Kellerlüftung im Sommer birgt Schimmelgefahr

“Statt frischer Luft und Wärme kann das Lüften jedoch feuchte Wände mit sich bringen“, erläutert Jens Bechtloff, Energieberater der Verbraucherzentrale Sachsen. +++

Energieberater der Verbraucherzentrale Sachsen geben Rat. Falsches Lüften kann im Sommer zu Feuchtigkeits- und Schimmelschäden führen. Betroffen sind vor allem kühle Kellerräume. An heißen Tagen werden diese gerne gelüftet, um den typischen Kellergeruch zu vermeiden. „Statt frischer Luft und Wärme kann das Lüften jedoch feuchte Wände mit sich bringen“, erläutert Jens Bechtloff, Energieberater der Verbraucherzentrale Sachsen. Da warme Luft mehr Feuchtigkeit aufnimmt als kalte Luft, kann sich mehr Feuchtigkeit an den kühleren Kellerwänden niederschlagen. Kondenswasser kann sich schon bei einem Temperaturunterschied von 3 Grad bilden.

Feuchte Wände bieten einen guten Nährboden für Schimmel. Daher sollte man an heißen und schwülen Tagen auf das Lüften des Kellers verzichten oder notfalls nur in der zweiten Nachthälfte und am frühen Morgen die Kellerfenster öffnen. Ansonsten drohen Schimmelschäden und muffige Kellergerüche. Feuchte Kellerwände können auch andere Ursachen haben, etwa eine mangelnde Außenabdichtung oder sonstige bauliche Mängel. Dadurch verursachte Feuchte kann durch Lüftung nicht behoben werden und bedarf einer genaueren Analyse durch Experten.

Ratsuchende können sich bei Problemen mit Feuchtigkeit und Schimmel an die unabhängige Energieberatung der Verbraucherzentrale Sachsen wenden. Unter der Telefonnummer 09001-ENERGIE bzw. 09001-3637443 (0,14 €/Min. aus dem deutschen Festnetz, Mobilfunkpreis max. 0,42 €/Min.) können sich Verbraucher telefonisch beraten lassen oder einen Termin für eine persönliche Beratung am nächstgelegenen Beratungsstandort vereinbaren.

Quelle: Verbraucherzentrale Sachsen

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