News – Sachsen Fernsehen https://www.sachsen-fernsehen.de Das lokale Nachrichtenportal für Sachsen Sun, 05 Jul 2026 15:36:57 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=6.9.4 Zwei Monate nach der Amokfahrt: Leipzigs OBM Jung fordert Debatte über Männlichkeitsbilder https://www.sachsen-fernsehen.de/zwei-monate-nach-der-amokfahrt-leipzigs-obm-jung-fordert-debatte-ueber-maennlichkeitsbilder-2249649/ Sun, 05 Jul 2026 15:36:57 +0000 https://www.sachsen-fernsehen.de/?p=2249649 Zwei Monate nach der tödlichen Amokfahrt in der Leipziger Innenstadt spricht Oberbürgermeister Burkhard Jung über die Folgen der Tat, mögliche Konsequenzen für die Sicherheit im Stadtzentrum und einen dauerhaften Ort des Gedenkens. Wie die Leipziger Volkszeitung (LVZ) berichtet, fordert der SPD-Politiker zugleich eine gesellschaftliche Debatte über destruktive Männlichkeitsbilder und deren mögliche Folgen.

Bei der Tat am 4. Mai waren in der Leipziger Innenstadt zwei Menschen getötet und zahlreiche weitere verletzt worden. Für Jung hat das Geschehen Spuren in der Stadt hinterlassen, die über die unmittelbaren Folgen hinausgehen. Deshalb hält er einen dauerhaften Ort des Erinnerns für notwendig.

Laut LVZ werde im Kulturdezernat bereits über mögliche Formen eines solchen Gedenkorts nachgedacht. Denkbar seien etwa eine in den Boden eingelassene Gedenkplatte oder eine kleine Stele. Nach Ansicht des Oberbürgermeisters sollte ein solcher Ort jedoch nicht nur an die Opfer erinnern, sondern auch Raum für die Auseinandersetzung mit den Hintergründen der Tat schaffen.

Jung ordnet die Amokfahrt nicht als politisch oder religiös motivierte Tat ein. Im Gespräch mit der LVZ sagte er, dass vielmehr darüber gesprochen werden müsse, welche Rolle enttäuschte und aggressive Männlichkeitsbilder spielen können. Er bezeichnete das Verhalten als ein enttäuschtes männliches Verhalten, das sich in Mordlust geäußert habe, und sprach von „Macho-Gehabe“.

Eine offene gesellschaftliche Diskussion über Vorstellungen von Männlichkeit hält Jung deshalb für wichtig. Dabei geht es nach seiner Auffassung auch um die Frage, wie Kränkung, Aggression und ein zerstörerisches Verständnis von Stärke in extreme Gewalt umschlagen können.

Angst vor weiteren Tätern

Der Oberbürgermeister erinnert sich auch an die ersten Stunden nach der Tat. Nach Angaben der LVZ wurde Jung während einer Sitzung über die Ereignisse informiert. Anschließend fuhr er in das Lagezentrum der Hauptfeuerwache und von dort weiter zum Augustusplatz.

Zu diesem Zeitpunkt sei die Lage zunächst unübersichtlich gewesen. Neben der Sorge um mögliche Tote und Verletzte habe sich die Frage gestellt, ob es sich um einen Terroranschlag handeln könnte und ob weitere Täter beteiligt seien. In der Innenstadt habe trotz zahlreicher Einsatzfahrzeuge eine bedrückende und ungewöhnliche Ruhe geherrscht.

Jung verteidigte gegenüber der LVZ auch, dass er bereits früh öffentlich von einer Amokfahrt gesprochen hatte. Die Tat sei aus seiner Sicht klar als mörderischer Angriff eines einzelnen Täters ohne politischen Hintergrund einzuordnen gewesen. Mit einer schnellen Benennung habe die Stadt auch Spekulationen und zusätzliche Verunsicherung verhindern wollen.

Sicherheitsdebatte um Poller und Zufahrtsschutz

Schon kurz nach der Tat begann in Leipzig die Diskussion darüber, wie ein Fahrzeug überhaupt in die Grimmaische Straße gelangen konnte. Wie die LVZ berichtet, befassten sich Ordnungs- und Baudezernat bereits kurz darauf mit möglichen Konsequenzen.

Versenkbare Poller an den Zugängen zur Innenstadt seien bereits vor Jahren diskutiert worden. Damals habe jedoch vor allem die Verkehrssteuerung im Mittelpunkt gestanden. Sicherheitsrisiken durch gezielte Fahrzeugattacken hätten in den damaligen Überlegungen kaum eine Rolle gespielt. Zudem habe es Bedenken wegen technischer Störungen und möglicher Behinderungen des Lieferverkehrs gegeben.

