Trockenheit schadet dem Stadtgrün

Dresden - Wo sich sonst satte Grünflächen befanden, herrscht diesen Sommer Gelbe Ödnis. Seit Wochen hat es in Dresden viel zu wenig geregnet. Nun müssen vor allem Bäume künstlich bewässert werden. Helfende Hände sind erwünscht.

Für Juni 2018 meldet die Wetterstation Dresden-Klotzsche nur 67 Prozent der für diesen Monat üblichen Niederschlagssumme. Im Mai wurde nicht einmal die Hälfte der üblichen Niederschlagssumme erreicht (44 Prozent). Wenn es doch regnete, waren es meist örtlich begrenzte Starkregenereignisse.

Die Trockenheit dauert schon länger an. In 14 der vergangenen 18 Monate lag die Niederschlagsmenge unter dem langjährigen Durchschnitt. Dazu kommen die seit Tagen andauernden hohen Temperaturen. Diese Situation ist auch für das Dresdner Stadtgrün schlecht und besonders die Bäume können nachhaltige Schäden erleiden, wenn die Versorgung mit Wasser unzureichend ist.

© Sachsen Fernsehen
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Die Gärtner des Regiebetriebes Zentrale Technische Dienste und vom Amt für Stadtgrün beauftragte Firmen sind fast ausschließlich mit dem Wässern von Bäumen beschäftigt. 30 Mitarbeiter sind im Zweischichtsystem unterwegs und gewährleisten so, dass einmal pro Woche die etwa 2.000 besonders gefährdeten Baumstandorte mit jeweils 100 Liter Wasser aus Wasserwagen versorgt werden.

Zum Gießen der Bäume wird Brauchwasser verwendet. In den Park- und Grünanlagen kommt das Gießwasser aus Standrohren der DREWAG. Neben Brauchwasser muss auch Trinkwasser genutzt werden.

Das Umweltamt Dresden wird derzeit mit Anfragen zur andauernden Trockenheit überschwemmt. Viele Dresdner wollen helfen die Stadt zu bewässern damit das Grün erhalten bleit. Tatsächlich ist die Stadt nicht in der Lage alle Bäume zu bewässern. Helfende Hände sind also sehr gerne gesehen. Gerade Bäume sind in den heißen Tagen enorm wichtig für die Kühlung der Stadt.

Wer Bäume wässern möchte, sollte ein paar Hinweise beachten: Es ist besser, seltener, dafür aber intensiv in den Morgen- oder Abendstunden zu gießen (ein Eimer - zehn Liter, besser zwei Eimer). Wenn vorhanden, sollten die Gießöffnungen in den Baumscheiben verwendet werden. Gut ist es auch, sich mit den Nachbarn abzustimmen, damit möglichst viele Bäume Wasser bekommen, nicht nur der „Lieblingsbaum“.

Sehr wichtig ist auch, auf die eigene Sicherheit und die anderer Passanten oder Radfahrer zu achten - besonders, wenn man Straßenbäume wässern möchte.