Kein Melamin in untersuchten Proben

Das sächsische Staatsministerium für Soziales gibt Entwarnung im Zusammenhang mit den untersuchten Proben um chinesisches Melamin in Milch oder Milchpulverprodukten.

Nach ersten vorliegenden Ergebnissen wurde in den Proben kein Melamin nachgewiesen. Sächsische Lebensmittelüberwachungsbehörden kontrollieren derzeit verstärkt Unternehmen, die mit Lebensmitteln umgehen, die Milchpulver mit Ursprung oder Herkunft China enthalten könnten.

Dazu gehören Unternehmen des asiatischen Handels ebenso wie Unternehmen, die Milchpulver als solches oder als Bestandteil in Vorprodukten weiterverarbeiten. Für Milch und Milchprodukte (auch Milchpulver) aus China besteht ein europaweites Einfuhrverbot.

In den bislang knapp 300 durchgeführten Kontrollen wurden 20 verdächtige Erzeugnisse als Proben entnommen. Bei den negativ getesteten Proben handelte es sich um Cremewaffeln, Kondensmilch, Pudding und Bonbons. Die Überprüfungen auch in China-Restaurants werden fortgeführt und im Verdachtsfall Proben entnommen.

Die Europäische Kommission hat kurzfristig verschärfte Einfuhrbeschränkungen für Milch enthaltende Erzeugnisse, deren Ursprung oder Herkunft China ist, erlassen. Melamin wird normalerweise zur Herstellung von Kunststoffen verwendet.

Es wurde in China Milch und Milchprodukten zugemischt, um einen höheren Proteingehalt vorzutäuschen. Durch den Verzehr Melamin enthaltender Säuglingsnahrung traten bei Säuglingen in China Nierenerkrankungen und auch Todesfälle auf.