Kinotipp: Der Schnee am Kilimandscharo

DER SCHNEE AM KILIMANDSCHARO zaubert vor der Kulisse des sonnigen Marseille ein Märchen auf die Leinwand, das auf fabelhafte Weise zugleich eine Sozialkomödie und ein politischer Film ist.

Michel (Jean-Pierre Daroussin) lebt zufrieden mit seiner Frau Marie-Claire (Ariane Ascaride) in Marseille. Die beiden sind seit 30 Jahren ein glückliches Paar und lieben sich und ihr Leben: Die Kinder und Enkelkinder wohnen in der Nähe, sie schätzen ihre engen Freunde und sind stolz auf ihr politisches Engagement in der Gewerkschaft. Selbst als Michel einige der Hafenarbeiter entlassen muss und sich aus Solidarität selbst kündigt, trübt das seine Existenz nicht durchgreifend. Anlässlich ihres Hochzeitstags schenken ihnen Familie und Freunde das Geld für eine Reise zum Kilimandscharo. Doch Michel und Marie-Claire werden Opfer eines brutalen Überfalls. Noch schmerzhafter als der Verlust des Geldes ist allerdings die Wahrheit über die Täter …

Robert Guédiguian erzählt mit Herz, Humor und großer Zärtlichkeit von den Versuchen seiner Helden, ihren Idealen treu zu bleiben und der Grimmigkeit der Welt mit einer aus tiefstem Herzen kommenden Humanität zu begegnen.