Jordanien, während um sie herum Luxusvillen entstehen, die ihr Zuhause bedrohen. Der Kurzfilm «in memory of» von Florinda Ciucio, in dem ein Bild von Gaza nachgezeichnet wird, das nur noch in der Erinnerung des Künstlers existiert, wurde mit der Silbernen Taube Kurzfilm und 1.500 Euro ausgezeichnet.

Auszeichnungen für Animationsfilme

Neben Preisen für Dokumentarfilme wurden bei der DOK Leipzig auch Auszeichnungen für animierte Filme verliehen. Die Goldene Taube Langfilm mit 3.000 Euro erhielt Chris Sullivan für «The Orbit of Minor Satellites» - eine animierte Geschichte über einen Psychiater und seine Patientin auf einer verlassenen Raumstation aus der Zeit des Kalten Krieges.

Mit der Animation eines Piratensohns, der nach jahrelanger Funkstille Blut hustend und voller Geheimnisse zu seiner Mutter zurückkehrt, gewann Alexandre Siqueira für «Terminal» die Goldene Taube Kurzfilm und 1.500 Euro.

Preise für deutsche Dokus

Als bester deutscher Dokumentarfilm wurde «Übergang» von Peter Badel und Chris Wright mit der Goldenen Taube Langfilm und 10.000 Euro ausgezeichnet. Der Film erweckt die unveröffentlichten Archive und Fragmente des geplanten, aber nie vollendeten Heimatfilms vom verstorbenen Regisseur Thomas Heise zum Leben.

Die Goldene Taube Kurzfilm und 1.500 Euro gingen an Rosa Gocht für «Hallo Debus». Der Film handelt von einem Vater, der auf dem Anrufbeantworter des Sohnes Bestellungen aufgibt, der wiederum zu einem Stillleben erstarrt, wie es hieß.

Publikumspreis für Film, der am Genfer See spielt

Die Goldene Taube im Publikumswettbewerb mit 3.000 Euro erhielt der Dokumentarfilm «Nicole Nicole» von Lauren Dällenbach. Der Film zeigt die 55-jährige Protagonistin Nicole, die bei ihrer Mutter am Genfer See lebt, und erzählt eine Geschichte über Bindung und Emanzipation.

Die Siegerfilme im Internationalen Wettbewerb Dokumentarfilm und im Wettbewerb der animierten Kurzfilme sind nach Angaben des Festivals damit qualifiziert für eine mögliche Nominierung bei den Oscars. (dpa)

 

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Haltestelle nach «Gen Z»-Demo in Leipzig zerstört https://www.sachsen-fernsehen.de/haltestelle-nach-gen-z-demo-in-leipzig-zerstoert-2319435/ Sun, 01 Nov 2026 13:36:08 +0000 https://www.sachsen-fernsehen.de/?p=2319435

Leipzig- Nach dem Ende der Demonstration von «Gen Z regelt» ist es in Leipzig vereinzelt zu Sachbeschädigungen gekommen.

Ein Polizeisprecher teilte mit, eine Gruppe von 100 bis 200 «Störern» habe auf dem Heimweg von der Demonstration im Süden der Stadt «ein bisschen randaliert». Nach dem Eintreffen der Bereitschaftspolizei habe sich die Gruppe dann aber schnell «zerstreut», die Lage sei unter Kontrolle.

Wie der Sprecher weiter mitteilte, warfen die Personen Verkehrsschilder auf die Straße und zerstörten zudem eine Haltestelle. (dpa)

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Millionen-Ausbau am Flughafen Leipzig/Halle vor Gericht https://www.sachsen-fernsehen.de/millionen-ausbau-am-flughafen-leipzig-halle-vor-gericht-2319417/ Sun, 01 Nov 2026 12:18:48 +0000 https://www.sachsen-fernsehen.de/?p=2319417

Leipzig- Der geplante Ausbau des Flughafens Leipzig/Halle steht ab Dienstag beim Oberverwaltungsgericht (OVG) in Bautzen auf dem Prüfstand.

Der 7. Senat verhandelt über mehrere Klagen gegen den Planfeststellungsbeschluss der Landesdirektion Sachsen. Wer klagt und welche Fragen in dem Verfahren behandelt werden:

Warum soll der Flughafen ausgebaut werden?

