News – Sachsen Fernsehen https://www.sachsen-fernsehen.de Das lokale Nachrichtenportal für Sachsen Wed, 01 Apr 2026 14:00:58 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=6.9.4 Spendenaufruf für MELKUS RS 1000 läuft https://www.sachsen-fernsehen.de/spendenaufruf-fuer-melkus-rs-1000-laeuft-2210313/ Thu, 02 Apr 2026 06:00:44 +0000 https://www.sachsen-fernsehen.de/?p=2210313

Dresden - Das Verkehrsmuseum Dresden hat eine Spendenkampagne gestartet, um den Kauf eines MELKUS RS 1000 mitzufinanzieren. Über die Crowdfunding-Plattform 99funken sollen bis zum 15. Mai 2026 insgesamt 15.000 Euro gesammelt werden. Die Mindestsumme liegt bei 10.000 Euro.

Nach Angaben des Museums soll mit dem Fahrzeug eine wichtige Lücke in der Sammlung geschlossen werden. Geplant ist, den Rennwagen anlässlich des 75. Geburtstags des Verkehrsmuseums im Jahr 2027 in der Dauerausstellung zum Straßenverkehr zu zeigen. Damit soll das Fahrzeug dauerhaft für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden.

Der MELKUS RS 1000 gilt als der erste und einzige in Serie produzierte Sportwagen der DDR. Er wurde nach Angaben des Museums zwischen 1970 und 1979 in Dresden gebaut. In dieser Zeit entstanden demnach 101 Exemplare. Das Fahrzeug steht aus Sicht des Museums für ostdeutsche Ingenieurskunst sowie für Erfindergeist und Improvisation unter den Bedingungen der DDR-Mangelwirtschaft.

Eine zentrale Rolle spielte dabei der Dresdner Rennfahrer und Konstrukteur Heinz Melkus. Seine Erfahrungen aus dem Motorsport flossen in die Entwicklung des RS 1000 ein. In der Mitteilung verweist das Museum unter anderem auf eine leichte und windschnittige Karosserie aus glasfaserverstärktem Kunststoff, spezielle Fahrwerkslösungen und einen weiterentwickelten Wartburg-Dreizylindermotor.

Der Kauf des Fahrzeugs wird unter anderem durch die Kulturstiftung der Länder gefördert. Zusätzlich setzt das Museum auf Unterstützung aus der Bevölkerung. Die Ostsächsische Sparkasse verdoppelt jede eingegangene Spende bis zu einer Gesamtsumme von 5.000 Euro.

Mit dem Spendenaufruf richtet sich das Verkehrsmuseum Dresden insbesondere an Motorsportfreunde, Oldtimerliebhaber und Unterstützer des Hauses. Die Kampagne läuft noch bis Mitte Mai.

Spendenkampagne auf 99funken.de, der Crowdfunding-Plattform der Sparkassen:
Spendenzeitraum: bis 15.5.2026
Spendenziel: 15.000 Euro
Mindestsumme: 10.000 Euro
Spendenlink: https://www.99funken.de/spendenaufruf-melkus-rs-1000

]]>
Tipps für stressfreies Reisen zu Ostern https://www.sachsen-fernsehen.de/tipps-fuer-stressfreies-reisen-zu-ostern-2209014/ Wed, 01 Apr 2026 14:00:38 +0000 https://www.sachsen-fernsehen.de/?p=2209014

Dresden - Mit Beginn der Osterferien steigt traditionell das Verkehrsaufkommen auf Deutschlands Straßen deutlich an. Gleichzeitig bleiben die Kraftstoffpreise auf vergleichsweise hohem Niveau. Für viele Autofahrer bedeutet das nicht nur längere Fahrzeiten, sondern auch höhere Kosten. Der TÜV NORD in Dresden gibt deshalb Hinweise, wie sich sowohl Stress als auch Spritverbrauch reduzieren lassen.

Gewicht und Beladung im Blick behalten

Ein wichtiger Faktor für den Kraftstoffverbrauch ist das Fahrzeuggewicht. Bereits zusätzliches Gepäck kann sich deutlich auswirken. Nach Angaben von Stephan Häbold, Leiter der TÜV NORD Station Dresden, erhöht ein Mehrgewicht von 100 Kilogramm den Verbrauch um bis zu 0,3 Liter auf 100 Kilometer.

Besonders Dachgepäckträger beeinflussen den Verbrauch. Sie erhöhen den Luftwiderstand deutlich und sollten nach Möglichkeit nur bei Bedarf genutzt und am Zielort wieder entfernt werden.

Auch für Wohnmobilreisende gibt es Sparpotenzial. Tanks für Wasser oder Toiletten können erst am Urlaubsort gefüllt werden. Schwere Vorräte lassen sich ebenfalls vor Ort einkaufen. Wer häufiger unterwegs ist, kann langfristig auf leichtere Materialien bei Campingausrüstung setzen.

Technik prüfen und clever tanken

Vor längeren Fahrten empfiehlt sich ein technischer Check. Ein zentraler Punkt ist dabei der Reifendruck. Ist dieser zu niedrig, steigt der Rollwiderstand – und damit auch der Kraftstoffverbrauch.

