Kinotipp: Ich habe den englischen König bedient

Jan Díte (Ivan Barnev/Oldrich Kaiser) ist von sehr kleinem Wuchs und unglaublich ambitioniert.

Als einfacher Kellner arbeitet er sich mit großem Ehrgeiz, Raffinesse und der nötigen Skrupellosigkeit zu einem der „Großen“ hoch. Er mausert sich trotz der politischen Lage in den 30er Jahren – Deutschland besetzt das Sudetenland und verleibt sich später die übrige Tschechoslowakei ein – zum Oberkellner in einer Lebensborn-Einrichtung der Nazis, wird später zum luxuriösen Hotelbesitzer und letztendlich durch einen „tragischen“ Glücksfall zum mehrfachen Millionär.
Díte verliebt sich in die Sudetendeutsche Líza (Julia Jentsch), sie ist begeisterte Hitleranhängerin. Nach der Heirat kann Díte, auch von den Nazis ungebremst, seinen Reichtum stabilisieren.
Der Aufstieg kommt oft kurz vor dem Fall – die Kommunisten kommen in der Tschechoslowakei an die Macht … Ich habe den englischen König bedient basiert auf der gleichnamigen Romanvorlage von Bohumil Hrabal, und erzählt mit Witz und Tücke, mit Humor und dem nötigen Ernst, charmant und unverblümt die Geschichte eines kleinen Mannes.
Der 1938 geborene Jirí Menzel zählt zu den wichtigsten tschechischen Regisseuren. Ich habe den englischen König bedient markiert seine enge Zusammenarbeit mit Autor Hrabal und unterstreicht einmal mehr seine Art mit Herz und Ironie Stärken und Schwächen der menschlichen Seele darzustellen.

Ivan Barnev, Oldrich Kaiser, Julia Jentsch, Martin Huba, Marian Labuda, Milan Lasica, Josef Abrhám, Jirí Lábus, Jaromír Dulava

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