Nach der Amokfahrt reagierte die Stadt mit mobilen, massiven Sperrelementen. Diese sollten vor allem das Risiko einer möglichen Nachahmungstat reduzieren und zeigen, dass die Stadt handlungsfähig ist.

Jung warnt jedoch vor der Vorstellung, eine Innenstadt könne vollständig gegen solche Angriffe abgeschirmt werden. Auch ein dichtes Netz aus Pollern garantiere keinen vollständigen Schutz. Dafür gebe es zu viele Möglichkeiten, in die Innenstadt zu gelangen.

Für den Oberbürgermeister geht es deshalb um einen Ausgleich zwischen Sicherheit und Offenheit. Innenstädte seien Orte der Begegnung, des Austauschs und der gesellschaftlichen Vielfalt. Eine vollständige Abschottung widerspreche diesem Gedanken. Zugleich müsse das Sicherheitsbedürfnis der Menschen ernst genommen werden.

Bis zum Herbst soll nach LVZ-Angaben ein umfassenderes Sicherheitskonzept für die Leipziger Innenstadt entstehen. Diskutiert werden unter anderem Sitzgelegenheiten, die gleichzeitig als Schutzbarrieren dienen könnten, sowie natürliche Hindernisse.

Jung spricht sich dabei eher für Bäume als für große Pflanzenkübel aus. Solche Kübel verursachten aus seiner Sicht nicht nur zusätzlichen Pflegeaufwand, sondern könnten bei einem Aufprall selbst zu einer Gefahr werden.

Begegnung mit einem Schwerverletzten

Besonders in Erinnerung geblieben ist Jung auch der Besuch bei einem jungen Venezolaner, der bei der Amokfahrt schwer verletzt wurde. Der Oberbürgermeister traf ihn wenige Tage nach der Tat im Krankenhaus.

Wie Jung im Gespräch mit der LVZ schilderte, berichtete der Verletzte von dem Moment des Angriffs und davon, dass seine Freundin gesehen habe, wie er durch die Luft geschleudert wurde. Trotz seiner schweren Verletzungen habe ihn damals auch eine ganz alltägliche Sorge beschäftigt: die Angst, wegen seiner Genesung die Arbeit zu verlieren.

Jung habe ihm daraufhin zugesichert, sich um Unterstützung zu bemühen.

Zwei Monate nach der Tat steht Leipzig damit nicht nur vor der Frage, wie die Innenstadt sicherer werden kann. Ebenso geht es darum, wie die Stadt an die Opfer erinnert und welche gesellschaftlichen Lehren aus der Gewalt gezogen werden können.

Für Jung gehört dazu ausdrücklich auch die Debatte darüber, wann Kränkung, Besitzdenken und aggressive Vorstellungen von Männlichkeit in Gewalt umschlagen können. Der geplante Gedenkort könnte deshalb nicht nur ein Ort der Erinnerung, sondern auch ein Ausgangspunkt für eine breitere gesellschaftliche Auseinandersetzung sein.

]]>
Rund 17.000 Gäste besuchen «Theater der Welt» in Chemnitz https://www.sachsen-fernsehen.de/rund-17-000-gaeste-besuchen-theater-der-welt-in-chemnitz-2249637/ Sun, 05 Jul 2026 14:08:18 +0000 https://www.sachsen-fernsehen.de/?p=2249637 Chemnitz – Mit mehr als 30 internationalen Produktionen hat das Festival «Theater der Welt» Chemnitz 18 Tage lang zur Bühne für Theaterkunst aus aller Welt gemacht. Rund 17.000 Besucherinnen und Besucher kamen zu den Vorstellungen und Veranstaltungen.

Der große Publikumszuspruch sei für ihn keine Überraschung gewesen, erklärte Stefan Schmidtke, einer der drei Festival-Intendanten. Chemnitz habe sich bereits als Kulturhauptstadt Europas 2025 als weltoffene Stadt präsentiert.

Die meisten Vorstellungen des Festivals waren nach Angaben der Veranstalter ausverkauft. Die Auslastung lag bei 91,8 Prozent. Etwa ein Drittel des Publikums reiste von außerhalb an.

Zum Abschluss des Festivals war am Sonntagabend eine Party im Festivalzentrum am Spinnbau geplant, die bis in die frühen Morgenstunden dauern sollte.

Theater aus allen Kontinenten

Das Programm der diesjährigen Ausgabe war von neun Kuratorinnen und Kuratoren aus verschiedenen Ländern zusammengestellt worden. Zu erleben war ein breites Spektrum – von Pop-Oper und Schauspiel über Figuren- und Objekttheater bis hin zu Performances und Virtual-Reality-Erlebnissen.

