Kinotipp: 9

Hinter dem Kinodebüt der Animationsentdeckung Shane Acker stehen mit Tim Burton („Corpse Bride – Hochzeit mit einer Leiche“, „Nightmare Before Christmas“) und Timur Bekmambetov („Wanted“, „Nightwatch“) gleich zwei der wichtigsten Leinwandvisionäre unserer Zeit.

Und genau diese Mischung – Burtons Liebe zum Sonderbaren und Bekmambetovs unzähmbare Action – beschreibt „#9“ wohl am besten.

Nur noch Ruinenfelder erinnern irgendwann in nicht allzu ferner Zukunft an die Menschheit. Alles Leben scheint verschwunden in einer staubverhangenen Postapokalypse. Doch mitten in dieser ausgestorbenen Welt keimt neue Hoffnung: ein kleines, puppenartiges Wesen, das auf seinem Rücken die Nummer 9 trägt. Völlig allein erwacht 9 in einem zerfallenen Haus, begegnet aber bald darauf 8 anderen seiner Art, die versuchen, in dieser gefährlichen Welt zu überleben. Natürlich schließt sich 9 der Truppe an, die immer auf der Flucht vor wilden Maschinenbestien ist, die erbarmungslos Jagd auf sie machen. Doch 9 kann die anderen überzeugen, dass sie herausfinden müssen, warum die Maschinen sie überhaupt zerstören wollen und was ihre wahre Bestimmung ist. Was die Gefährten erfahren, ist größer, als sie es sich je hätten vorstellen können – sie sind die letzte Hoffnung für das Leben selbst …

Basierend auf seinem oscarnominierten Animationskurzfilm hat Shane Acker ein energiegeladenes Epos geschaffen, das sich mit seinen Puppenpunks selbstbewusst einen Platz zwischen „I am Legend“ und „ Wall.E – der Letzte räumt die Erde auf “ erobert. „#9“ ist ein kämpferisches, unverbrauchtes und neues Kinoerlebnis – voller Überraschungen, voller faszinierender Geschöpfe und so voller Leben, dass es die Genregrenzen klassischer Animationsfilme weit hinter sich lässt.

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