Kinderkurheim Volkersdorf und die Langzeitfolgen von Tschernobyl

Nach dem Erdbeben in Japan ist eine Kernschmelze im Atomkraftwerk Fukushima immer noch ein mögliches Horror-Szenario. Im Kurheim Volkersdorf bei Dresden hilft man noch heute Kindern, die an den Spätfolgen von Tschernobyl leiden.  +++

Sie kommen aus dem am stärksten radioaktiv verseuchten Gebiet im Umkreis des Tschernobyl-Reaktors – aus Gomel, in Weißrussland ca. 120 km südlich des heute stillgelegten Atomkraftwerkes. Noch heute leiden dort 85% der Kinder an den Spätfolgen der Katastrophe. Rund 50 von ihnen bekommen jeden Monat im Kurheim Volkersdorf die Möglichkeit, sich zu erholen.
 
Interview mit Bernd Born (Heimleiter), im Video

 Neben dem Kulturprogramm werden die Kleinen natürlich auch medizinisch betreut – viele von ihnen leiden an Störungen der Schilddrüse, Infekten und allgemeiner Schwäche. Krankenschwester Petra Pforte erkundigt sich auf russisch nach dem Gesundheitszustand der Neuankömmlinge. Und schon nach einem Tag scheinen sich die Kinder im Kurheim Volkersdorf eingelebt zu haben – von Heimweh jedenfalls keine Spur. 

Die Mitarbeiter im Kurheim Volkersdorf engagieren sich mit Herzblut für die Kinder – während der 4 Wochen sollen sie nicht nur gesundheitlich Fortschritte machen.
 
Interview Petra Pforte (Kinderkrankenschwester), im Video

Theoretisch 2 mal im Jahr brauchen die Kinder aus der verseuchten Region eine Luftveränderung. Nur so könne die Strahlenbelastung für sie nachhaltig verringert werden. In Volkersdorf gibt es allerdings viel zu wenig Platz für alle – auch für eine dringend notwendige Sanierung hat das Kurheim kein Geld – finanzieren muss es sich allein durch Spenden 

Für die Kinder aus Golem haben die Dresdner Eislöwen heute Kuscheltiere vorbeigebracht. Ein kleine Freude für Kinder – die leider heute noch erfahren müssen, welche Folgen eine atomare Katastrophe hervorrufen kann. 

Spendenkonto: Ostsächsische Sparkasse Dresden, Kto: 3200011741 / BLZ: 85050300

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