Ein Schwerpunkt lag auf indigenen Stimmen und Perspektiven. Zum Auftakt am 18. Juni war mit «Split Tooth: Saputjiji» eine Produktion der kanadischen Sängerin und Autorin Tanya Tagaq zu erleben. Kehlkopfgesang und Tanz vermittelten dabei Eindrücke aus der Kultur der Inuit.

Schrille Pop-Oper und beklemmende VR-Dystopie

Für Begeisterung sorgte auch eine schrille Pop-Oper im Chemnitzer Opernhaus. Die Produktion war dem südafrikanischen Anti-Apartheid-Aktivisten und queeren Vorkämpfer Simon Nkoli gewidmet. Das Publikum feierte die Aufführung mit stehendem Applaus.

Einen ganz anderen Zugang wählte das Stück «Blur»: Mit VR-Brillen tauchten die Besucherinnen und Besucher in eine beklemmende dystopische Welt ein.

«Theater der Welt» gilt als eines der bedeutendsten internationalen Theaterfestivals Deutschlands. Es wird alle drei Jahre in einer anderen deutschen Stadt ausgerichtet.

]]>
Vogelküken nach Hitzewelle in Not – Helfer am Limit https://www.sachsen-fernsehen.de/vogelkueken-nach-hitzewelle-in-not-helfer-am-limit-2249625/ Sun, 05 Jul 2026 11:02:24 +0000 https://www.sachsen-fernsehen.de/?p=2249625 Bad Elster/Leipzig (dpa/sn) – Um der Hitze in ihren Nestern zu entkommen, kletterten die Jungvögel an den Rand – und stürzten ab. Während der Hitzewelle Ende Juni gerieten auf diese Weise Hunderte junge Wildvögel in Sachsen in Not.

Bei Corinna Heinrich steht seitdem das Telefon kaum noch still. Aus den Nestern gefallene Mauersegler und andere geschwächte Jungvögel füllen die Vogel- und Igelpflegestation in Bad Elster im Vogtland. Die Tiere müssen tagsüber im Abstand von wenigen Stunden gefüttert werden. Bundesweit seien viele Wildtierpflegestationen voll ausgelastet oder stünden kurz vor einem Aufnahmestopp, berichtet Heinrich.

Die jüngste Extremhitze habe «das Fass zum Überlaufen gebracht», sagt sie. Rund 50 Mauerseglerküken hat Heinrich in den vergangenen Tagen aufgenommen. Dabei seien die meist privat betriebenen und fast ausschließlich aus Spenden finanzierten Wildtierpflegestationen schon zuvor an ihre Grenzen gekommen. «Immer mehr geben auf.» Für viele sei die zeitaufwendige Pflege neben Beruf, Familie und gesundheitlichen Belastungen nicht mehr zu bewältigen.

Heinrich betreibt nach eigenen Angaben die einzige verbliebene Auffangstation für kleine Wildtiere in weiten Teilen Südwestsachsens und bis ins bayerische Oberfranken. «Wenn ich aufhören würde, müsste ich ständig daran denken, was mit den Tieren passiert.»

Hitze setzt Jungvögeln in Städten besonders zu

Besonders dramatisch sei die Lage zuletzt in den stark aufgeheizten Großstädten mit Temperaturen um 40 Grad Celsius gewesen, sagt Karsten Peterlein, Leiter der Wildvogelhilfe Leipzig. Während der viertägigen Hitzewelle im Juni seien mehr als 500 Meldungen über gefundene Mauerseglerküken eingegangen. 76 Tiere habe die Wildvogelhilfe aufnehmen können. «Die anderen mussten wir abweisen, es ist eine Katastrophe.»

Es fehle schlicht an Zeit, Personal und Geld. Viele Jungvögel seien wegen der Hitze an den Rand ihrer Nester geklettert, abgestürzt und anschließend auf Hilfe angewiesen gewesen.

Auch in Bad Elster bestimmt die Versorgung der jungen Mauersegler den Tagesablauf. Jeder Vogel muss zum Füttern vorsichtig in die Hand genommen werden. Ein falscher Griff kann den empfindlichen Schnabel verletzen. Die Aufzucht eines Mauerseglers koste allein für das Futter rund 50 Euro, berichtet Heinrich. In ihrer Station werden zudem Igel, Fledermäuse und andere Wildtiere versorgt.

Die Station sei dringend auf Spenden angewiesen. «Ich kann die Kosten für Tierarzt und Futter einfach nicht allein stemmen.»