Der Airport Leipzig/Halle ist nach Frankfurt der zweitgrößte Frachtflughafen Deutschlands. Seit 2008 betreibt DHL hier ein internationales Drehkreuz für Expressluftfracht. Um die Kapazität zu erhöhen und Platz für neuere, größere Flugzeuge zu schaffen, soll das DHL-Vorfeld um 39 Hektar erweitert werden. Außerdem sollen neue Rollwege für Flugzeuge sowie unter anderem Enteisungsflächen und Betriebsgebäude gebaut werden. Früheren Angaben zufolge sollen 300 Millionen Euro in den Ausbau der Infrastruktur gesteckt werden.

Worum geht es vor dem Oberverwaltungsgericht?

Die Klagen richten sich gegen die Genehmigung der Ausbaupläne durch die Landesdirektion Sachsen. Diese hat im September 2024 den sogenannten Planfeststellungsbeschluss erlassen. Er umfasst mehr als 1.100 Seiten. Die Beklagte ist in dem Verfahren die Landesdirektion Sachsen; die Flughafen Leipzig/Halle GmbH ist als Beigeladene dabei.

Wer sind die Kläger?

Insgesamt haben sich zehn Kläger an das Oberverwaltungsgericht gewandt. Zwei davon sind die BUND-Landesverbände Sachsen und Sachsen-Anhalt. Bei den übrigen handelt es sich um vier Gewerbetreibende, drei Privatpersonen sowie die Stadt Schkeuditz, auf deren Gebiet sich wesentliche Teile des Flughafens befinden.

Worum geht es in den Klagen?

Das Ziel der Ausbaugegner ist es generell, die Erweiterung des Flughafens zu stoppen. Sie fürchten eine Zunahme von Nachtflügen, Lärm und klimaschädlichen Auswirkungen. Vor Gericht wird eine Vielzahl von Detailfragen zu Fluglärm, Feinstaubbelastung sowie Klima- und Naturschutz geklärt werden müssen. Aus Sicht der Kläger werden Vorgaben nicht eingehalten, wie das OVG mitteilte. Zudem rügten sie, dass Auswirkungen des Ausbaus auf das Klima nicht ausreichend geprüft worden seien.

Wann ist mit einer Entscheidung zu rechnen?

Das OVG hat fünf Tage für die mündliche Verhandlung terminiert, vom 3. bis 5. November sowie als Reserve den 16. und 17. November. Wann genau der Senat ein Urteil vorlegen wird, ist offen.

Warum ist bisher noch nicht gebaut worden?

Der Planfeststellungsbeschluss der Landesdirektion Sachsen war «sofort vollziehbar» - der Ausbau hätte also längst begonnen werden können. Der Flughafen habe allerdings von vornherein erklärt, dass man den Ausgang der Klagen abwarten wolle, sagte Sprecher Uwe Schuhart.

Wie hat sich das Frachtgeschäft zuletzt entwickelt?

Nach Jahren eines kräftigen Wachstums und einem Hoch während der Corona-Pandemie stagnierte das Luftfrachtaufkommen am Airport Leipzig/Halle zuletzt. Für 2023, 2024 und 2025 gab der Flughafen den Frachtumschlag mit jeweils rund 1,4 Millionen Tonnen an. Zum Vergleich: 2021 waren es fast 1,6 Millionen Tonnen. (dpa)

 

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Autos, Action und Glitzertattoos https://www.sachsen-fernsehen.de/autos-action-und-glitzertattoos-2318133/ Sun, 01 Nov 2026 07:00:41 +0000 https://www.sachsen-fernsehen.de/?p=2318133

Zum zehnten Happy Sunday lädt die Gläserne Manufaktur am Sonntag, 8. November 2026, Groß und Klein zu einem Familientag ein. Von 10 bis 17 Uhr erwartet Besucherinnen und Besucher ein Programm mit Fahrzeugen zum Anfassen, Einblicken in den Automobilbau und verschiedenen Mitmachangeboten.

Auf dem Programm stehen unter anderem Kurzführungen durch die Fertigung, die rund 30 Minuten dauern und auf Deutsch sowie Englisch angeboten werden. Außerdem gibt es Probefahrten mit aktuellen ID.-Modellen sowie Beratung und eine Fahrzeugausstellung. Ergänzt wird das Programm durch eine Disco Area mit Musik und Tanz sowie kulinarische Angebote des Restaurantpartners SPEISEWERK.

Auch für die jüngsten Besucher gibt es einiges zu entdecken. Kinder können ihren eigenen ID.3 bauen, sich im Kreativbereich beim Basteln ausprobieren oder die Stylingbar mit Schminken und Glitzertattoos besuchen.