Auch bei der Wahl des Kraftstoffs lässt sich sparen. Der Biokraftstoff E10 ist für viele moderne Fahrzeuge zugelassen und häufig günstiger als Super E5. Voraussetzung ist jedoch die Freigabe durch den Fahrzeughersteller.

Darüber hinaus lohnt es sich, Tankstopps zu planen. Abseits von Autobahnen sind die Preise häufig niedriger. Auch im europäischen Ausland können sich Unterschiede ergeben, da Deutschland im Vergleich im oberen Mittelfeld der Kraftstoffpreise liegt.

Gelassen durch Staus und Verzögerungen

Neben den Kosten stellt der dichte Verkehr viele Reisende vor eine weitere Herausforderung: Stress. Gerade zu Stoßzeiten kann es zu Verzögerungen und Staus kommen.

Nach Einschätzung des TÜV NORD entsteht im Auto eine besondere Situation: Fahrer bewegen sich im öffentlichen Raum, befinden sich jedoch gleichzeitig in einem abgeschlossenen, privaten Umfeld. Diese Kombination kann dazu führen, dass Frustration schneller in aggressives Verhalten umschlägt.

Um dem entgegenzuwirken, empfiehlt der TÜV NORD mehrere Maßnahmen. Dazu zählen eine gute Vorbereitung mit ausreichend Zeitpuffer sowie das Meiden besonders stark frequentierter Reisezeiten. Auch Musik oder Hörbücher können helfen, die Fahrt entspannter zu gestalten.

Regelmäßige Pausen tragen ebenfalls zur Entlastung bei. Bereits kurze Unterbrechungen von 20 bis 30 Minuten können Stressreaktionen reduzieren.

Vorausschauend fahren und Kosten senken

Ein ruhiger und gleichmäßiger Fahrstil wirkt sich nicht nur positiv auf die Verkehrssicherheit aus, sondern kann auch den Kraftstoffverbrauch senken. Wer vorausschauend fährt und unnötige Beschleunigungs- und Bremsvorgänge vermeidet, spart zusätzlich Sprit.

Nach Einschätzung des TÜV NORD lässt sich mit der richtigen Vorbereitung somit nicht nur entspannter reisen. Auch die Reisekosten können spürbar reduziert werden.

]]>
Mann bedroht Bundespolizei im Gleisbereich https://www.sachsen-fernsehen.de/mann-bedroht-bundespolizei-im-gleisbereich-2210400/ Wed, 01 Apr 2026 11:55:47 +0000 https://www.sachsen-fernsehen.de/?p=2210400

Dresden - Am Dresdner Hauptbahnhof ist es in der Nacht zum 1. April 2026 zu einem Polizeieinsatz im Gleisbereich gekommen. Nach Angaben der Bundespolizei soll ein 60-jähriger Deutscher Beamte bedroht, einen Pflasterstein in Richtung eines Polizisten geworfen und bei seiner Festnahme Widerstand geleistet haben.

Wie die Bundespolizei mitteilte, sprach der Mann gegen 0.25 Uhr zunächst einen Beamten vor der Wache der Bundespolizei an und meldete einen vermeintlichen Notfall. Als der Polizist die Situation näher hinterfragte, habe sich das Verhalten des Mannes plötzlich verändert. Er habe die Legitimität des Beamten lautstark infrage gestellt und sich trotz mehrfacher Aufforderungen entfernt.

Nach Angaben der Bundespolizei ging der Mann anschließend in Richtung Bahnsteigende, überschritt dort Absperrungen und begab sich unerlaubt in den Gleisbereich in Richtung Freiberger Straße. Im Bereich eines Wartungstrakts habe er einen etwa zehn mal zehn Zentimeter großen Pflasterstein aufgenommen und sei damit auf einen nacheilenden Bundespolizisten zugegangen. Dabei soll er den Beamten mit dem Tod bedroht haben.

Auch die mehrfache Androhung von Pfefferspray habe den Mann nicht gestoppt, so die Bundespolizei. Als ein zweiter Beamter zur Unterstützung eintraf, habe der 60-Jährige den Pflasterstein in dessen Richtung geworfen. Der Wurf habe den Polizisten nur um wenige Meter verfehlt und sei im Gleisbett gelandet.

Laut Mitteilung wollte der Mann den Stein anschließend erneut aufnehmen. Dabei habe er jedoch das Gleichgewicht verloren und sei zwischen die Gleise gestürzt. Einsatzkräfte hätten diesen Moment genutzt, um ihn aus dem Gefahrenbereich zu holen. Dabei habe sich der Mann weiter gewehrt, nach den Beamten getreten und sich gegen die Fesselung gesperrt.

Bei dem Sturz erlitt der 60-Jährige nach Angaben der Bundespolizei eine Schürfwunde am Kopf. Eine Behandlung durch einen hinzugezogenen Notarzt habe er jedoch verweigert. Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen sei der Mann wieder auf freien Fuß gesetzt worden.

