kinox.to ist das neue kino.to

Das kürzlich geschlossene Streamingprtal kino.to ist offenbar nun unter dem neuen Namen kinox.to zurück.

Offenbar handelt es sich bei dem Angebot um das gleiche Material, welches man bis vor wenigen Wochen noch auf dem alten Video-Portal fand. 

Die Staatsanwaltschaft Dresden hatte kino.to im Auftrag der GVU geschlossen. Nun ist kinox.to seit Montag online und führt das Angebot der Streamingwebseite fort.

Die Betreiber schreiben auf ihrer Webseite:

„Liebe GVU, Filmindustrie und Staat: Denkt ihr wirklich ihr könnt uns stoppen nur weil ihr haufenweise Geld habt? Wie kann es sein, dass harmlose Webseitenbetreiber auf eine Stufe mit Mördern und Vergewaltigern gestellt werden? Merkt ihr überhaupt noch was in eurem Wahn? Für was finanzieren wir euch jeden Monat? Damit ihr uns verarscht?!

Was ist aus diesem Land geworden? Wo ist unsere Freiheit hin? Und warum werden solche fanatischen Geldgeier-Organisationen unterstützt vom Staat und Politik?!

Wir wollen euch nicht. Das Internet will euch nicht. Keiner will euch. Alles was wir wollen ist Freiheit und das für JEDEN! Danke an all die Leute da draussen, Fans und besonders Anonymous. Gemeinsam sind wir Stark!

PS: Macht euch keine Sorgen, wir haben nie Daten gespeichert und werden es auch weiterhin nicht tun.

Legends may sleep, but they never die.

Euer KinoX.to Team

Wer für die Wiederauferstehung von kino.to verantwortlich ist, ist derzeit noch vollkommen unklar.

Zu ihrem Online-Start war die Webseite nur schlecht erreichbar. Es versuchten offenbar so viele User auf kinoX.to zuzugreifen, dass die Server zusammenbrachen.

Kino.to soll nach Angaben der Betreiber zuletzt rund vier Millionen User täglich gehabt haben.

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UPDATE:

Mittlerweile meldet sich die GVU mit einem eigenen Blogbeitrag zu Wort und anwortet folgendermaßen:

„Das Auftauchen der Seite ist keineswegs überraschend. Dass es vergleichsweise lange gedauert hat, bis diese Resteverwertung von kino.to online gestellt wurde offenbart, wie empfindlich die Aktion der Generalstaatsanwaltschaft Dresden die Szene getroffen hat.

Insgesamt macht das Verfahren schon jetzt deutlich, dass die Köpfe hinter dem parasitären System kino.to eindeutig wirtschaftlich motivierte Kriminelle sind. Dabei wird das tatsächliche Ausmaß der Geschäftemacherei erst nach abgeschlossener Auswertung der beschlagnahmten Server und Unterlagen durch die Ermittlungsbehörden bekannt werden.

Auch in den GVU-Vorgängen gegen andere illegale Portale wurde und wird die Gewerbsmäßigkeit der Urheberrechtsverletzungen immer wieder deutlich. Nicht zuletzt deshalb wird die Organisation auch weiterhin die Strafverfolgung von solchen digitalen Hehlern unterstützen. Dies gilt sowohl für bestehende, als auch zukünftige Verfahren. Dabei kann nunmehr infolge des wochenlangen Medieninteresses an dem Fall kino.to davon ausgegangen werden, dass Nutzern die Illegalität solcher Angebote bewusst sein dürfte.“

Derzeit ist die Webseite der GVU nicht erreichbar. Ob sie von Hackern attakiert wird ist noch nicht bekannt.

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