Happy Sunday im Überblick

Datum: Sonntag, 8. November 2026
Uhrzeit: 10 bis 17 Uhr
Ort: Gläserne Manufaktur Dresden
Eintritt: 4,50 Euro, ermäßigt 3 Euro (Tickets sind auch online erhältlich)
Veranstaltung: Familienprogramm mit Führungen, Probefahrten und Kinderaktionen

Wer am 8. November keine Zeit hat, kann die Gläserne Manufaktur auch regulär besuchen. Von Montag bis Freitag ist sie 10 bis 18 Uhr für Besucher geöffnet. Angeboten werden unter anderem Kurzführungen, eine Premium-Tour, ein Mach-Mit-Erlebnis sowie Probefahrten mit aktuellen E-Modellen der Marke Volkswagen.

Weitere Informationen dazu gibt es hier.

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Raffinerie Leuna baut Technik für Fernwärme nach Leipzig https://www.sachsen-fernsehen.de/raffinerie-leuna-baut-technik-fuer-fernwaerme-nach-leipzig-2319048/ Sat, 31 Oct 2026 12:38:25 +0000 https://www.sachsen-fernsehen.de/?p=2319048

Leipzig- In der Raffinerie Leuna laufen derzeit die Bauarbeiten für ein neues Wärmesystem, das künftig bislang ungenutzte Abwärme für Leipzigs Fernwärmenetz nutzbar machen soll.

Das interne System umfasse rund 15 Kilometer Rohrleitungen und zahlreiche Wärmetauscher, teilte der französische Öl- und Gaskonzern TotalEnergies auf Anfrage mit. Die Stadtwerke Leipzig sehen das Projekt nach eigenen Angaben im Zeitplan.

Der Einbau der Wärmetauscher soll im ersten Quartal 2027 beginnen. Die endgültige Einbindung in die Raffinerie und der Anschluss an die Übergabestation der Stadtwerke sind während eines geplanten vorübergehenden Raffinerie-Stillstands im Herbst 2027 vorgesehen. Danach sollen Tests und die Inbetriebnahme folgen. Die erste Wärme soll nach Angaben von TotalEnergies Anfang 2028 fließen. Die Stadtwerke planen die Aufnahme der Lieferung im ersten Halbjahr.

Wärme aus Leuna soll Kohle ersetzen

Ein großer Teil der Leipziger Fernwärme stammt bislang aus dem Braunkohlekraftwerk Lippendorf. Dessen Stilllegung ist für 2035 vorgesehen. Die Abwärme aus Leuna soll einen Teil der Wärmeversorgung übernehmen. Nach früheren Angaben der Stadtwerke könnte sie rund 40 Prozent des derzeitigen Fernwärmebedarfs decken - rechnerisch genug für etwa 100.000 Haushalte.

Das Gesamtprojekt war im September 2025 mit mehr als 230 Millionen Euro beziffert worden. Damals war eine Förderung des Bundes von mehr als 90 Millionen Euro angekündigt. Die Stadtwerke beziffern ihre Investitionen in der aktuellen Planungsphase auf rund 200 Millionen Euro.

Heizkosten bleiben offen

Ob die Abwärme die Heizkosten für Leipziger Verbraucher senken wird, ist unklar. Die Verbraucherzentrale Sachsen verweist auf bundesweite Untersuchungen, nach denen Fernwärme mit sehr hohen Anteilen von Abwärme und erneuerbaren Energien für Kunden etwas günstiger sein könne. Für Leipzig schätzt sie das Einsparpotenzial als gering ein. Mit der Abwärme aus Leuna werde ein Anteil von 38 Prozent erneuerbarer Energien erreicht.

Mögliche Kostenvorteile könnten nur dann bei den Kunden ankommen, wenn die Stadtwerke ihre Preisformeln anpassten. Diese orientierten sich derzeit vor allem am Gas.

Die Leipziger Stadtwerke hingegen erwarten, dass der neue Energiemix die Abhängigkeit von schwankenden fossilen Märkten verringert und steigende CO2-Kosten anteilig abfedert. Die ab dem 1. Januar 2027 geltenden Fernwärmepreise wollen die Stadtwerke Anfang November bekanntgeben. Die erste Wärme aus Leuna soll dann ein Jahr später geliefert werden. (dpa)

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RB Leipzig will auf Schalke endlich auswärts punkten https://www.sachsen-fernsehen.de/rb-leipzig-will-auf-schalke-endlich-auswaerts-punkten-2319033/ Sat, 31 Oct 2026 10:23:17 +0000 https://www.sachsen-fernsehen.de/?p=2319033

Leipzig- RB Leipzig will nach dem hart erkämpften Pokal-Erfolg in Essen die ersten Auswärtspunkte in der Fußball-Bundesliga holen.

