„kino.to“-Prozess: Programmierer kommt für 3 Jahre und 10 Monate hinter Gitter!

Im Prozess gegen Bastian P., den Chefprogrammierer des illegalen Filmportals kino.to, wurde heute am Landgericht Leipzig das Urteil gefällt. Er muss eine Haftstrafe von  3 Jahren und 10 Monaten antreten. Sein frühzeitiges Geständnis milderte das Urteil. +++

Bastian P. wird Urheberrechtsverletzung in über einer Million Fälle zur Last gelegt. Er programmierte die Website kino.to seit 2008 und wurde im Laufe der Zeit zum Stellvertreter von Dirk B., dem Geschäftsführer des illegalen Filmportals.

Die Generalstaatsanwaltschaft forderte am Vormittag in ihrem Plädoyer nicht die Höchststrafe von fünf Jahren für den 29-jährigen Programmierer, sondern vier Jahre und zwei Monate Haft. Der Nebenkläger, die Gesellschaft zur Verfolgung von Urheberrechtsverletzungen, schloss sich dem an. Die Verteidiger von Bastian P. verlangten in ihrem Plädoyer ein „angemessenes Urteil“, nannten aber kein bestimmtes Strafmaß.

Bastian P. betonte bis zum Schluss, dass er sich der Rechtswidrigkeit seiner Taten nicht bewusst war. Weil er mit seinem umfassenden Geständnis nicht nur sich selbst belastete, sondern auch Hinweise zu Mittätern gab, wählten die Richter ein geringeres Strafmaß als von der Staatsanwaltschaft vorgeschlagen.