Eine dauerhafte staatliche Förderung gibt es für die meisten Wildtierpflegestationen in Sachsen nicht, sagt René Sievert vom Naturschutzbund Sachsen (Nabu). «Die Menschen, die Wildtiere finden, sind oft verzweifelt. Sie telefonieren lange und finden trotzdem keine Ansprechpartner.»

Außerhalb der Dienstzeiten seien Behörden aus den Bereichen Jagd, Forst oder Naturschutz häufig nicht erreichbar. «Dann landen die Menschen zwangsläufig bei den ehrenamtlichen Wildtierpflegestellen», sagt Sievert. Vielen sei nicht bewusst, dass die Helfer die Tiere zusätzlich zu Beruf und Familie versorgten. Die Kapazitäten seien entsprechend begrenzt.

Der Nabu bemühe sich deshalb intensiv um Information und Aufklärung, damit Hilfe möglichst schnell vermittelt werden könne. Seit kurzem unterstützt zudem die bundesweite Wildtier-SOS-App Finder dabei einzuschätzen, ob ein Tier tatsächlich Hilfe benötigt und an wen sie sich wenden können.

Emotionale Belastung für Helfer

Dass selbst erfahrene Betreiber von Auffangstationen zeitweise ausfallen, verschärft die Situation. Tobias Rietzsch von der Wildtierauffangstation in Rödlitz im Landkreis Zwickau kann derzeit aus gesundheitlichen Gründen keine Tiere aufnehmen. Die Anfragen reißen dennoch nicht ab. Immer wieder meldeten sich auch Tierärzte, Feuerwehren und Behörden bei ihm.

«Vom Land Sachsen kamen bisher keine Signale, uns bei unserer Arbeit zu unterstützen», sagt Rietzsch. Vielen Helfern falle es aus moralischen Gründen schwer, Tiere abzuweisen. Er berichtet von einem Falkner, der seit Jahren ankündige, aufhören zu wollen. Inzwischen sei der Mann über 90 Jahre alt. Doch wenn das Telefon klingele, helfe er trotzdem weiter. «Wir wollen ja helfen», sagt Rietzsch.

Dass Finder häufig lange nach einer geeigneten Pflegestelle suchen müssen, war einer der Gründe für die Gründung des Netzwerks Wildtierhilfe Sachsen vor drei Jahren, sagt Geschäftsführerin Simone Schulz. Das Netzwerk will Pflegestellen, Tierärzte, Behörden und Naturschutzakteure enger miteinander verbinden. Die Idee sei an der Tierklinik der Universität Leipzig entstanden – auch, weil die Zahl schwer verletzter Wildtiere zunehme.

Heute gehören dem Netzwerk rund 150 Mitglieder an. Es unterstützt ehrenamtliche Pflegestellen unter anderem mit Fortbildungen und Resilienz-Seminaren, die die Helfer auch psychisch entlasten sollen. Denn Aufnahmestopps und das Verschwinden von Pflegestellen belasteten viele Wildtierhelfer stark. Zugleich seien in Sachsen aber auch neue Initiativen entstanden, und manche Helfer teilten sich inzwischen die Versorgung der Tiere, sagt Schulz.

]]>
Keller brennt – 90 Menschen müssen Haus verlassen https://www.sachsen-fernsehen.de/keller-brennt-90-menschen-muessen-haus-verlassen-2249616/ Sun, 05 Jul 2026 08:55:13 +0000 https://www.sachsen-fernsehen.de/?p=2249616 Leipzig – Bei einem Kellerbrand in einem Mehrfamilienhaus im Leipziger Stadtteil Lößnig sind zehn Menschen wegen des Verdachts auf eine Rauchgasvergiftung ambulant behandelt worden. Wie die Polizei mitteilte, standen in der Nacht zum Samstag zwei Kellerabteile in Flammen.

Rund 90 Bewohner mussten das Gebäude vorübergehend verlassen. Einsatzkräfte der Berufsfeuerwehr und der Freiwilligen Feuerwehr Leipzig-Süd löschten den Brand. Inzwischen konnten die Bewohner in ihre Wohnungen zurückkehren, wie ein Polizeisprecher am Sonntag mitteilte.

Das Haus bleibt den Angaben zufolge bewohnbar. Zur Höhe des entstandenen Schadens und zur Brandursache lagen zunächst keine Informationen vor.

