Keine neuen Tuberkulose-Erkrankungsfälle an HOGA-Schulen

Dresden – „Die vorliegenden Befunde zu den jüngsten Untersuchungen im Umfeld der HOGA-Schulen in Dresden-Leuben zeigen keine neuen Tuberkulose-Erkrankungen. Damit bleibt es bei den insgesamt fünf erkrankten Personen in der Schule seit September 2017“, teilt Amtsarzt und Gesundheitsamtsleiter Jens Heimann mit. Das Gesundheitsamt hatte Anfang Januar 2018 weitere 60 Personen getestet, deren Ergebnisse jetzt vorliegen.

Damit untersuchte das Gesundheitsamt in der Zeit von Anfang Dezember 2017 bis Anfang Januar 2018 insgesamt 995 Menschen. Von diesen erhielten 932 Personen ein negatives Testergebnis. Das bedeutet, dass sie keine Immunreaktion auf Tuberkulosebakterien zeigten. Bei 63 Personen war der Test positiv. In diesen Fällen wurde die Übertragung der Erreger nachgewiesen. Darunter waren fünf Personen ansteckungsfähig erkrankt. Aufgrund des für die Tuberkulose typischen Infektionsverlaufs wird das Gesundheitsamt nach den Winterferien planmäßig einen zweiten Test an den HOGA-Schulen durchführen. Geplant ist es, circa 1 000 Personen erneut zu testen, die bei der ersten Untersuchung ein negatives Ergebnis hatten. „Diese nochmalige Prüfung dient der Sicherheit. Ein erhöhtes Risiko für die Schüler und das Personal der Schulen an der Zamenhofstraße besteht dadurch nicht“, erklärt Heimann.

Im September 2017 wurde an den HOGA-Schulen an der Zamenhofstraße ein Fall von Tuberkulose festgestellt. Aufgrund der daraufhin vorzunehmenden Umgebungsuntersuchung ermittelte das Gesundheitsamt im November und Dezember 2017 vier zusätzliche Erkrankungsfälle, die diese großflächigen Untersuchungen zur Folge hatten. Über diese insgesamt fünf Fälle hinaus ließen sich keine weiteren Tuberkuloseerkrankungen an den HOGA-Schulen ermitteln.

Alle Daten zur Tuberkulose veröffentlicht die Stadt auf ihrer Internetseite. Dort gibt es auch einen Link zu den wöchentlichen Tuberkulose-Meldungen der Landesuntersuchungsanstalt für das Gesundheits- und Veterinärwesen Sachsen, die einen umfangreichen Überblick über das Infektionsgeschehen geben.

Quelle: Sächsische Landeshauptstadt Dresden