Kinotipp: Brücke nach Terabithia

Die Brücke in ein anderes Land ist eines der beliebtesten Kinderbücher in den USA. Bereits 1977 erschienen, heimste Autorin Katherine Paterson zahlreiche Preise für ihren Roman ein.

Bei uns ist das Buch relativ unbekannt. Das könnte sich jetzt ändern, denn ab Donnerstag kommt die gelungene Verfilmung des Werks in die Chemnitzer Kinos.

Selten hat ein Kinotrailer wohl solch falsche Erwartungen beim Publikum geweckt, wie bei diesem Film. Er verspricht nämlich ein überbordendes Fantasy-Spektakel wie bei den Chroniken von Narnia . Doch davon ist Die Brücke nach Terabithia meilenweit entfernt. Tatsächlich nehmen die tricktechnisch aufgepeppten Sequenzen nicht mal eine Viertelstunde des Streifens ein. Die Brücke nach Terabithia ist kein Märchen, sondern ein anrührendes Werk über das Erwachsenwerden.

Jess und Leslie sind dicke Freunde. In ihrer Schule sind beide Außenseiter, ständig den Hänseleien der anderen ausgesetzt. Aber in ihrer Fantasie sind Jess und Leslie die Herrscher über das magische Land Terabithia, das jenseits eines Flusses liegt.

In diesem Reich, was nur in ihren Köpfen existiert, gibt es wundervolle magische Kreaturen, aber auch Feinde. Aber anders als in der Realität ist es für Jess und Leslie hier ganz einfach, diese zu besiegen. Doch kein Traum ist unendlich und als sich Leslie eines Tages allein auf den Weg nach Terabithia macht, passiert ein schreckliches Unglück.

Es ist ein Glücksfall, dass der Trailer hier ganz und gar nicht hält, was er verspricht, nämlich einen x-beliebigen austauschbaren Narnia -Klon. Stattdessen ist Die Brücke nach Terabithia eine wunderbare Geschichte über die Schwierigkeiten des Erwachsenwerdens, die vor allen Dingen von der Leistung der beiden jugendlichen Schauspieler profitiert. Der Film ist nachdenklich, ja auch traurig, verliert aber dennoch nie ganz den Optimismus. Und genau das macht Die Brücke nach Terabithia zu ganz großem Familienkino.

Dt.Start: 01. März 2007
FSK: o.A.
Genre: Abenteuer, Fantasy
Länge: 95 min
Land: USA

Darsteller: Josh Hutcherson (Jesse Aaron), Annasophia Robb (Leslie Burke), Robert Patrick (Jack Aarons), Zooey Deschanel (Miss Edmunds), Bailee Madison (Maybelle Aarons), Kate Butler (Nancy Aarons), Latham Gaines (Bill Burke), Judy Mcintosh (Judy Burke), Lauren Clinton (Janice Avery), Devon Wood (Brenda Aarons), Emma Fenton (Ellie Aarons), Elliot Lawless (Gary Fulcher), Cameron Wakefield (Scott Hoager)
 
Regie: Gabor Csupo

Drehbuch: David Paterson