]]>
Hitzeschäden: Leipziger Straßenbahnen rollen wieder https://www.sachsen-fernsehen.de/hitzeschaeden-leipziger-strassenbahnen-rollen-wieder-2249613/ Sun, 05 Jul 2026 06:43:14 +0000 https://www.sachsen-fernsehen.de/?p=2249613 Nach massiven Hitzeschäden am Leipziger Straßenbahnnetz sind sieben Linien zumindest teilweise wieder in Betrieb. Damit seien alle Stadtteile wieder angebunden, informierten die Leipziger Verkehrsbetriebe (LVB). Zugleich wird weiter auf die Hilfe Freiwilliger gesetzt, um die Trassen flottzumachen. Dazu wird für diesen Sonnabend zum dritten Mal zu einem Einsatz aufgerufen – von 10.00 bis 18.00 Uhr.Schon in den vergangenen Tagen hatten Freiwillige geholfen, mit Spaten und Spachtel Schäden an den Schienen zu beseitigen. «Dieses gemeinsame Anpacken ist für mich typisch Leipzig», erklärte Finanzbürgermeister Torsten Bonew (CDU). «Jetzt sehen wir wieder Straßenbahnen in unserer Stadt fahren.»

Extreme Hitze weicht Fugen auf – Gutachter im Einsatz

Die extreme Hitze mit Temperaturen um 40 Grad hatte laut LVB an vielen Stellen im Straßenbahnnetz die Fugenmasse aufgeweicht. Die Straßenbahnen hatten diese herausgedrückt und mit ihren Rädern auf Schienen und Weichen verteilt – bis zu fünf Millimeter dick. Daraufhin war der Straßenbahnbetrieb aus Sicherheitsgründen eingestellt worden.

Den Angaben zufolge hat inzwischen ein TÜV-Gutachter seine Analyse zu den Schadensursachen begonnen. Neben einer visuellen Begutachtung gehören dazu auch Materialproben. Die Ergebnisse sollen in anstehende Bauvorhaben einfließen.

]]>
Alkoholverbot in Zwickaus Innenstadt in Kraft getreten https://www.sachsen-fernsehen.de/alkoholverbot-in-zwickaus-innenstadt-in-kraft-getreten-2249601/ Sat, 04 Jul 2026 16:32:24 +0000 https://www.sachsen-fernsehen.de/?p=2249601 In einem Teil der Zwickauer Altstadt gilt jetzt ein Alkoholverbot. Auf dem Marienplatz und in der Umgebung darf von montags bis samstags in der Zeit von 15.00 Uhr bis 23.00 Uhr kein Alkohol mehr getrunken werden. Ausnahmen gelten nur auf genehmigten Freisitzen von Gastronomiebetrieben, wie die Stadtverwaltung mitteilte. Bei Verstößen drohe ein Bußgeld von bis zu 5.000 Euro.

Die Stadt begründete das Verbot mit Problemen auf dem Marienplatz, die sich trotz Kontrollen in den vergangenen Monaten immer wieder ergeben hätten. Das Ordnungsamt werde seine Einsätze dort in Zusammenarbeit mit der Polizei fortsetzen.

]]>
Mit Tempo 40 auf nicht zugelassenem Longboard unterwegs https://www.sachsen-fernsehen.de/mit-tempo-40-auf-nicht-zugelassenem-longboard-unterwegs-2249598/ Sat, 04 Jul 2026 16:25:28 +0000 https://www.sachsen-fernsehen.de/?p=2249598 Die Polizei hat in Ostsachen einen Mann auf einem nicht zugelassenen Longboard gestoppt. Das Gefährt habe offenbar eine Geschwindigkeit von mehr als 40 Kilometer pro Stunde erreicht, teilte die Polizei am Sonnabend mit. Der 29-Jährige sei damit am Freitag im Kamenzer Ortsteil Brauna auf der Staatsstraße 100 gefahren. Das Board hätte im öffentlichen Raum gar nicht bewegt werden dürfen.

]]>
Till Fest am Völki: Warum diese Musik Fans seit Jahren begleitet https://www.sachsen-fernsehen.de/till-fest-am-voelki-warum-diese-musik-fans-seit-jahren-begleitet-2249595/ Sat, 04 Jul 2026 16:23:16 +0000 https://www.sachsen-fernsehen.de/?p=2249595

TILL FEST vorm "Völki": Warum feiern Fans diese Musik so sehr?

