Kinotipp: Barney’s Version

Eine funkensprühende Achterbahnfahrt durch das Leben von Barney Panofsky – inklusive schamloser Abstürze, schlagfertiger Steilkurven und ungenierter Liebesloopings.

Zigarren, Whiskeys und mindestens eine Ehe zu viel – frei nach Mordecai Richlers preisgekrönter Romanvorlage wird nun auch das Kinopublikum auf eine funkensprühende Achterbahnfahrt durch das Leben von Barney Panofsky mitgenommen – inklusive schamloser Abstürze, schlagfertiger Steilkurven und ungenierter Liebesloopings. Als sich Fernsehproduzent Barney P. (Paul Giamatti) durch die Memoiren seines Erzfeindes bloßgestellt sieht und sogar als vermeintlicher Mörder dargestellt wird, entscheidet er sich, seine Version der Geschichte zu erzählen. Zumindest, soweit er sich erinnern kann …

Da Barney es aber weder mit Höflichkeit noch Wahrheit allzu genau nimmt, wird daraus eine offenherzige, pikante und einzigartige Lebensbeichte, die vier Jahrzehnte, drei Ehen, zwei Kontinente und eine große Liebe umfasst. Da ist seine erste Frau Clara (Rachelle Lefevre), ein rothaariger Freigeist, mit der Barney seine Bohème-Zeit in Rom verlebt hat, da ist seine zweite Gattin (Minnie Driver), eine ebenso reiche wie mitteilsame jüdische Prinzessin, die nicht merkt, dass er längst nicht mehr zuhört.
 
Zuletzt ist da seine wahre Liebe Miriam (Rosamund Pike), die er auf seiner zweiten Hochzeitsfeier kennenlernt und nicht mehr loslässt, bis er sie zu seiner dritten Frau und Mutter seiner Kinder machen darf. Da darf im schonungslosen Blick zurück auch sein eigenwilliger Vater (Dustin Hoffman) nicht fehlen und erst recht nicht sein lasterhafter bester Freund Boogie (Scott Speedman), den er ja schließlich auf dem Gewissen haben soll.