Die Bundespolizeiinspektion Dresden leitete Ermittlungsverfahren wegen tätlichen Angriffs auf Vollstreckungsbeamte, gefährlicher Körperverletzung, Beleidigung und Bedrohung ein. Weitere Angaben zum Hintergrund des Vorfalls machte die Behörde zunächst nicht.

]]>
SKD zeigen seltene Schätze aus China https://www.sachsen-fernsehen.de/skd-zeigen-seltene-schaetze-aus-china-2210370/ Wed, 01 Apr 2026 11:44:35 +0000 https://www.sachsen-fernsehen.de/?p=2210370

Dresden - Die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden präsentieren im Residenzschloss ab sofort drei seltene Kunstobjekte aus dem kaiserlichen China. Zu sehen sind eine rund 900 Jahre alte Ru-Schale, eine Drachenvase aus dem 18. Jahrhundert sowie ein Schnupftabakfläschchen. Die Präsentation steht unter dem Titel „Im Fokus: Drei seltene Schätze des Kaiserlichen Chinas“ und ist zunächst bis Ende Juni im Neuen Grünen Gewölbe zu sehen.

Nach Angaben der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden handelt es sich dabei um eine außergewöhnliche Zusammenstellung. Generaldirektor Bernd Ebert sprach bei der Vorstellung von einem „kaiserlichen Gipfeltreffen“. Die Objekte werden hinter Sicherheitsglas präsentiert. Hintergrund sind Hinweise auf einen geplanten Diebstahl aus der Porzellansammlung im Zwinger. Ende Januar hatten die SKD über einen Hackerangriff informiert. Später wurde bekannt, dass mutmaßlich eine wertvolle Schale und eine Vase aus China im Visier von Dieben standen. Wie Ebert erklärte, ermittelt weiterhin eine Sonderkommission der Polizei europaweit.

Trotz solcher Gefährdungslagen wollen die SKD ihre Sammlungen weiterhin öffentlich zugänglich machen. Man sei kein Archiv, das Objekte dauerhaft im Dunkeln verwahre, sondern wolle sie zeigen, erklärte Ebert. Zugleich verwies er auf enge Zusammenarbeit mit Sicherheitsbehörden und spezialisierten Firmen, um die Werke bestmöglich zu schützen.

Im Mittelpunkt der Ausstellung steht die sogenannte Ru-Schale. Keramik aus der Ru-Präfektur in der nordchinesischen Provinz Henan wurde einst ausschließlich für den kaiserlichen Hof hergestellt. Weltweit sind davon nach Angaben der SKD nur noch 89 Objekte erhalten. Die Dresdner Porzellansammlung besitzt damit das einzige Exemplar dieser Art in Deutschland. Das kleine Gefäß aus glasiertem Steinzeug diente ursprünglich als Waschschale für Pinsel.

Die Dresdner Ru-Schale wurde in den 1920er Jahren für die Sammlung erworben. Lange Zeit galt sie als koreanisches Objekt. Erst Forschungen der vergangenen Jahre konnten ihre Herkunft aus den Ru-Werkstätten zweifelsfrei nachweisen. Die SKD sehen darin auch einen Beleg dafür, wie wichtig die weitere wissenschaftliche Erforschung der eigenen Bestände ist.

Neben der Ru-Schale ist auch eine sogenannte Drachenvase ausgestellt. Sie wurde für den Hof des Kaisers Qianlong gefertigt, der von 1735 bis 1795 regierte. Die Vase ist mit neun Drachen bemalt, die über Meer und Himmel aufsteigen. Nach Angaben der SKD gilt sie als seltenes Meisterwerk der kaiserlichen Porzellankunst der Qing-Dynastie. In der chinesischen Kultur steht die Zahl Neun demnach für Ewigkeit, der Drache wiederum als Symbol kaiserlicher Macht.

Ergänzt wird die Präsentation durch ein Schnupftabakfläschchen. Dieses war lange Zeit als europäische Arbeit im chinoisen Stil eingeordnet worden. Erst 2013 wurde es als seltenes und frühes Beispiel chinesischer Emailkunst der Qing-Dynastie erkannt. Seine Herkunft konnte laut SKD auf die kaiserlichen Palastwerkstätten in Peking zurückgeführt werden.

© Adrian Sauer

Die Ausstellung wird von den Staatlichen Kunstsammlungen Dresden als kleine Sensation bezeichnet. Auch der Kunstmarkt zeigt, welche Bedeutung derartigen Objekten zugemessen wird. So wurde eine fast identische Ru-Schale 2017 bei einer Auktion in Hongkong für umgerechnet 31 Millionen Euro versteigert.

Nach der Präsentation im Neuen Grünen Gewölbe sollen die Objekte später wieder in der Porzellansammlung gezeigt werden. Mit der aktuellen Schau rücken die SKD nicht nur seltene Kunstwerke von Weltrang in den Fokus, sondern auch Fragen nach ihrer Herkunft, Erforschung und Sicherheit.

