Kinotipp: Der Biber

Walter Black (Mel Gibson), einst treusorgender Familienvater und erfolgreicher Geschäftsmann, wird in letzter Zeit immer öfter von seinen eigenen Dämonen heimgesucht und von schweren Depressionen geplagt.

Seine beiden Söhne werden ihm mehr und mehr gleichgültig und auch seine Frau Meredith (Jodie Foster) findet keinerlei Zugang mehr zu ihrem Mann. Somit beschließt sie eines Tages um ihrer selbst und der Kinder Willen einen Schlussstrich zu ziehen und trennt sich von Walter. Walter geht nicht mehr zu seiner Arbeit als Geschäftsführer eines Spielzeugherstellers und zieht in ein kleines Appartement. Dort vegetiert er tagaus und tagein vor sich hin. Längst ist der Alkohol sein treuester Freund.

Eines Tages wirft er das wenige, was er aus seinem Haus mitgenommen hat, auch noch in den Müll. Dabei fällt ihm eine Kinder-Handpuppe aus seiner Kinderzeit in die Hände.

Sentimental und angetrunken rettet er die Puppe und nimmt sie mit in seine Wohnung. Während seines weiteren Alkohol-Exzesses beginnt Walter mit der Handpuppe zu sprechen. Und schon bald entwickelt das Plüschtier ein merkwürdiges Eigenleben – zumindest für Walter. Der Biber wird sein Lebensretter, sein Sprachrohr zur Welt und schließlich sein alter ego. Walter spricht ausschließlich durch die Handpuppe mit anderen Menschen, aber findet mit dieser skurrilen Methode wieder mehr und mehr Anschluss an seine Familie und die Gesellschaft.

Vor allem sein Sohn Henry (Riley Thomas Stewart) ist von dem Biber ganz begeistert. Auch Meredith, der Walter das Ganze als eine Therapie erklärt, fasst langsam Vertrauen. Nur sein ältester Sohn (Anton Yelchin) bleibt skeptisch. Zu Recht: Denn was wie ein wunderbares Happy End aussieht, wendet sich schnell zur Katastrophe…