Keime in Leipziger Schulsporthallen – Wie gefährlich sind Legionellen?

Lauert in Leipziger Schulsporthallen eine unsichtbare Gefahr für die Gesundheit? In vier Leipziger Schulsporthallen wurde laut einem Bericht der Stadtverwaltung ein Legionellenbefall festgestellt. Doch wie gefährlich sind die Bakterien tatsächlich. +++

Es handelt sich dabei um Keime, die sich im Trinkwassersystem verbreiten. In den sanitären Bereichen der betroffenen Sporthallen besiedelt das Bakterium die Leitungen. Das Inhalieren des Wasserluftgemisches birgt einige Gefahren und kann zu schweren Lungenentzündungen führen, die mit speziellen Antibiotika behandelt werden müssen. 

Wie  kann so ein Keim in Leipziger Schulsporthallen gelangen? Die Antwort: Legionellen sind nichts Ungewöhnliches. Sie sind in jedem Trinkwasser in Leipzig zu finden. Doch ist eine Leitung von einer hohen Keimzahl befallen, muss das Gesundheitsamt die Nutzung laut Trinkwasserordnung untersagen – wie bei vier Leipziger Schulen geschehen. Gerade kranke und schwache Menschen sind besonders gefährdet. Bei erfolgreicher Therapie drohen den Patienten keine Spätfolgen. Unbehandelt kann eine Infektion mit Legionellen jedoch in extremen Fällen tödlich enden.

Damit es zu so einer Situation erst gar nicht kommt, muss das Leitungssystem, welches die Keime trägt, saniert werden. Das soll nun bei den vier betroffenen Leipziger Schulen geschehen. Bis dahin sind die sanitäre Anlagen aber nur teilweise gesperrt. Die Toilettenbereiche werden nach wie vor genutzt, so die Stadtverwaltung. Es können also weiter Keime in die Luft und so in die Lungen der kleinen Schüler gelangen. Die unsichtbare Gefahr bleibt daher also erst einmal.