© Paul Kuchel

© Paul Kuchel
]]>
2,8 Milliarden für Sachsens Kommunen https://www.sachsen-fernsehen.de/28-milliarden-fuer-sachsens-kommunen-2210301/ Wed, 01 Apr 2026 09:49:10 +0000 https://www.sachsen-fernsehen.de/?p=2210301

Dresden - Der Freistaat Sachsen hat die Verwendung der kommunalen Mittel aus dem Bundes-Sondervermögen „Infrastruktur und Klimaneutralität“ geregelt. Grundlage ist eine Rechtsverordnung, die das Kabinett am 31. März 2026 beschlossen hat. Sie soll festlegen, wie Städte, Gemeinden und Landkreise ihren Anteil aus dem sogenannten Sachsenfonds einsetzen können.

Insgesamt erhält Sachsen nach den vorliegenden Angaben im Zeitraum von 2025 bis 2036 rund 4,83 Milliarden Euro aus dem Sondervermögen des Bundes. Davon stehen etwa 2,83 Milliarden Euro der kommunalen Ebene zur Verfügung. Die Mittel sollen die Investitionskraft von Städten, Gemeinden und Landkreisen stärken. Die Verordnung regelt unter anderem die Voraussetzungen für Zuweisungen, das Abrechnungsverfahren, die Selbstbeteiligung der Kommunen und die Zuständigkeiten bei der Bewilligung.

Ein Teil der Mittel fließt in klassische Förderbereiche. Rund 1,1 Milliarden Euro sollen über Landesprogramme vergeben werden. Vorgesehen sind nach den Angaben rund 490 Millionen Euro für den kommunalen Straßenbau, weitere rund 490 Millionen Euro für den kommunalen Schulhausbau sowie rund 109 Millionen Euro für den kommunalen Krankenhausbau.

Für den Straßenbau ist ein Budgetierungsverfahren vorgesehen. Demnach gehen 40 Prozent der Mittel an die kreisfreien Städte und 60 Prozent an die Landkreise. Innerhalb der drei kreisfreien Städte sollen Dresden und Leipzig jeweils 16 Prozent erhalten, Chemnitz acht Prozent. Im kreisangehörigen Raum werden die Budgets nach einem festen Schlüssel verteilt, der auch die Netzlängen von Kreis und Gemeindestraßen berücksichtigt. Die Landkreise sollen dazu gemeinsam mit den Kreisverbänden des Sächsischen Städte und Gemeindetages Prioritätenlisten erstellen. Auf dieser Grundlage sollen anschließend Förderanträge gestellt werden.

Bewilligungsbehörde für den kommunalen Straßenbau ist das Landesamt für Straßenbau und Verkehr. Zugleich sieht die Verordnung vor, dass es in diesem Bereich keine Nachbewilligungen und keine Erhöhungen von Zuwendungen geben soll. Nach Darstellung des Freistaates soll so sichergestellt werden, dass die Budgets planbar bleiben und einzelne Großvorhaben nicht überproportional Mittel binden.

Auch für den Schulbau sind erhebliche Mittel vorgesehen. Nach den Angaben des Freistaates stehen rund 490 Millionen Euro aus dem Sondervermögen über die Förderrichtlinie SchulInfra für den kommunalen Schulhausbau bereit. Zusammen mit dem kommunalen Eigenanteil ergibt sich daraus ein Investitionsvolumen von rund 817 Millionen Euro. Hinzu kommen laut den Angaben weitere 78 Millionen Euro Fördervolumen für Schulen in freier Trägerschaft sowie ein ergänzender Eigenanteil. Insgesamt wird für den Bereich Schule ein Investitionsvolumen von 948 Millionen Euro genannt. Ergänzt werden soll dies durch die erste Säule des Startchancen-Programms mit bis zu 205 Millionen Euro.

Für Schulträger gelten dabei konkrete Fristen. Bis zum 1. September 2026 sollen die Planungen für vorgesehene Schulbauvorhaben vorangetrieben und die notwendigen Unterlagen eingereicht werden. Für Anträge bis zu diesem Stichtag stehen den Angaben zufolge zunächst 70 Prozent der für die Schulbauförderung vorgesehenen Summe bereit, das sind 343 Millionen Euro. Ein zweiter Stichtag für die verbleibenden 30 Prozent der Mittel ist der 1. September 2027.

Neben den Fachförderungen sieht die Verordnung auch pauschale Investitionsbudgets für Kommunen vor. Dafür sind weitere rund 1,7 Milliarden Euro eingeplant. Diese Budgets verteilen sich auf insgesamt 13 Einheiten, also auf die drei kreisfreien Städte und zehn Kreisgebiete. Die Mittel können von Kommunen für selbst gewählte Investitionsmaßnahmen eingesetzt werden. Maßgeblich für die Höhe der einzelnen Budgets ist die Einwohnerzahl. Die Bewilligung soll in drei Tranchen erfolgen: für die Jahre 2026 bis 2028, 2029 bis 2032 sowie 2033 bis 2036, jeweils zu einem Drittel der Gesamtsumme.

