Kinder stark machen: Präventionsprojekt startet im Bistum Dresden-Meißen

Am Samstag, 20. April, lädt das Bistum Dresden-Meißen Kinder von 5 -13 Jahren zu einem „Starkmachtag für Kinder“ ein. Von 9 – 15 Uhr werden die Kinder und ihre Eltern über Kinderrechte informiert. +++

 

 

Mit einem »Starkmachtag für Kinder« am Sonnabend, 20. April, von 9 bis 15 Uhr in der katholischen Herz-Jesu-Gemeinde in Dresden (Borsbergstraße 13), will das Bistum Dresden-Meißen Kinder im Alter von fünf bis 13 Jahren für die Themen Kinderrechte und insbesondere Prävention vor sexueller Gewalt sensibilisieren sowie deren Eltern informieren. Im Mittelpunkt werde der Auftritt von zwei professionellen Clowns stehen, die die Kinder spielerisch an diesen schwierigen Themenkomplex heranführen, informiert der Präventionsbeauftragte des Bistums Dresden-Meißen, Bernd Christ. An dem Projekt beteiligt sind die Landesarbeitsgemeinschaft Katholischer Jugend im Freistaat Sachsen (LAGS), der Caritasverband für das Bistum Dresden-Meißen, die Kinder- und Jugendseelsorge des Bistums Dresden-Meißen sowie die Produktionsfirma go4media. Die Initiative wird durch den Präventionsfond der Deutschen Bischofskonferenz mit 3.220 Euro gefördert.

Der Starkmachtag ist die Auftaktveranstaltung eines Präventionsprojektes des Bistums, das derzeit entwickelt wird. Dem sollen sich weitere Pilotveranstaltungen in anderen Pfarreien des Bistums anschließen. »Es geht vor allem darum, im Rahmen der Prävention nicht nur mit Erwachsenen, sondern gerade auch direkt mit Kindern zu arbeiten. Diese müssen befähigt werden, Grenzen zu erkennen und den Mut zu haben, die Achtung dieser Grenzen in ihrem Freundeskreis, aber auch Erwachsenen gegenüber einzufordern«, sagt Bernd Christ. Dies sei besonders bei vertrauten Personen schwierig. »Wir können davon ausgehen, dass die weit überwiegende Zahl von Grenzverletzungen unter Kinder und Jugendlichen, aber leider auch im familiären und nachbarschaftlichen Umfeld passieren. Hier müssen wir besonders arbeiten.« Gestärkt werden soll dabei auch das Vertrauen der Kinder zu den Eltern und umgekehrt. Christ: »Betroffene Kinder müssen mit ihren Eltern sprechen können, wenn sich Gewalt oder sexuelle Grenzverletzungen ereignen.«

Das Konzept des Starkmachtags soll nach den Worten des Präventionsbeauftragten langfristig allen Pfarreien des Bistums angeboten werden. Dazu wird eine Art Medienkoffer erstellt, in dem sich das verschriftlichte Konzept des Starkmachtags, Zusatzinformationen, eine DVD mit Filmaufnahmen zu den Clowns und sonstige wichtige Tipps befinden. Es soll interessierten Pfarreien möglichst leicht gemacht werden, einen solchen Starkmachtag vor Ort organisieren und durchführen zu können. 

Quelle: Bistum Dresden-Meißen