Harte Gitarren, elektronische Sounds und eine monumentale Kulisse: Beim zweitägigen „Till Fest“ vor dem Leipziger Völkerschlachtdenkmal kommen Fans aus Sachsen und ganz Deutschland zusammen. Mehr als 10.000 Besucherinnen und Besucher werden pro Festivaltag auf dem Gelände erwartet.Auf zwei Bühnen gibt es jeweils rund fünf Stunden Live-Musik. Neben Till Lindemann treten unter anderem Ministry, Aesthetic Perfection und weitere internationale Acts auf. Lindemann selbst steht an beiden Abenden mit unterschiedlichen Shows auf der Bühne.Doch für viele Besucherinnen und Besucher geht es um weit mehr als nur um ein Festivalwochenende. Manche verbinden mit der Musik Erinnerungen aus mehreren Jahrzehnten. Andere erleben Till Lindemann an diesem Wochenende zum ersten Mal live.Für manche Fans geht ein Lebenstraum in ErfüllungLux ist aus dem Erzgebirge angereist. Für ihn ist das Till Fest ein ganz besonderer Moment.„Es ist das erste Mal, dass ich heute live stehen darf. Ein Lebenstraum. Absolute Inspiration. Das Geilste, was hätte jemals passieren können“, sagt er kurz vor dem Konzert.Was ihn besonders begeistert, ist das Zusammenspiel aus Musik und Inszenierung. Er beschreibt vor allem die theatralische und düstere Art der Bühnenshows als Teil der Faszination.Auch Michel begleitet die Musik schon lange. Für ihn beginnt die Begeisterung ganz unmittelbar beim Sound.„Tatsächlich einfach der Rockcharakter, harter Rock, das gefällt mir. Ich bin ja damit groß geworden, seit dem Anfang“, sagt er.Texte zwischen Härte und TiefeFür andere Fans stehen die Inhalte stärker im Mittelpunkt.Alexandra Bahr ist Autorin des Buches „Radikal frei“, arbeitet seit vielen Jahren im Berliner Nachtleben und ist in Hoyerswerda aufgewachsen. Rock und Metal begleiten sie seit ihrer Jugend.An Till Lindemanns Musik schätzt sie besonders die Verbindung von Härte und inhaltlicher Tiefe.„Naja, gerade Till legt halt den Daumen in die Wunde. Der hat halt einen Blick für alles, was eigentlich nicht so gut läuft in der Welt, für alles, was wir Menschen uns gegenseitig antun und macht daraus eben eine besondere Kunstform“, sagt Bahr.Für sie liegt der Reiz darin, dass auch die Schattenseiten des Lebens Teil einer künstlerischen Auseinandersetzung werden. Die Texte arbeiten häufig mit starken Bildern und verschiedenen Deutungsebenen. Gerade das sorgt bei vielen Fans dafür, dass sie immer wieder genauer hinhören.Musik als VentilSilke kommt aus der Nähe von Leipzig. Sie hat Till Lindemann bereits bei einem früheren Konzert in der Stadt erlebt. Für sie ist die Musik nicht nur Unterhaltung, sondern auch ein emotionales Ventil.„Man kann halt quasi die Sau rauslassen, sage ich mal so. Also auch mal die Wut. Also das tut mir eigentlich sehr gut, die Musik dafür. Wenn ich irgendwie Probleme habe, höre ich mir die Musik an und dann geht es ab“, erzählt sie.Beim Till Fest bekommt dieses Gefühl für sie einen besonderen Rahmen. Tausende Menschen stehen gemeinsam vor der Bühne, hören dieselbe Musik und erleben die Shows zusammen.Ein Festival vor geschichtsträchtiger KulisseEine besondere Rolle spielt auch der Veranstaltungsort. Das Till Fest findet vor dem Völkerschlachtdenkmal statt – einer der bekanntesten Leipziger Kulissen und zugleich einem geschichtsträchtigen Erinnerungsort.Für Michel trägt der Ort wesentlich zur Atmosphäre bei.„Das Ambiente ist super, gerade wenn es dann dunkel wird und die das dort noch beleuchten. Hoffen wir mal, dass es so wird. Also es ist eine schöne Location“, sagt er.Auch Alexandra Bahr sieht in der Verbindung von moderner Live-Musik und historischem Ort etwas Besonderes.Für sie stehe die Nutzung eines solchen Ortes für kulturelle Veranstaltungen auch für Offenheit und dafür, dass verschiedene Ausdrucksformen ihren Platz finden können.Manche Fans begleiten die Musik seit JahrzehntenDass Musik ein Teil der eigenen Lebensgeschichte werden kann, zeigt ein Besucher aus Hanau. Er ist für das Festival nach Leipzig gereist und verfolgt die musikalische Entwicklung Till Lindemanns und seiner Band Rammstein schon seit vielen Jahren.„Also ich war 94 auf dem ersten Rammstein-Konzert. Da war die Band noch ganz klein. Und seitdem verfolge ich die. Und seitdem bin ich absoluter Rammstein-Fan. Und auch jetzt mittlerweile Till-Fan“, erzählt er.Seine Geschichte zeigt, wie unterschiedlich die Menschen vor der Bühne sind. Manche hören die Musik seit Jahrzehnten. Andere entdecken die Solo-Songs erst später. Wieder andere stehen an diesem Wochenende zum ersten Mal bei einer Till-Lindemann-Show im Publikum.Wenn Musik Menschen zusammenbringtOrganisiert wird die zweitägige Veranstaltung von MAWI Concert. Der Aufbau der großen Bühne begann bereits etwa eine Woche vor Festivalstart.Carlo Winkler leitet bei MAWI Concert Marketing und Pressearbeit. Für ihn liegt die besondere Bedeutung von Konzerten vor allem im gemeinsamen Live-Erlebnis.„Das Wunderbare bei Konzerten ist, dass sie live sind und Musik verbindet Menschen. Das ist immer so ein bisschen das Credo und darum geht es“, sagt Winkler.Genau das wird beim Till Fest in Leipzig sichtbar: Für die einen ist es der harte Sound. Für andere sind es die Texte, die große Show oder Erinnerungen aus vielen Jahren.Und vielleicht liegt genau darin die besondere Kraft dieser Musik: Sie ist laut genug für Tausende – und für viele trotzdem etwas ganz Persönliches.