Nach den Angaben des Freistaates geht Sachsen bei der Finanzierung zunächst in Vorleistung. Kommunen können demnach jeweils die Mittel abrufen, die sie voraussichtlich innerhalb von sechs Monaten zur Begleichung von Rechnungen benötigen. Der Freistaat übernimmt anschließend die Abrechnung gegenüber dem Bund. Die Förderverfahren sollen grundsätzlich digitalisiert über das Förderportal des Freistaates Sachsen abgewickelt werden.

Aus der Staatsregierung kommt Unterstützung für die beschlossene Regelung. Infrastrukturministerin Regina Kraushaar erklärte, mit klaren Regeln und verlässlichen Budgets seien die Voraussetzungen geschaffen worden, damit wichtige Vorhaben bei Straßen und Brücken zügig umgesetzt werden könnten. Sozialministerin Petra Köpping verwies darauf, dass allein rund 109 Millionen Euro des kommunalen Anteils in den Krankenhausbau fließen sollen. Kultusminister Conrad Clemens sprach mit Blick auf den Schulbau von einer „Schulbau-Milliarde“ und kündigte einen Modernisierungsschub für Sachsens Schulen an.

Auch aus der Landespolitik wurde der Beschluss begrüßt. Die SPD-Landtagsabgeordneten Sophie Koch und Albrecht Pallas erklärten, der Sachsenfonds solle die Investitionskraft der Kommunen stärken. Für Dresden nannten sie ein frei verfügbares Kommunalbudget von rund 243 Millionen Euro. Zusätzlich verwiesen sie auf den Zugriff der Kommunen auf weitere Förderprogramme für Schulhausbau, Straßen und Brücken sowie Krankenhäuser.

Mit der nun beschlossenen Verordnung ist damit festgelegt, nach welchen Regeln der kommunale Anteil des Sachsenfonds in Sachsen eingesetzt werden soll. Im Mittelpunkt stehen Investitionen in Verkehrswege, Bildungsinfrastruktur, Krankenhäuser und kommunale Vorhaben vor Ort.

]]>
Dresden Monarchs holen David Moore III. https://www.sachsen-fernsehen.de/dresden-monarchs-holen-david-moore-iii-2210286/ Wed, 01 Apr 2026 09:25:41 +0000 https://www.sachsen-fernsehen.de/?p=2210286

Dresden - Die Dresden Monarchs verstärken ihr Backfield mit David Moore III. Der US-Amerikaner soll dem Laufspiel in der neuen GFL-Saison mehr Tiefe und Flexibilität geben.

Die Dresden Monarchs haben einen weiteren Running Back für die neue Saison in der effect® ENERGY GFL verpflichtet. Mit David Moore III. verstärken die Königlichen eine zentrale Position in der Offensive. Künftig soll er gemeinsam mit Tofunmi Lala und Yazan Nasser das Laufspiel des Teams prägen und für mehr Variabilität sorgen.

Nach Angaben des Vereins sehen die Monarchs in Moore III. vor allem eine zusätzliche Option für ihr Running Game. Offense Coordinator Robert Cruse beschreibt den Neuzugang als kompakten und physischen Running Back mit ausgeprägter Scoring-Mentalität. Er sei nicht als Ersatz für bestehende Spieler im Kader gedacht, sondern als Ergänzung, die der Offensive mehr Tiefe und Qualität verleihen solle.

David Moore III. stammt aus Colorado Springs im US-Bundesstaat Colorado. Bereits während seiner Zeit an der Pine Creek High School machte er mit starken Leistungen auf sich aufmerksam. Dort gewann er mit seinem Team zwei Championship Games. In seiner letzten High-School-Saison kam er auf 37 Touchdowns und 2.602 erlaufene Yards. Für diese Leistungen wurde er als Conference MVP ausgezeichnet. Nach Vereinsangaben zählt er statistisch zu den effektivsten Running Backs in der Geschichte des Bundesstaates Colorado.

Im Anschluss spielte Moore III. an der Southern Utah University in der NCAA Division I, genauer in der FCS. Dort stand er unter anderem gemeinsam mit dem letztjährigen Monarchs-Quarterback Justin Miller auf dem Feld. Im Jahr 2025 wechselte er an die Brunel University in London, die in der BUCS Premiership antritt. Mit den Burners gewann der 24-Jährige vor wenigen Tagen die National Vase Premiership.

Nun folgt für Moore III. der nächste Schritt in Dresden. Seine Erfahrung aus Endspielen und erfolgreichen Spielzeiten soll er künftig bei den Monarchs einbringen. Der Running Back selbst verweist auf die besondere Atmosphäre in Dresden. Er habe bereits von der vergangenen Saison und dem Endspiel vor mehr als 20.000 Fans gehört und wolle ein solches Erlebnis nun selbst auf dem Feld miterleben. Zugleich betont er, dass er seinen Beitrag zur kommenden Aufgabe des Teams leisten wolle.

Mit der Verpflichtung von David Moore III. bauen die Dresden Monarchs ihre Offense gezielt weiter aus. Der Neuzugang soll das Laufspiel flexibler machen und zusätzliche Optionen für die neue GFL-Saison schaffen.