Die Mannschaft von Trainer Martin Demichelis tritt heute bei Aufsteiger FC Schalke 04 an. Die Gelsenkirchener warten in der Bundesliga seit Anfang September auf einen Sieg. Unter der Woche flogen sie im Pokal bei Zweitligist Dynamo Dresden raus. Allerdings haben die Königsblauen in drei Liga-Heimspielen auch erst ein Gegentor kassiert.

Christoph Baumgartner, der in Essen zweimal traf, und Christopher Nkunku werden bei Leipzig erst einmal auf der Bank Platz nehmen. Beide Spieler sind nach Verletzungen noch nicht bereit für längere Einsätze. RB ist zu Hause das beste Team der Bundesliga - und auf fremdem Platz das schlechteste. Ein Sieg bei den Königsblauen könnte auch die seit Wochen schwelende Trainerdiskussion um Demichelis weiter entschärfen. (dpa)

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Zoll entdeckt 32 Pythonhäute am Flughafen Leipzig https://www.sachsen-fernsehen.de/zoll-entdeckt-32-pythonhaeute-am-flughafen-leipzig-2318415/ Fri, 30 Oct 2026 13:24:35 +0000 https://www.sachsen-fernsehen.de/?p=2318415

Leipzig - Ein ungewöhnlicher Fund am Flughafen Leipzig/Halle: Zollbeamte haben bei der Kontrolle einer internationalen Sendung insgesamt 32 Pythonhäute entdeckt. Die Tierhäute waren als Modejacke und Baumwollstoff deklariert. Aufmerksam wurden die Beamten durch einen speziell ausgebildeten Artenschutzhund, der bei dem Paket anschlug.

Artenschutzhund entdeckt verdächtige Sendung

Wie das Hauptzollamt Dresden mitteilte, wurde das Paket in der Nacht am Flughafen Leipzig/Halle kontrolliert. Ein Artenschutzhund zeigte dabei an, dass sich in der Sendung möglicherweise geschützte Tierprodukte befinden.

Laut den Versandunterlagen sollte das Paket lediglich eine Modejacke und Batikstoff aus Baumwolle enthalten. Als Warenbeschreibung war „Fashion jacket and batik cotton“ angegeben.

Bei der anschließenden Kontrolle entdeckten die Zollbeamten jedoch einen anderen Inhalt.

32 eingefärbte Pythonhäute im Paket

Statt der angegebenen Kleidungsstücke fanden die Beamten insgesamt 32 Pythonhäute. Diese waren blau, rot und schwarz eingefärbt und hatten eine Länge zwischen 340 und 450 Zentimetern.

Zusätzlich befanden sich vier weitere Stoffstücke in der Sendung.

Das Paket war von Indonesien nach Albanien adressiert und sollte über den Flughafen Leipzig/Halle transportiert werden.

Pythonhäute unterliegen Artenschutzbestimmungen

Pythons gehören zu den Tierarten, deren internationaler Handel artenschutzrechtlichen Beschränkungen unterliegt. Diese Vorschriften gelten nicht nur für lebende Tiere, sondern auch für daraus hergestellte Produkte.

Dazu zählen beispielsweise Häute und Leder. Für deren grenzüberschreitenden Handel beziehungsweise die Durchfuhr durch die Europäische Union sind entsprechende Dokumente erforderlich.

Im Fall der am Flughafen Leipzig/Halle kontrollierten Sendung fehlten die notwendigen Unterlagen.

Zoll beschlagnahmt die gesamte Sendung

Da keine Dokumente vorgelegt werden konnten, die eine Durchfuhr der Pythonhäute durch die Europäische Union ermöglicht hätten, beschlagnahmte der Zoll das Paket.

Der Fund zeigt, welche Rolle Artenschutzkontrollen auch im internationalen Frachtverkehr spielen. Dabei können speziell ausgebildete Hunde helfen, geschützte Tierarten und daraus hergestellte Erzeugnisse in Sendungen aufzuspüren.

Zu möglichen weiteren Ermittlungen oder Konsequenzen für Absender und Empfänger machte das Hauptzollamt in den vorliegenden Informationen keine Angaben.

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