Keine Mehrheit für Globus-Markt in Dresden

“Die SPD hat mehrfach klar gemacht, dass es einen Einkaufstempel an dieser Stelle mit uns nicht geben wird.“, so Richard Kaniewski von der Dresdner SPD. +++

Lesen Sie hier das Stadtement des SPD-Ortsverein Dresden-Pieschen zu der Entscheidung:

Zur fast einstimmigen Entscheidung zum Globus-Markt im Ortsbeirat Pieschen erklärt Richard Kaniewski, Pieschener Stadtrat und Vorsitzender der SPD im Ortsamt:

Auch die SPD ist für eine Entwicklung des Areals rund um den alten Leipziger Bahnhof. Ein Projekt in der Größenordnung des Globus-Marktes wird unsere Zustimmung aber nicht finden. Viel zu viele sachliche Argumente sprechen dagegen. Für uns steht der Einzelhandel in den Stadtteilen und sein Erhalt im Vordergrund. Deswegen wird es einen Abzug von regionaler Kaufkraft aus den Ortsteilen mit uns nicht geben.“

„Es ist erfreulich, dass die CDU nun auch auf dem Weg der Vernunft angekommen ist. Vor Monaten verkündete der stadtentwicklungspolitische Sprecher der CDU-Fraktion Hans-Joachim Brauns nämlich noch, dass dieses Projekt Sinn mache. Entweder besteht hier auf Seiten der Christdemokraten, wie schon vor Wochen bei der Königsbrücker Straße, ein Dissens zwischen Fraktion und Ortsbeiräten oder es handelt sich um einen lobenswerten Sinneswandel. Unberechenbar präsentiert sich hingegen die FDP: Während man in Pieschen gegen das Projekt stimmt, hat man im Neustädter Ortsbeirat alle Gegenargumente ignoriert.“ so Kaniewski abschließend.

Nach der Entscheidung in den beiden Stadtteilgremien muss nun aber noch der Stadtrat über das Projekt abstimmen. Vincent Drews, Vorsitzender der SPD in der Dresdner Neustadt ergänzt:

„Selten gab es bei einem Thema in den betroffenen Stadtteilen eine solch einhellig ablehnende Meinung. Hier jetzt gegen die Interessen der Bürger zu entscheiden käme einem Schildbürgerstreich gleich. Es muss von Seiten der Stadt jetzt endlich eine klare Prioritätensetzung folgen. Aus unserer Sicht kann das nur heißen, das ehemalige DVB-Hochhaus am Albertplatz stadtteilverträglich auszubauen und dem Investor endlich die notwendige Planungssicherheit zu geben.“

Quelle: SPD-Ortsverein Pieschen

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