]]>
Kriminalität in Sachsen leicht gesunken https://www.sachsen-fernsehen.de/kriminalitaet-in-sachsen-leicht-gesunken-2210268/ Wed, 01 Apr 2026 07:48:49 +0000 https://www.sachsen-fernsehen.de/?p=2210268

Dresden - Im Freistaat Sachsen ist die Zahl der registrierten Straftaten im Jahr 2025 zurückgegangen. Nach Angaben von Innenminister Armin Schuster sank die Gesamtzahl der Delikte im Vergleich zum Vorjahr um 2,6 Prozent. Insgesamt wurden rund 269.000 Straftaten erfasst, nachdem es 2024 noch knapp 298.000 Fälle gewesen waren.

Auch die sogenannte Häufigkeitszahl, also die Zahl der Straftaten pro 100.000 Einwohner, ging deutlich zurück – von 7.349 im Jahr 2024 auf 6.656 im Jahr 2025. Gleichzeitig sank die Aufklärungsquote leicht von 60,5 auf 59,1 Prozent.

Deutliche Rückgänge bei Diebstahl und Drogendelikten

Besonders stark fiel der Rückgang in bestimmten Deliktbereichen aus. Die Zahl der Diebstähle in und aus Kraftfahrzeugen sank um 19,8 Prozent. Auch die Straßenkriminalität ging um 12,3 Prozent zurück. Den größten Rückgang verzeichneten Rauschgiftdelikte mit einem Minus von 25,9 Prozent.

Diese Entwicklungen tragen maßgeblich zum allgemeinen Rückgang der Kriminalitätszahlen bei.

Cyberkriminalität nimmt weiter zu

Im Gegensatz dazu stieg die Cyberkriminalität deutlich an. Die Zahl entsprechender Fälle erhöhte sich um 10,7 Prozent auf 4.410. Ein Schwerpunkt liegt weiterhin beim Betrug im Internet.

Nach Angaben der Ermittlungsbehörden hat sich insbesondere der sogenannte Anlagebetrug stark ausgeweitet. Zudem nahmen Fälle, in denen illegal auf Zahlungskarten zugegriffen wurde, um rund 50 Prozent zu. Neben der steigenden Fallzahl wächst auch die Schadenshöhe deutlich.

Ein Problem für die Ermittler: Viele Taten werden aus dem Ausland heraus begangen, während der Schaden in Sachsen entsteht. Dadurch wird die Strafverfolgung komplexer.

Gewaltkriminalität steigt an

Entgegen dem allgemeinen Trend ist die Gewaltkriminalität gestiegen. Die Zahl der Fälle erhöhte sich von 9.703 auf 10.090. Den größten Anteil machten gefährliche und schwere Körperverletzungen mit 7.520 Fällen aus.

Hinzu kamen 1.978 Raubdelikte, 508 Vergewaltigungen sowie 72 Fälle von Mord, Totschlag oder Tötung auf Verlangen. In 24 Fällen endeten diese Delikte tödlich.

Auffällig ist der steigende Anteil tatverdächtiger Kinder und Jugendlicher. Seit 2016 hat sich ihr Anteil an der Gewaltkriminalität von 13 auf 24 Prozent erhöht.

Straftaten durch Zuwanderer und Intensivtäter

Im Jahr 2025 wurden 16.095 Straftaten von Zuwanderern registriert, leicht weniger als im Vorjahr. Dabei handelte es sich häufig um Diebstähle, Körperverletzungen und das sogenannte Erschleichen von Beförderungsleistungen.

Ein erheblicher Anteil der Taten wird laut Statistik von sogenannten Mehrfach- und Intensivtätern begangen. Insgesamt gingen 8.608 Straftaten auf diese Gruppe zurück.

Politisch motivierte Kriminalität rückläufig

Die politisch motivierte Kriminalität ging deutlich zurück – von 8.009 Fällen im Jahr 2024 auf 5.536 im Jahr 2025. Ein Grund dafür ist laut Innenministerium das Ausbleiben von Wahlen im Freistaat.

Dabei wurden 1.244 Fälle dem linken Spektrum und 3.406 Fälle dem rechtsextremen Bereich zugeordnet. Auch wenn beide Bereiche rückläufig sind, bleibt das Thema ein Schwerpunkt für die Sicherheitsbehörden.

Fazit: Positive Entwicklung mit klaren Problemfeldern

Die Kriminalitätsstatistik zeigt insgesamt eine positive Entwicklung für Sachsen. Rückgänge bei klassischen Delikten wie Diebstahl und Drogendelikten prägen das Bild.

Gleichzeitig stehen Polizei und Politik vor neuen Herausforderungen – insbesondere durch zunehmende Cyberkriminalität und steigende Gewaltfälle, vor allem unter jungen Tatverdächtigen.

]]>
Paar verkauft Diebesgut in Dresden https://www.sachsen-fernsehen.de/paar-verkauft-diebesgut-in-dresden-2209722/ Tue, 31 Mar 2026 11:39:20 +0000 https://www.sachsen-fernsehen.de/?p=2209722

Dresden - In Dresden ermittelt die Polizei gegen eine 36-jährige Frau und einen 38-jährigen Mann wegen des Verdachts der Hehlerei. Das Paar soll gestohlenes Metall auf einem Wertstoffhof abgegeben haben.