Harte Gitarren, elektronische Sounds und eine monumentale Kulisse: Beim zweitägigen „Till Fest“ vor dem Leipziger Völkerschlachtdenkmal kommen Fans aus Sachsen und ganz Deutschland zusammen. Mehr als 10.000 Besucherinnen und Besucher werden pro Festivaltag auf dem Gelände erwartet.

Auf zwei Bühnen gibt es jeweils rund fünf Stunden Live-Musik. Neben Till Lindemann treten unter anderem Ministry, Aesthetic Perfection und weitere internationale Acts auf. Lindemann selbst steht an beiden Abenden mit unterschiedlichen Shows auf der Bühne.

Doch für viele Besucherinnen und Besucher geht es um weit mehr als nur um ein Festivalwochenende. Manche verbinden mit der Musik Erinnerungen aus mehreren Jahrzehnten. Andere erleben Till Lindemann an diesem Wochenende zum ersten Mal live.

Für manche Fans geht ein Lebenstraum in Erfüllung

Lux ist aus dem Erzgebirge angereist. Für ihn ist das Till Fest ein ganz besonderer Moment.

„Es ist das erste Mal, dass ich heute live stehen darf. Ein Lebenstraum. Absolute Inspiration. Das Geilste, was hätte jemals passieren können“, sagt er kurz vor dem Konzert.

Was ihn besonders begeistert, ist das Zusammenspiel aus Musik und Inszenierung. Er beschreibt vor allem die theatralische und düstere Art der Bühnenshows als Teil der Faszination.

Auch Michel begleitet die Musik schon lange. Für ihn beginnt die Begeisterung ganz unmittelbar beim Sound.

„Tatsächlich einfach der Rockcharakter, harter Rock, das gefällt mir. Ich bin ja damit groß geworden, seit dem Anfang“, sagt er.

Texte zwischen Härte und Tiefe

Für andere Fans stehen die Inhalte stärker im Mittelpunkt.

Alexandra Bahr ist Autorin des Buches „Radikal frei“, arbeitet seit vielen Jahren im Berliner Nachtleben und ist in Hoyerswerda aufgewachsen. Rock und Metal begleiten sie seit ihrer Jugend.

An Till Lindemanns Musik schätzt sie besonders die Verbindung von Härte und inhaltlicher Tiefe.

„Naja, gerade Till legt halt den Daumen in die Wunde. Der hat halt einen Blick für alles, was eigentlich nicht so gut läuft in der Welt, für alles, was wir Menschen uns gegenseitig antun und macht daraus eben eine besondere Kunstform“, sagt Bahr.

Für sie liegt der Reiz darin, dass auch die Schattenseiten des Lebens Teil einer künstlerischen Auseinandersetzung werden. Die Texte arbeiten häufig mit starken Bildern und verschiedenen Deutungsebenen. Gerade das sorgt bei vielen Fans dafür, dass sie immer wieder genauer hinhören.

Musik als Ventil

Silke kommt aus der Nähe von Leipzig. Sie hat Till Lindemann bereits bei einem früheren Konzert in der Stadt erlebt. Für sie ist die Musik nicht nur Unterhaltung, sondern auch ein emotionales Ventil.

„Man kann halt quasi die Sau rauslassen, sage ich mal so. Also auch mal die Wut. Also das tut mir eigentlich sehr gut, die Musik dafür. Wenn ich irgendwie Probleme habe, höre ich mir die Musik an und dann geht es ab“, erzählt sie.

