Kesselsdorfer Straße nimmt Konturen an

Dresden - Die barrierefreie Zentralhaltestelle auf der Kesselsdorfer Straße nimmt Gestalt an. Mittlerweile sind alle unterirdischen Leitungen fertig, größtenteils versiegelt und die Gleise sind so gut wie komplett. Die Untergrundarbeiten sind somit abgeschlossen und es sind keine großen Schwierigkeiten mehr zu erwarten.

Die im Rahmen des „Stadtbahnprojektes Dresden 2020“ auf der unteren Kesselsdorfer Straße geplante barrierefreie Zentralhaltestelle, an denen künftig die Stadtbahnen und Busse halten sollen, nimmt Konturen an. Der Ausbau des sich anschließenden Abschnitts der Kesselsdorfer Straße ist bereits weit fortgeschritten. Mit einer kleinen Feier für Anwohner und Gewerbetreibende soll die Strecke Mitte Oktober für den Straßenbahnbetrieb freigegeben werden.

Durch den rund 350 Meter langen autofreien Fußgängerboulevard auf der unteren Kesselsdorfer Straße will die DVB für die Menschen einen Raum mit viel mehr Lebensqualität schaffen. "Mit dem Bau dieses zweiten Abschnitts im ‚Stadtbahnprojekt Dresden 2020‘ konnte wir außerdem eine sehr gefährliche Unfallstelle im Verkehr beseitigen. Und es gibt auf beiden Seiten sichere Radwege“, sagt Dresdens Baubürgermeister Raoul Schmidt-Lamontain. „Wir bauen einen städtebaulich hochwertigen Platz, auf dem man sich auf seinem täglichen Weg gern aufhält. Mit schattenspendenden Bäumen, Cafés und Bistros im Freien, für diejenigen, die auf ihre Bahn oder ihren Bus warten oder kurz verweilen wollen“, fasst Schmidt-Lamontain zusammen. Insgesamt 31 Bäume werden auf diesem Abschnitt neu gepflanzt: 16 Gold-Gleditschie, vier Rotahorn und elf Ginkgo.

Wird diese Haltestelle, wenn alles gut läuft, ein Vorreiter für weitere Haltestellen dieser Art? DVB-Vorstand Lars Seiffert sagte, sowohl Landeshauptstadt und DVB würden sich anschauen, wie die Betroffenen damit zurecht kommen und mit den Bürgern und Fahrgästen im Dialog bleiben, ob es Verbesserungswünsche gibt.

Die Kosten für den Knotenpunkt Kesselsdorfer / Löbtauer Straße werden auf 7,5 Millionen Euro geschätzt. Die Stadt, die DVB und Partner hoffen auf eine Förderung von 75% durch Bund und Freistaat Sachsen.