Nach Angaben der Polizei brachten die beiden am Vormittag des 30. März eine etwa fünf Kilogramm schwere Messingplatte zu einem Wertstoffhof an der Fritz-Reuter-Straße im Stadtteil Leipziger Vorstadt. Für das Metall erhielten sie rund 23 Euro.

Mitarbeitende entdecken Herkunft

Bei der genaueren Untersuchung fiel Mitarbeitenden auf, dass es sich nicht um gewöhnlichen Metallschrott handelte. Das zusammengefaltete Stück entpuppte sich als Grabplatte.

Daraufhin wurde die Polizei informiert. Die eingesetzten Beamten konnten die Platte einem Diebstahl zuordnen, der Anfang Februar auf einem Friedhof im Dresdner Stadtteil Leuben stattgefunden hatte.

Ermittlungen gegen das Paar

Die Polizei konnte das Paar kurze Zeit später ausfindig machen. Beide sind deutsche Staatsangehörige. Gegen sie wird nun wegen Hehlerei ermittelt.

Die weiteren Ermittlungen dauern an.

]]>
Forderung nach mehr Schulsozialarbeit https://www.sachsen-fernsehen.de/forderung-nach-mehr-schulsozialarbeit-2209662/ Tue, 31 Mar 2026 10:07:44 +0000 https://www.sachsen-fernsehen.de/?p=2209662

Dresden - In Sachsen verfügt derzeit nur rund jede zweite Schule über Schulsozialarbeit. Nach aktuellen Angaben liegt der Anteil bei etwa 40 Prozent. Gewerkschaften und Fachverbände fordern deshalb einen flächendeckenden Ausbau bis zum Jahr 2032.

Grundlage der Debatte ist eine bundesweite Studie, die die Situation der Schulsozialarbeit in den einzelnen Bundesländern untersucht hat. Sachsen liegt demnach im Mittelfeld. Studienleiter Lars Bieringer sieht zwar Fortschritte, aber weiterhin deutlichen Verbesserungsbedarf.

Forderung nach Ausbau bis 2032

Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft sowie die Landesarbeitsgemeinschaft Schulsozialarbeit sprechen sich für einen schrittweisen Ausbau aus. Ziel ist, dass bis 2032 an jeder Schule Sozialarbeiter eingesetzt werden.

Begründet wird die Forderung unter anderem mit steigenden Belastungen bei Schülerinnen und Schülern. Besonders betroffen seien Kinder und Jugendliche aus einkommensschwächeren Familien. Gleichzeitig verweisen die Gewerkschaften auf hohe Zahlen bei Schulabbrüchen und Schulverweigerung.

Aktuelle Situation in Sachsen

Nach Angaben der Landesarbeitsgemeinschaft gibt es derzeit 640 Vollzeitstellen, die sich rund 750 Sozialarbeiter teilen. Insgesamt betreuen sie etwa 417.000 Schülerinnen und Schüler an 1.575 Schulen. Rein rechnerisch entspricht das etwa 651 Schülern pro Stelle.

Zugleich zeigt sich eine ungleiche Verteilung: Während einige Schulen über sozialpädagogische Unterstützung verfügen, fehlt sie an vielen anderen Einrichtungen vollständig. Gesetzlich vorgeschrieben ist Schulsozialarbeit derzeit nur an staatlichen Ober- und Gemeinschaftsschulen.

Finanzierung als zentrale Herausforderung

Ein flächendeckender Ausbau würde erhebliche Kosten verursachen. Nach Schätzungen der Fachverbände wären dafür rund 100 Millionen Euro notwendig. Bei einem Landesanteil von 90 Prozent müsste der Freistaat etwa 90 Millionen Euro aufbringen.

Aktuell liegen die jährlichen Ausgaben bei rund 37,5 Millionen Euro. Aufgrund gestiegener Kosten bedeutet eine gleichbleibende Finanzierung nach Einschätzung der Gewerkschaft jedoch faktisch einen Rückgang der Leistungen.

Blick auf die bundesweite Entwicklung

Bundesweit ist Schulsozialarbeit bereits fest im Bildungssystem verankert. Dennoch gibt es große Unterschiede zwischen den Ländern. Nur Berlin und teilweise das Saarland bieten ein flächendeckendes Angebot.

In Sachsen zeigt die Studie zudem strukturelle Herausforderungen: Viele Fachkräfte arbeiten allein an ihren Schulen, und ein erheblicher Anteil denkt über einen Berufswechsel nach. Gleichzeitig verfügen die meisten Beschäftigten über unbefristete Arbeitsverträge.

Empfehlungen für die Zukunft

Studienleiter Bieringer empfiehlt unter anderem den Ausbau von Teamstrukturen sowie bessere fachliche Begleitung und Weiterbildungsmöglichkeiten. Zudem sei eine langfristige finanzielle Absicherung notwendig, um bestehende Strukturen zu stabilisieren und weiterzuentwickeln.