Beim Till Fest bekommt dieses Gefühl für sie einen besonderen Rahmen. Tausende Menschen stehen gemeinsam vor der Bühne, hören dieselbe Musik und erleben die Shows zusammen.

Ein Festival vor geschichtsträchtiger Kulisse

Eine besondere Rolle spielt auch der Veranstaltungsort. Das Till Fest findet vor dem Völkerschlachtdenkmal statt – einer der bekanntesten Leipziger Kulissen und zugleich einem geschichtsträchtigen Erinnerungsort.

Für Michel trägt der Ort wesentlich zur Atmosphäre bei.

„Das Ambiente ist super, gerade wenn es dann dunkel wird und die das dort noch beleuchten. Hoffen wir mal, dass es so wird. Also es ist eine schöne Location“, sagt er.

Auch Alexandra Bahr sieht in der Verbindung von moderner Live-Musik und historischem Ort etwas Besonderes.

Für sie stehe die Nutzung eines solchen Ortes für kulturelle Veranstaltungen auch für Offenheit und dafür, dass verschiedene Ausdrucksformen ihren Platz finden können.

Manche Fans begleiten die Musik seit Jahrzehnten

Dass Musik ein Teil der eigenen Lebensgeschichte werden kann, zeigt ein Besucher aus Hanau. Er ist für das Festival nach Leipzig gereist und verfolgt die musikalische Entwicklung Till Lindemanns und seiner Band Rammstein schon seit vielen Jahren.

„Also ich war 94 auf dem ersten Rammstein-Konzert. Da war die Band noch ganz klein. Und seitdem verfolge ich die. Und seitdem bin ich absoluter Rammstein-Fan. Und auch jetzt mittlerweile Till-Fan“, erzählt er.

Seine Geschichte zeigt, wie unterschiedlich die Menschen vor der Bühne sind. Manche hören die Musik seit Jahrzehnten. Andere entdecken die Solo-Songs erst später. Wieder andere stehen an diesem Wochenende zum ersten Mal bei einer Till-Lindemann-Show im Publikum.

Wenn Musik Menschen zusammenbringt

Organisiert wird die zweitägige Veranstaltung von MAWI Concert. Der Aufbau der großen Bühne begann bereits etwa eine Woche vor Festivalstart.

Carlo Winkler leitet bei MAWI Concert Marketing und Pressearbeit. Für ihn liegt die besondere Bedeutung von Konzerten vor allem im gemeinsamen Live-Erlebnis.

„Das Wunderbare bei Konzerten ist, dass sie live sind und Musik verbindet Menschen. Das ist immer so ein bisschen das Credo und darum geht es“, sagt Winkler.

Genau das wird beim Till Fest in Leipzig sichtbar: Für die einen ist es der harte Sound. Für andere sind es die Texte, die große Show oder Erinnerungen aus vielen Jahren.

Und vielleicht liegt genau darin die besondere Kraft dieser Musik: Sie ist laut genug für Tausende – und für viele trotzdem etwas ganz Persönliches.

]]>
FW Dresden: Wohnungsbrand in Hochhaus – Bewohner verhindert Rauchausbreitung durch umsichtiges Handeln https://www.sachsen-fernsehen.de/fw-dresden-wohnungsbrand-in-hochhaus-bewohner-verhindert-rauchausbreitung-durch-umsichtiges-handeln-2249586/ Sat, 04 Jul 2026 16:19:30 +0000 https://www.sachsen-fernsehen.de/?p=2249586 Till Lindemanns Festival am „Völki“ gestartet https://www.sachsen-fernsehen.de/till-lindemanns-festival-am-voelki-gestartet-2249544/ Sat, 04 Jul 2026 10:22:58 +0000 https://www.sachsen-fernsehen.de/?p=2249544 Am Völkerschlachtdenkmal in Leipzig ist das zweitägige „Till Fest“ von Till Lindemann gestartet. An diesem Freitag und Samstag werden pro Tag mehr als 10.000 Besucherinnen und Besucher auf dem Gelände vor dem Denkmal erwartet. Auf zwei Bühnen gibt es jeweils rund fünf Stunden Live-Musik. Neben Till Lindemann treten unter anderem Ministry, Aesthetic Perfection und weitere internationale Acts auf. Lindemann steht an beiden Abenden mit unterschiedlichen Shows auf der Bühne. Rund um das Veranstaltungsgelände kommt es zu Verkehrseinschränkungen. Die Stadt empfiehlt Besucherinnen und Besuchern die Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln oder die Nutzung von Park-and-Ride-Plätzen.]]>