Kinotipp: Triff die Robinsons

Der ehemalige Trickgigant Disney wirkte in letzter Zeit etwas angeschlagen. Die Umstellung vom alten Zeichentrickfilm zu Computeranimationen wollte dem Studio nicht so recht glücken.

Der große Erfolg früherer Tage blieb aus. Mit dem Aufkauf vom Marktführer Pixar soll sich das nun ändern. Doch zuvor versucht es Disney noch einmal aus eigener Kraft. „Triff die Robinsons“ soll die Kinokassen endlich wieder klingeln lassen.

Nichts wünscht sich Waisenjunge Lewis sehnlicher als eine Familie. Doch von den bislang 124 Gesprächen mit potentiellen Eltern ist jedes gründlich in die Hose gegangen. Denn im entscheidenden Moment geht immer wieder sein Erfindergeist mit ihm durch und er vermasselt alles.

Lewis letzte Hoffnung ist eine Maschine, mit der man Erinnerungen zurückholen kann, vielleicht sogar die an seine leibliche Mutter. Doch der Gedächtnisscanner wird Lewis von einem Mann mit Melone gestohlen. Ein Junge namens Wilbur bietet dem verzweifelten Erfinder Hilfe an und entführt Lewis in die Zukunft.

Dort trifft Lewis nicht nur Wilburs schräge Familie, sondern auch den mysteriösen Melonenmann wieder und kommt einer finsteren Verschwörung auf die Spur.

Na bitte, Disney kann es doch noch. Nach dem eher mäßigen „Himmel und Huhn“ und dem Megaflop „Tierisch wild“, der sich gar Plagiatsvorwürfe gefallen lassen musste, findet das Studio mit der Maus langsam zu alter Form zurück. Wie verzweifelt Disney gewesen sein muss, zeigt der Aufkauf von Pixar im Jahr 2006 für eine Summe von mehreren Millionen Dollar. Statt Konkurrenz jetzt also gemeinsame Sache. „Triff die Robinsons“ entstand allerdings noch ohne die Hilfe von Pixar, muss sich deshalb aber nicht verstecken. Witzige Charaktere, eine nette Geschichte und jede Menge Genrezitate machen aus dem Film einen vergnüglichen Spaß. Dieses Familientreffen sorgt für gute Laune.

Dt.Start: 29. März 2007
FSK: o.A.
Genre: Abenteuer, Animation
Länge: 95 min
Land: USA

Darsteller: Tom Selleck (Cornelius Robinson), Laurie Metcalf (Lucille Krunkelhorn), Nicole Sullivan (Franny), Angela Bassett (Mildred), Jordan Fry (Lewis), Tom Kenny (Mr. Willerstein), Harland Williams (Carl), Adam West (Uncle Art)

Regie: Steve Anderson

Drehbuch: Michelle Bochner

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