]]>
Arbeitslosigkeit in Sachsen leicht gesunken https://www.sachsen-fernsehen.de/arbeitslosigkeit-in-sachsen-leicht-gesunken-3-2209611/ Tue, 31 Mar 2026 08:41:15 +0000 https://www.sachsen-fernsehen.de/?p=2209611

Chemnitz - Die Arbeitslosigkeit in Sachsen ist im März 2026 leicht zurückgegangen. Insgesamt waren 155.767 Menschen im Freistaat ohne Arbeit. Das sind 1.771 Personen weniger als im Februar, jedoch 5.663 mehr als im März des vergangenen Jahres. Die Arbeitslosenquote liegt aktuell bei 7,2 Prozent.

Damit erreicht die Quote im langjährigen Vergleich den höchsten März-Wert seit 2017. Damals lag sie bei 7,3 Prozent.

Keine klassische Frühjahrsbelebung

Trotz des Rückgangs sehen Experten keine klare wirtschaftliche Trendwende. Klaus-Peter Hansen, Vorsitzender der Geschäftsführung der Regionaldirektion Sachsen der Bundesagentur für Arbeit, erklärt, dass die übliche Frühjahrsbelebung bislang ausgeblieben sei.

Der aktuelle Rückgang sei vor allem auf arbeitsmarktpolitische Maßnahmen zurückzuführen. Viele Menschen wurden durch Aktivierungsangebote, Qualifizierungen und Arbeitsgelegenheiten unterstützt. Gleichzeitig prägen wirtschaftliche Unsicherheiten weiterhin den Arbeitsmarkt. Auch mögliche Auswirkungen internationaler Krisen seien derzeit noch nicht absehbar.

Unterschiede zwischen Jobcentern und Arbeitsagenturen

Von den insgesamt 155.767 Arbeitslosen werden 95.670 Personen von Jobcentern betreut, was einem Anteil von 61,4 Prozent entspricht. Weitere 60.097 Menschen (38,6 Prozent) werden durch die Arbeitsagenturen betreut.

Im Monatsvergleich ist die Arbeitslosigkeit in den Jobcentern nahezu stabil geblieben (minus 0,1 Prozent), während sie bei den Arbeitsagenturen deutlicher um 2,8 Prozent zurückging. Im Vergleich zum Vorjahr sind die Zahlen jedoch in beiden Bereichen gestiegen.

Entwicklung in Leipzig und den Regionen

Auch regional zeigt sich überwiegend ein leichter Rückgang der Arbeitslosigkeit. Mit Ausnahme des Landkreises Zwickau, wo ein leichter Anstieg von 0,7 Prozent verzeichnet wurde, sank die Arbeitslosigkeit in allen anderen Regionen.

Zu den stärksten Rückgängen zählen der Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge (minus 2,6 Prozent), der Vogtlandkreis (minus 2,2 Prozent) sowie der Landkreis Leipzig (minus 2,0 Prozent).

Für Leipzig ergibt sich ein differenziertes Bild: Während der Landkreis Leipzig eine Arbeitslosenquote von 6,5 Prozent aufweist, liegt die Quote in der Stadt Leipzig bei 8,9 Prozent.

Große Spannweite bei den Arbeitslosenquoten

Die niedrigste Arbeitslosenquote wurde im März im Landkreis Meißen sowie in der Sächsischen Schweiz-Osterzgebirge mit jeweils 5,8 Prozent gemessen. Den höchsten Wert verzeichnet die Stadt Chemnitz mit 9,8 Prozent.

Diese Spannweite verdeutlicht die unterschiedlichen wirtschaftlichen Bedingungen innerhalb Sachsens.

Nachfrage nach Arbeitskräften steigt leicht

Im März wurden insgesamt 7.103 neue Stellen gemeldet. Das entspricht einem Anstieg von elf Prozent gegenüber dem Vormonat und rund 15,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Insgesamt sind derzeit 31.231 offene Stellen bei den Arbeitsagenturen und Jobcentern gemeldet. Das sind leicht mehr als im Februar, jedoch etwas weniger als im Vorjahr.

Beschäftigung rückläufig

Die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung ist zuletzt gesunken. Im Januar 2026 waren rund 1.613.200 Menschen in Sachsen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Das sind sowohl weniger als im Dezember 2025 als auch im Januar des Vorjahres.

Während in Bereichen wie Gesundheitswesen, Sozialwesen sowie bei freiberuflichen und technischen Dienstleistungen Beschäftigungszuwächse verzeichnet wurden, kam es insbesondere im verarbeitenden Gewerbe, in der Zeitarbeit sowie im Handel zu Rückgängen.

Dynamik auf dem Arbeitsmarkt

Der Arbeitsmarkt bleibt weiterhin in Bewegung. Im März meldeten sich 28.003 Menschen neu arbeitslos, während gleichzeitig 29.773 ihre Arbeitslosigkeit beendeten.

Allein 9.238 Personen wurden nach einer Beschäftigung arbeitslos, während 9.168 Menschen eine neue Stelle fanden und sich aus der Arbeitslosigkeit abmelden konnten.

]]>