Keine realistische Unterrichtsausfall-Statistik in Sachsen

DIE LINKE bemängelt, dass das Kultusministerium Unterrichtsausfälle in Sachsen schönt. Mehr dazu hier unter www.dresden-fernsehen.de +++

Lesen Sie hier eine Meldung der Linken.

Der Minister des Kultusministeriums hatte im Landtag bekanntgegeben, dass Unterrichtsausfall gilt, sobald kein Lehrer vor einer Klasse steht. Die Schulleiter in Sachsens Schulen haben jedoch eine andere Mitteilung bekommen, in welcher es heißt, dass „fachgerecht vertretene Unterrichtsstunden“ als „Stillbeschäftigung“ zu verstehen sind, auch wenn kein Lehrer vor der Klasse steht. Außerdem können „pädagogische Unterrichtshilfen“, also Erzieher/innen den Unterricht leisten – diese sind aber keine Lehrer.

Weiterhin bemängelt die bildungspolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE, Cornelia Falken, dass die Verteilung von Schülern auf alle Klassenstufen, wenn kein Lehrer zur Verfügung steht, in den Statistiken nicht auftaucht. Ebenso wenig wie das Pendeln eines Lehrers zwischen zwei Klassen, der Einsatz von Ein-Euro-Jobbern zur Betreuung der Schüler und das Ausfallen von Förderunterricht und Integrationsunterricht von Förderschülern, die auf eine allgemeinbildende Schule wechseln. Es fehlen außerdem nicht stattgefundene Ganztangsangebote und ausgefallene Stunden im Schulvorbereitungsjahr in der Kita. 

Im Schuljahr 2010/11 wurde der starke Anstieg des Unterrichtsausfalls in Sachsen mit dem schweren Winter begründet.

Unter diesen Umständen hat DIE LINKE einen Antrag „Unterrichtsausfall in Sachsen unterbinden!“ eingebracht, um die Ermittlung realistischer Zahlen anzustoßen. Außerdem gibt es eine Postkartenaktion für Schulen, auf denen man im Zeitraum von 2 Wochen ausgefallene Stunden notieren und der Linken zuschicken kann.

Quelle: Fraktion DIE LINKE 

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