Kirche vs. Universität

Das Richtfest ist gefeiert. Die Bauarbeiten gehen in die letzte, entscheidende Phase.

Eigentlich ein Grund zur Freude, oder doch nicht? Was als neuer Uni-Campus die Leipziger bereichern soll, spaltet sie derzeit in zwei Lager. Und es ist kein Ende der Debatte in Sicht.

Am Montagabend trafen sich Kirche und Universität, um öffentlich den Dialog zu suchen. Seit Wochen liegen sich Vertreter von Kirche und Universität in den Haaren.

Die Fronten sind extrem verhärtet. Dennoch suchte man Montag das Gespräch. Alles nur Show, oder doch ein Zeichen der Kompromissbereitschaft ? Für die Uni liegen die Gründe für den andauernden Streit klar auf der Hand. 

Interview: Ilka Hausmann, Referentin Um- und Neubau der Universität

Um dem Informationsmangel entgegenzuwirken, lief die Berichterstattung der letzten Wochen auf Hochtouren. Hintergrundberichte, Interviews, Sonderbeilagen. All das zeigt, Hauptnutzer ist und bleibt die Universität. Die Glaswand wird also gebaut? 

Interview: Ilka Hausmann, Referentin Um- und Neubau der Universität

Eine logische Argumentation, die von Mitgliedern der Kirche, und auch der Theologischen Fakultät nicht akzeptiert wird. Sie sprechen von einer Trennung von Glaube und Wissenschaft. Ein Zwiespalt, besonders für christliche Studenten. 

Interview: Julia Seidel, RCDS (Ring christlich demokratischer Studenten)

Gut, dass es Streitgespräche gibt. Die dann in viel zu kleinen Räumen stattfinden, wo möglichst wenig Öffentlichkeit reinpasst. Hauptkontrahenten wie Rektor Franz Häuser werden gar nicht erst eingeladen. 

Interview: Christian Wolff, Pfarrer der Thomaskirche

Eine sachliche Debatte haben sie geführt. Einen Kompromiss haben sie nicht gefunden. Wie auch, wenn keiner zu einem Kompromiss bereit ist…