Keine Barzahlung mehr beim Busfahrer?

Chemnitz – Bei einer Betriebsversammlung ist bei der CVAG am Donnerstagnachmittag über mehr Sicherheit für ihre Busfahrer diskutiert worden.

Es geschah am Ostersonntag – drei Jugendliche überfielen einen Busfahrer der Linie 32 an der Endhaltestelle der Dresdner Straße. Die Polizei fahndete mit Aufnahmen der Videoüberwachung nach den Tätern. Schließlich stellte sich ein 25-Jähriger. Seine Komplizen wurden ebenfalls festgenommen.

Es war nicht der erste derartige Vorfall, bei dem Fahrer von Bus oder Bahn in Chemnitz Opfer von Raub oder Gewalt wurden. Deshalb sind schon oft Stimmen laut geworden, die Sicherheit für das CVAG-Personal zu erhöhen.

Am Donnerstag fand nun eine durch den Betriebsrat einberufene Teilbereichsversammlung statt, der sich mit diesem Thema beschäftigte. Mehr als einhundert CVAG-Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nahmen daran teil. Deshalb kam es am Donnerstagnachmittag zu massiven Einschränkungen im Linienbusverkehr.

In einer teilweise emotional geführten Debatte wurden mit der Geschäftsleitung unterschiedliche Möglichkeiten diskutiert, wie für mehr Sicherheit im Fahrdienst gesorgt werden könnte.

Wie die CVAG schriftlich mitteilte, besteht Einigkeit darüber, mittelfristig neue Kassensysteme in Omnibussen zum bargeldlosen Bezahlen einzuführen. Dies wird jedoch nach jetziger Sicht nicht vor Ende 2018 umsetzbar sein.

Die Unternehmensleitung prüft deshalb die Möglichkeit, bereits kurzfristiger das höchstpreisige Sortiment an Fahrscheinen – z.B. Monatskarten – aus dem Barverkauf herauszunehmen. Dadurch würde sich der Bestand an Bargeld bei den Busfahrern deutlich reduzieren. Mit einer diesbezüglichen Entscheidung ist laut CVAG Ende Mai zu rechnen.

Ob noch weitere Schritte zum Schutz des Fahrpersonals unternommen werden, bleibt abzuwarten.