Kinotipp: Blood Diamond

Sierra Leone in den Neunzigern. In dem westafrikanischen Land tobt ein erbitterter Bürgerkrieg. Finanziert wird das blutige Gemetzel mit Diamanten.

Diamanten, wie sie auch der Fischer Solomon gezwungen ist zu schürfen. Eines Tages macht er den Fund seines Lebens. 

Durch einen Zufall erfährt Danny Archer von dem seltenen rosa Edelstein. Er verdient seinen Lebensunterhalt, indem er Waffen gegen Diamanten tauscht. So ist er auch nur am Profit interessiert, den der Stein bringen könnte und heftet sich an Solomons Fersen, der den Stein auf den Diamantfeldern verstecken konnte.

Solomon hat allerdings andere Pläne. Für ihn ist der Diamant die einzige Chance, seinen Sohn zu retten, den Rebellen als Kindersoldat verschleppt haben. Archer allerdings ist auf Solomon angewiesen, um den Stein zu finden.

Zu dem ungleichen Duo gesellt sich noch die Journalistin Maddy, die die Story ihres Lebens wittert und dafür Hintergrundinformationen von Archer braucht.

Anspruchsvolle Themen und eine gute Story müssen sich nicht ausschließen: „Blood Diamond“ ist der beste Beweis.
Trotz aller Action und dem hohen Tempo verliert der Film nie sein politisches Anliegen aus den Augen – zu zeigen, wie die Profitgier des Westens das Leid in den krisengeschüttelten afrikanischen Ländern noch verstärkt. Das ist zwar keine leichte Kost, aber mutig inszeniert und offenbar auch notwendig. Denn so manche Society-Lady hat wahrscheinlich keine Ahnung, dass an ihrem glitzernden Halsschmuck Blut klebt.