Keine sächsischen Mittel für Atomforschung

Die Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im Sächsischen Landtag fordert die Beendigung der öffentlichen Finanzierung der Atomforschung aus dem sächsischen Haushalt. +++

„Wenn Deutschland aus der Atomenergie aussteigt, ist es doch aberwitzig, zwei Professuren mit sächsischen Steuergeldern zu finanzieren, die weiter an der Nutzung der Atomenergie arbeiten“, so Karl-Heinz Gerstenberg, hochschulpolitischer Sprecher der GRÜNEN-Fraktion.

„Die Professuren sowie das zugehörige Personal sollten so schnell wie möglich für die Forschung zu erneuerbaren Energien, Netz- und Speichertechnologien sowie Energieeffizienz umgewidmet werden.“

„Ich stelle die Freiheit der Forschung nicht in Frage“, so der Abgeordnete. „Aber ich sehe nicht ein, Dinge öffentlich zu finanzieren, die gesellschaftlich nicht gewollt sind. Nachfolgeprofessuren sollten nur besetzt werden, wenn Personal und Ausstattung durch Unternehmen, etwa über dauerhafte Stiftungsprofessuren, finanziert werden.“

Gerstenberg verweist auf Prof. Antonio Hurtado (TU Dresden), der sich noch Mitte April für den Bau eines Kugelhaufenreaktors auf polnischer Seite des Dreiländerecks eingesetzt hatte (LVZ/DNN, 11.04.11). „Altes Denken sollte nicht weiter mit Steuergeld finanziert werden.“

Kleine Anfrage Dr. Karl-Heinz Gerstenberg ‚Entwicklung der Kernforschung an Forschungseinrichtungen und Hochschulen im Freistaat Sachsen‘ (Drs 5/2426)
http://edas.landtag.sachsen.de/viewer.aspx?dok_nr=2426&dok_art=Drs&leg_per=5&pos_dok=-1

Kleine Anfrage Dr. Karl-Heinz Gerstenberg ‚Energieforschung in Sachsen‘ (Drs 5/2945)
http://edas.landtag.sachsen.de/viewer.aspx?dok_nr=2945&dok_art=Drs&leg_per=5&pos_dok=-1

Quelle: BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN

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